Marktbericht 14:35 Uhr

Marktbericht negativ U-turn
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Dax dümpelt im Minus Geht da noch was?

Stand: 11.01.2019, 14:35 Uhr

Am Nachmittag trudelt der deutsche Leitindex klar in die Minuszone. Zwar gibt es aktuell keine Hiobsbotschaften für die Marktteilnehmer. Doch an positiven Impulsen fehlt es zum Wochenausklang ebenso. Auch die Wall Street scheint nicht helfen zu wollen.

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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24.073,52
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-0,50%

Zumindest deuten die US-Futures auf einen zähen Handelsstart an der Wall Street hin. Investoren vermissen klare Signale, bevor sie zu weiteren Käufen bereit sind. Solche Signale waren eigentlich nach den chinesisch-amerikanischen Verhandlungen zum Handelsstreit erwartet worden - doch sie blieben aus. China zufolge waren die jüngsten Gespräche "umfangreich, tief und detailliert". Man habe sich darauf verständigt, engen Kontakt zu halten, zu wenig für echte Kauflaune auf dem Parkett.

Brexit oder nicht Brexit?

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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10.931,24
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+0,36%

Für Unsicherheit sorgt am Freitag nicht zuletzt die Hängepartie um den Brexit. Am 15.1. soll im Parlament in London über den von der Regierung mit der EU ausgehandelten Scheidungsvertrag abgestimmt werden. Nach einer Mehrheit sieht es aber nicht aus, so dass ein chaotischer, ungeregelter Austritt droht, der der Wirtschaft schwer schaden dürfte. In Großbritannien halten hochrangige Kabinettsmitglieder einem Zeitungsbericht zufolge sogar eine Verschiebung des für den 29. März angepeilten Brexit für wahrscheinlich. Der Zeitplan für die Gesetzgebung sei mittlerweile sehr eng, zitierte der "Evening Standard" am Freitag einen namentlich nicht genannten Minister.

US-Daten ohne Effekt

Auch neue Wirtschaftsdaten aus den USA geben den Märkten einstweilen noch keinen Auftrieb. In den USA sind die Verbraucherpreise im Dezember wie erwartet um 0,1 Prozent zum Vormonat gefallen. Die Kernrate (ohne Energiepreise) zog ebenfalls wie erwartet um 2,2 Prozent an.

Euro deutlich fester

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1,1383
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Am Devisenmarkt gab die Aussicht auf einen verschobenen Brexit sowohl dem Britischen Pfund als auch dem Euro einen leichten Auftrieb gegenüber dem Dollar. Bereits in den vergangenen Tagen war die US-Währung leicht geschwächt worden. Dafür hatten auch Aussichten der US-Notenbank Fed gesorgt, die auf ein noch langsameres Vorgehen bei künftigen Zinserhöhungen hindeuten.

Öl bleibt recht teuer

Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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51,94
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Die Ölpreise bleiben auch zum Wochenschluss auf erhöhtem Niveau. Ein Barrel der Nordseesorte Brent (159 Liter) kostet am Freitag 61,30 Dollar, der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt wenig verändert bei 52,06 Dollar. Auf Wochensicht ging es mit den Ölpreisen bisher kräftig nach oben. Seit Montag konnte der Preis für US-Öl um rund zehn Prozent und der für Brent-Öl um über acht Prozent zulegen. Laut Marktbeobachtern gibt es am Markt die wachsende Zuversicht, dass die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ihre gemeinsam mit anderen Förderstaaten beschlossene Produktionskürzung in die Tat umsetzt.

Defensiv ist Trumpf im Dax

Stärkster Gewinner im Leitindex ist am Nachmittag die Aktie von Vonovia. Auch Merck, die Deutsche Börse oder Linde notieren im Plus. Papiere der Lufthansa erholen sich mit plus 0,7 Prozent ein wenig von den Verlusten der Vortage. Autoaktien stehen dagegen unter Druck. Vor allem hinter dem immer wichtiger werdenden China-Geschäft stehen Fragezeichen. Dazu passen Marktgerüchte, dass die Volksrepublik angeblich ihr Wachstumsziel für 2019 nach unten anpassen will. Im Gespräch ist eine Rate von 6,0 bis 6,5 Prozent, das wäre die niedrigste seit 1990.

