Marktbericht 14:40 Uhr

Marktbericht neutral Xi Jinping und Donald Trump
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Dax tritt auf der Stelle Vorschusslorbeeren gibt's keine mehr

Stand: 10.10.2019, 14:40 Uhr

Vor den Handelsgesprächen zwischen den USA und China halten sich die Anleger bedeckt. Dabei haben sie die Erwartungen an des Treffen bereits heruntergeschraubt.

Der Dax bewegt sich auch am Nachmittag kaum von der Stelle und schwankt weiter um den Schlusskurs vom Vortag bei 12.094 Punkte. An der Wall Street sieht es eine Stunde vor Handelsbeginn nach leichten Verlusten aus. Der Dow Jones-Index wird 0,2 Prozent schwächer erwartet bei 26.258 Punkten, nachdem es gestern in Erwartung der heute beginnenden Handelsgespräche noch 0,7 Prozent in die Höhe ging.

Die neuesten US-Konjunkturdaten, darunter die Inflationsrate für den September (plus 2,4 Prozent), spielen an den Märkten keine Rolle.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Für die Anleger zählt auch am Nachmittag nur ein Thema: die wieder aufgenommenen Handelsgespräche zwischen den USA und China. Sollte nur ein Teilabkommen erreicht werden, dürften sich die Verluste an den Aktienmärkten in Grenzen halten, weil viele Anleger ihre Erwartungen bereits deutlich herunter geschraubt haben, urteilen Experten.

Extreme Stimmungsschwankungen

"Auf der anderen Seite könnte allerdings alles, was nach Abbruch ohne Annäherung aussieht, die Schleusen öffnen und sowohl an der Wall Street als auch in Frankfurt für eine stärkere Korrektur sorgen," warnt Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Der chinesische Chefunterhändler Liu He trifft sich in Washington mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin. Berichte über mögliche Zugeständnisse fassten die Börsianer allerdings nur mit spitzen Fingern an. "Schließlich könnte es schon in den nächsten Stunden wieder zu einer Wende kommen, verbunden mit neuen Drohungen und Sanktionen von US-Präsident Donald Trump gegen den Verhandlungspartner", sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader.

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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26.807,21
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"Die extremen Stimmungsschwankungen halten die Märkte derzeit in Schach." In Asien hatten Berichte über Erleichterungen für den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei sowie ein Entgegenkommen in Währungsfragen für Kauflaune gesorgt.

Euro deutlich über 1,10 Dollar

Der Euro hat bis zum Nachmittag seine Gewinne aus dem frühen Geschäft verteidigt. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1028 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,0981 Dollar festgesetzt. Händler berichteten von spekulativen Käufen, die den Euro beflügelt hätten. Hintergrund seien Hoffnungen auf eine zumindest teilweise Einigung bei dem Handelskonflikt zwischen den USA und China im Rahmen der anstehenden Gespräche.

Nach dem Anstieg über 1,10 Dollar sei es zudem zu automatisierten Käufen gekommen. Zugleich neigte der Dollar auch gegenüber anderen Hauptwährungen zur Schwäche. Sollte es dem Euro gelingen, den Widerstand bei 1,1021 Dollar nachhaltig zu überwinden, würde sich die technische Lage weiter aufhellen, merkte Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba in einem Kommentar an.

Goldman befeuert Volkswagen

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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161,50
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Zu den größten Gewinnern im Dax gehört die Volkswagen-Aktie, dank einer Neubewertung durch Goldman Sachs. Die Bank empfiehlt das Papier mit einem Kursziel von 193 Euro zum Kauf. Auf Grund hoher Investitionen im Bereich Elektroautos traut der Analyst VW in diesem Bereich die Marktführerschaft zu. Die fundamentale Situation bei den Wolfsburgern sei stark. Der Konzern reduziere seine Kosten und vereinfache seine Strukturen.

