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Dax etwas höher erwartet Jerome Powell sorgt für Fantasie

Stand: 11.01.2019, 07:45 Uhr

Eigentlich sind die internationalen Vorgaben nicht so schlecht für den Dax. Dank Fed-Chef Powell steigt die Laune an der Börse.

Denn der Chef der Federal Reserve hat klar gemacht, dass die mächtigste Notenbank der Welt keine Eile mit weiteren Zinserhöhungen hat. Die Wall Street und Asien reagierten in der Nacht positiv, der Dax steht leicht über seinem Xetra-Schluss von 10.921 Punkten.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
10.931,24
Differenz relativ
+0,36%

Die Experten der Helaba sprechen hingegen in ihrem Tagesausblick von einer Erholung, die von "schwacher Dynamik" gekennzeichnet sei. Sie verweisen darauf, dass der von vielen erhoffte Durchbruch bei den Zollgesprächen der USA und Chinas ausgeblieben sei, zudem sorge die Brexit-Entwicklung weiter für Verunsicherung.

Nikkei 225 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
Kurs
20.402,27
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-0,20%

Demgegenüber stehen die robuste Wall Street vom Vorabend sowie freundliche asiatische Märkte. In Tokio zeigten sich die Anleger zuversichtlich, der Nikkei-Index schloss ein Prozent höher bei 20.359 Punkten. "Der Marktkonsens ist, dass die USA und China zum gegenseitigen Nutzen in gewissem Maße Kompromisse eingehen werden", sagte Analyst Takuya Takahashi von Daiwa Securities.

Euro wieder über 1,15 Dollar

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,1392
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-0,02%

Der Euro, der am Vortag unter die Marke von 1,15 Dollar gefallen war, notiert aktuell wieder erholt bei 1,1522 Dollar. Am Devisenmarkt werden derzeit die neuen Zinserwartungen in den USA eingepreist, die den Greenback tendenziell schwächen. Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank hält den Kursrutsch des Dollar am Vortag für eine "verspätete beziehungsweise überfällige Korrektur". In den letzten Wochen habe sich die US-Währung trotz des massiven Einbruchs bei der Zinserwartung als erstaunlich robust erwiesen.

Auf EU-Ebene werden heute keine neuen Konjunkturzahlen erwartet, dafür gibt es am Vormittag eine Reihe neuer Daten aus Großbritannien, wo weiter über den Brexit gestritten wird. Aus den USA stehen am Nachmittag (ab 14:30 Uhr) Inflationsdaten und die Realeinkommen für den Dezember auf der Agenda.

Nun auch Kuka

Der mehrheitlich in chinesischem Besitz stehend Roboterbauer Kuka hat ein Sparprogramm und Stellenstreichungen beschlossen. Das abgelaufene Jahr sei mit einem Umsatzrückgang um fast zehn Prozent auf etwa 3,2 (2017: 3,5) Milliarden Euro noch schlechter gelaufen als im Herbst gedacht, teilte Unternehmen am Abend mit.

Das operative Ergebnis brach noch stärker ein. Die Umsatzrendite vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigte Ebit-Marge) sank daher im vergangene Jahr auf 3,0 (4,3) Prozent. Das entspricht einem bereinigten Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von knapp 100 Millionen Euro. Auch die für 2020 geplanten Ziele seien damit unrealistisch. Der Streubesitz bei Kuka liegt nur noch bei 5,45 Prozent, den Rest hält die chinesische Midea Group.  | mehr

Hella leuchtet weniger

Hella: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
39,84
Differenz relativ
+0,66%

Der Lichtspezialist Hella wird angesichts der Probleme in der Autoindustrie etwas vorsichtiger. Sollten sich die Bedingungen in der Branche nicht noch verschlechtern, rechnet der Zulieferer nun mit einem Umsatzwachstum und beim bereinigten Ergebnis am unteren Ende der anvisierten Spanne von fünf bis zehn Prozent, wie das im MDax notierte Unternehmen am Freitag in Lippstadt mitteilte. Dank einer Kaufempfehlung schloss der Titel dennoch rund drei Prozent höher.  | mehr

Wall Street im Aufwind

Die New Yorker Aktienbörse hat den Handel am Donnerstag mit Gewinnen beendet. Der Leitindex Dow Jones legte 0,51 Prozent zu und übersprang damit bei 24.001 Punkten knapp die runde Marke. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,4 Prozent, ebenso wie der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq.

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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24.090,52
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-0,43%
Nasdaq Composite: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum Intraday
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7.034,69
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+0,15%
S&P 500 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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2.602,68
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-0,47%

Zwar flaut die China-Euphorie langsam ab, die Rede von Fed-Chef Jerome Powell stütze dann aber im späten Geschäft den Markt. Aussagen aus China zum Ergebnis der jüngsten Verhandlungen im Zollstreit blieben unkonkret. Die dreitägigen Gespräche zur Beilegung des Zollstreits mit den USA seien "umfangreich, tief und detailliert" gewesen, hieß es aus dem Reich der Mitte.

Da konnten die Anleger mit den Aussagen von Fed-Chef Powell schon mehr anfangen. Er betonte, die Fed habe keine Eile auf ihrem Weg zu höheren Zinsen. dabei verwies er auf den gedämpften Preisauftrieb. Auch sie die Notenbank nicht auf eine bestimmte Anzahl an Zinserhöhungen fixiert. Damit verfestigte sich die derzeitige Erwartungshaltung am Markt, dass unmittelbar keine weiteren Zinserhöhungen mehr zu erwarten sind.

rm

Tagestermine am Donnerstag, 17. Januar

Unternehmen:
Metro: Q1 Trading Update, 7:30 Uhr
Alstom: Q3-Umsatz, 7:30 Uhr
Beiersdorf: Umsatz 2018, 8:00 Uhr
Morgan Stanley: Q4-Zahlen, 13:00 Uhr
Netflix: Q4-Zahlen, 22:00 Uhr
American Express: Q4-Zahlen, 22:00 Uhr
Rio Tinto: Operation Report 2018, 22:30 Uhr
Schoeller-Bleckmann: Jahreszahlen
Symrise: Capital Markets Day

Konjunktur:
Deutschland: Verarbeitendes Gewerbe (Auftragsbestand), 11/18, 08:00 Uhr
Deutschland: Baugenehmigungen, Januar - November, 08:00 Uhr
EU: Verbraucherpreise 12/18, 11:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche), 14:30 Uhr
USA: Philly Fed Index 01/19, 14:30 Uhr
USA: Baubeginne und -genehmigungen 12/18, 14:30 Uhr