Videospiele

Nintendo Super Famicom

Das Spiel geht weiter Nintendo verliert Gewinne

Stand: 28.10.2015, 11:44 Uhr

Smartphones sind der Renner. Jeder hat eins - das Geschäft mit Apps, Games und anderen Spielereien boomt. "Kulthersteller" Nintendo tut sich mit diesem Markt hingegen noch schwer.

Jahrelang hatte sich der japanische Spielekonsolenhersteller dagegen gewehrt, seine Kultfiguren auf Smartphone oder Tablet zu bringen. Erst Anfang des Jahres dann die Neuigkeit: Nintendo kündigte an, zwischen 2015 und 2017 fünf neue Nintendo-Spiele für Mobilgeräte herauszubringen. Nun hat Nintendo für nächstes Jahr ein Game angekündigt, bei dem man Pokemon-Figuren über den Smartphone-Bildschirm fangen kann. Doch ist der Zug schon abgefahren? Möglicherweise nicht. Dennoch verzeichnete Nintendo im vergangenen Quartal einen Gewinnrückgang. Zwar konnte sich der Spiele-Spezialist in den schwarzen Zahlen halten, allerdings fiel der Gewinn mit 3,2 Milliarden Yen (rund 24 Millionen Euro) recht schmal aus.

Die Japaner wollen an ihrem Jahresziel bis Ende März 2016 auf jeden Fall festhalten. Eine Steigerung des Gewinns auf 35 Milliarden Yen (263 Millionen Euro ) sei noch drin.

Neue Spiele machen Spaß

Wii U von Nintendo (Quelle: Unternehmen)

Nintendo Wii U 784.

Das Unternehmen mit Sitz in Kyoto konnte dank neuer Spiele für seine Spielkonsole Wii-U den Absatz auf 720.00 Geräte steigern. Im Quartal davor waren es nur 470.000. Das seit September erhältliche Spiel "Super Mario Maker", wurde fast 1,9 Millionen Mal verkauft. Doch die Planung sah ursprünglich anders aus. Bis heute verkaufte Nintendo rund 10,7 Millionen Wii-U-Konsolen. Diese Marke wollten die Japaner eigentlich viel schneller erreichen.

Auch für die mobile Nintendo-Konsole 3DS ist die große Auswahl an günstigen oder gar kostenlosen Smartphone-Games ein Problem. Sie dämpfen den Absatz. Im Hinterzimmer tüfteln die Spiele-Macher allerdings schon an einer neuen Konsole mit dem Codenamen NX.

Super Nintendo!

An der Börse ist man über die neuesten Zahlen offenbar nicht ganz so erfreut. Die Aktie lag zuletzt bei einem Minus von über 5,8 Prozent. Damit ist das Papier am deutschen Markt derzeit 163,00 Euro wert. Dennoch ist die Entwicklung seit Jahresbeginn gigantisch. Im Januar lag der Wert noch bei rund 87 Euro.

ah

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Nintendos Geschichte in Bildern Vom Kartenspiel zum Computergame

Japanische Spielkarten Hanafuda (Blumenkarten)

Im Jahr 1889 beginnt Fusajiro Yamauchi in Kyoto mit der Herstellung von "Hanafuda" (Blumen-Karten), japanischen Spielkarten. 1902 werden in Japan die ersten Spielkarten nach westlicher Art für den Export produziert.