Außerdem hat das Bankhaus Metzler ihr Kursziel von 250 Euro bestätigt. Dessen Analyst Jürgen Pieper glaubt, dass VW die derzeitige Krise in der Autoindustrie besser meistern kann als die Wettbewerber.

Südzucker zweistellig im Minus

Um über acht Prozent bergab geht es mit der Südzucker-Aktie. Der Mannheimer Zuckerhersteller hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 deutlich weniger verdient. Vor allem wegen niedrigerer Zuckerpreise und einer geringeren Rübenernte aufgrund der Dürre im vergangenen Jahr brach das operative Ergebnis von März bis August um knapp die Hälfte auf 74 Millionen Euro ein. Der Umsatz fiel um 4,6 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Dennoch bestätigte der Konzern seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr.  | mehr

BMW will Absatz von Luxusautos verdoppeln

BMW plant nächstes Jahr mehr als doppelt so viele Luxusautos zu verkaufen wie im vergangenen Jahr. Die Nachfrage in dieser Klasse steige weltweit, und BMW habe sein Angebot mit dem SUV X7 und der neuen 8er-Baureihe stark ausgeweitet, sagte Finanzchef Nicolas Peter. Im vergangenen Jahr habe BMW gut 65.000 Luxusautos verkauft, im laufenden Jahr dürften es über 110.000 werden und nächstes Jahr 135.000 bis 140.000.

Die Ausweitung des Luxussegments mit seiner vergleichsweise hohen Gewinnmarge sei ein wichtiger Baustein, um die Rendite grundätzlich weiter im Korridor von acht bis zehn Prozent des Umsatzes halten zu können. Denn "die Elektrifizierung gibt es nicht umsonst", sagte Peter.  | mehr

Philips kassiert Prognose

Der Handelsstreit zwischen den USA und China setzt dem Medizintechnik-Konzern Philips stärker zu als gedacht. Das niederländische Unternehmen korrigierte am Donnerstag seine Renditeziele für das laufende Jahr nach unten. Die Verlagerung von Produktion aus den USA nach China und umgekehrt, mit der Philips den Strafzöllen ausweichen will, sei schwieriger und langwieriger als erwartet, räumte Vorstandschef Frans van Houten ein. "Die Auswirkungen sind größer, die Gegenmaßnahmen haben sich verzögert." Davon betroffen ist die Sparte Connected Care, die Geräte und Software zur Fern-Überwachung chronisch Kranker herstellt. Damit erwirtschaftet Philips drei Milliarden Euro im Jahr, rund ein Siebtel des Konzernumsatzes.

Die operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) werde sich daher in diesem Jahr nur um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte statt um einen ganzen Prozentpunkt verbessern, warnte Van Houten. Am Umsatzziel - ein vergleichbares Wachstum von vier bis sechs Prozent - hält der Manager aber fest.

Hugo Boss profitiert von LVMH

Hugo Boss NA: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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38,75
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-13,45%

Starke Zahlen des Rivalen LVMH verhelfen den Aktien des Modekonzerns Hugo Boss zu einer überdurchschnittlichen Entwicklung. Die Muttergesellschaft von Louis Vuitton hatte ihren Umsatz im dritten Quartal stärker als erwartet gesteigert. Die Erlöse legten um 17 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu. Gut gelaufen sei es in Europa, den USA und Asien. In Hongkong mussten dagegen wegen der Proteste Läden geschlossen werden.

Gerresheimer überzeugt nicht

Die Aktien von Gerresheimer haben am Donnerstag mit einer Berg- und Talfahrt auf die Geschäftszahlen des Spezialverpackungsherstellers reagiert. Zuletzt wurden die Resultate als eher durchwachsen interpretiert, so dass die Papiere unter den Schlusslichtern im schwächelndem MDax der mittelgroßen Werte rund zwei Prozent auf 65,60 Euro einbüßten. Am Vormittag hatten die Anteilscheine noch anfängliche Verluste wettgemacht und waren um rund zwei Prozent gestiegen.

Das Wachstum von Gerresheimer hatte wegen einer schwächeren Nachfrage nach Pharma-Glasverpackungen in Nordamerika nachgelassen. Insgesamt habe die Umsatzentwicklung im dritten Quartal etwas enttäuscht, schrieb Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan. Im Segment Primary Packaging Glass, das etwa Flakons für die Kosmetikindustrie sowie Glasbehälter für Medikamente herstellt, hätten operativen Probleme beim Pharmakunden Pfizer erneut belastet.

Übernahmeangebot für PNE

PNE Wind: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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3,98
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Ein Infrastrukturfonds der US-Investmentbank Morgan Stanley will den Windpark-Entwickler PNE für mehr als 300 Millionen Euro übernehmen. Der Fonds einigte sich mit dem Vorstand des Cuxhavener Unternehmens auf ein Angebot an die PNE-Aktionäre über 4,00 Euro je Aktie, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Nach Angaben der Amerikaner entspricht das - einschließlich einer Anleihe - einem Firmenwert von 360 Millionen Euro. Im August hatte Morgan Stanley Infrastructure Partners eine Offerte zwischen 3,50 und 3,80 Euro je Anteilsschein in Aussicht gestellt.  | mehr

Teamviewer empfohlen

Die Commerzbank hat die Aktie des Börsenneulings Teamviewer mit "Buy" und einem Kursziel von 36 Euro in die Bewertung aufgenommen. Das deutsche Software-Unternehmen sei eines der wenigen europäischen Technologie-IPOs, das sich gegen die größeren US-Player behaupten könne, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Er empfiehlt den Anlegern, die schwache Kursentwicklung seit dem Börsengang zu ignorieren und sich auf das einzigartige und qualitative Wachstum des Unternehmens zu konzentrieren.

Givaudan wächst kräftig

Die Übernahme der französischen Naturex und weitere Zukäufe haben dem Schweizer Aromen- und Dufthersteller Givaudan in den ersten neun Monaten ein zweistelliges Wachstum beschert. Der Umsatz des Weltmarktführers kletterte um 14,5 Prozent auf 4,66 Milliarden Franken, wie Givaudan mitteilte. Auch Preiserhöhungen und die gute Nachfrage aus Schwellenländern kurbelten das Geschäft an. Die mittelfristige Prognose bestätigte das Unternehmen.

Apple löscht Protest-App

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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213,00
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+2,13%

Nach scharfer Kritik aus China hat Apple eine App aus seinem Angebot entfernt, die Demonstranten in Hongkong bei ihren Protesten die Standorte der Polizeieinheiten anzeigte. Die Macher von "hkmap.live" teilten am Donnerstag auf Twitter mit, dass Apple das Programm aus dem App-Store gelöscht habe. Demnach begründete der Konzern seine Entscheidung damit, dass die mobile Verkehrsanwendung die Strafverfolgung behindert und Bewohner Hongkongs gefährdet habe. Zuvor hatte China dem iPhone-Konzern vorgeworfen, die Demonstranten in Hongkong zu unterstützen.

Neue Probleme für Boeing

Die schlechten Nachrichten beim US-Flugzeughersteller Boeing reißen nicht ab. Die brasilianische Fluggesellschaft Gol Linhas Aereas Inteligentes hat nach einer Inspektion elf Jets des Typs 737 NG aus dem Verkehr gezogen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte zuvor Flugzeugbetreiber aufgefordert, 165 Boeing 737 NG-Flugzeuge innerhalb von sieben Tagen auf strukturelle Risse zu untersuchen. Auch zwei Flieger der Southwest Airlines blieben am Boden. Laut der Zeitung "Seattle Times" hat die russische Fluggesellschaft Aeroflot offiziell eine Bestellung von 22 Dreamlinern im Wert von etwa 5,5 Milliarden Dollar storniert.

lg

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Fraport: Verkehrszahlen 09/19, 7 Uhr

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