BMW zuversichtlich für 2019

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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71,53
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Wie alle Autotitel verlor auch die BMW-Aktie am Freitag klar. Trotz des Brexits und des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits rechnet BMW im neuen Jahr mit einem weiteren Zuwachs seiner Verkaufszahlen. In China und in den USA dürfte die Nachfrage nach Oberklasseautos steigen, und BMW biete neue Modelle wie den großen SUV X7 und die neue 3er Generation an, erklärte das Unternehmen am Freitag in München. Insgesamt hat der BMW-Konzern 2018 rund 2,49 Millionen Autos verkauft - ein Plus von 1,1 Prozent.

2018: Rekordjahr für VW

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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144,90
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Auch Volkswagen hat ein glänzendes Absatzjahr hinter sich. Trotz der Turbulenzen um die neuen Abgasprüftests im vergangenen Jahr wurden so viele Autos verkauft wie nie zuvor: Weltweit rollten 10,83 Millionen Fahrzeuge zu den Kunden, das waren 0,9 Prozent mehr als 2017, wie Volkswagen am Freitag mitteilte. VW-Aktien schlossen dennoch 2,5 Prozent tiefer.

Deutsche Bank hat die Kosten "im Griff"

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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8,11
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+8,39%

Die Deutsche Bank hat nach Aussage von Finanzchef James von Moltke ihre Kosten im vergangenen Jahr deutlich nach unten geschraubt. 2018 habe die Deutsche Bank ihre Kosten "nachhaltig gesenkt", so der Manager. "Wir haben unsere Kosten im Griff."

Die hohen Kosten stehen bei der Deutschen Bank besonders im Fokus. Dem früheren Vorstandschef John Cryan war es nicht gelungen, diese nachhaltig in den Griff zu bekommen. Dies soll sich nun ändern. Das Institut hatte angekündigt, dass diese 2018 rund 23 Milliarden Euro nicht überschreiten sollen.

Südzucker-Aktie reagiert auf Empfehlung

Südzucker: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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13,23
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Südzucker-Aktien beendeten den Handel rund drei Prozent höher und reagierten damit auf eine etwas optimistischere Studie der Investmentbank Goldman Sachs und steigen derzeit rund vier Prozent. Goldman-Analyst John Ennis hatte die Papiere bisher zum Verkauf empfohlen und gab diese negative Einstufung mit einem auf 12,00 Euro erhöhten Kursziel nun auf. Er konstatierte eine etwas schnellere Erholung im Zuckersegment als bislang gedacht.

Nun auch Kuka

Kuka: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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52,30
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Der mehrheitlich in chinesischem Besitz stehend Roboterbauer Kuka hat ein Sparprogramm und Stellenstreichungen beschlossen. Das abgelaufene Jahr sei mit einem Umsatzrückgang um fast zehn Prozent auf etwa 3,2 (2017: 3,5) Milliarden Euro noch schlechter gelaufen als im Herbst gedacht, teilte Unternehmen am Abend mit.

Das operative Ergebnis brach noch stärker ein. Die Umsatzrendite vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigte Ebit-Marge) sank daher im vergangene Jahr auf 3,0 (4,3) Prozent. Das entspricht einem bereinigten Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von knapp 100 Millionen Euro. Auch die für 2020 geplanten Ziele seien damit unrealistisch. Der Streubesitz bei Kuka liegt nur noch bei 5,45 Prozent, den Rest hält die chinesische Midea Group.  | mehr

Hella leuchtet weniger

Hella: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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39,84
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+0,66%

Der Lichtspezialist Hella wird angesichts der Probleme in der Autoindustrie etwas vorsichtiger. Sollten sich die Bedingungen in der Branche nicht noch verschlechtern, rechnet der Zulieferer nun mit einem Umsatzwachstum und beim bereinigten Ergebnis am unteren Ende der anvisierten Spanne von fünf bis zehn Prozent, wie das im MDax notierte Unternehmen am Freitag in Lippstadt mitteilte. Dank einer Kaufempfehlung schloss der Titel dennoch rund drei Prozent höher.  | mehr

Großauftrag für Nordex

Nordex: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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8,55
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Nordex-Aktien stehen an der Spitze des TecDax. Der Windanlagenbauer hat sich am Jahresende einen weiteren Auftrag für ein größeres Projekt gesichert. So liefert der Konzern 48 Turbinen für einen 150 Megawatt-Windpark in die USA, wie Nordex am Freitag mitteilte. Die ersten Turbinen sollen im dritten Quartal an den Standort in Texas geliefert werden.

Damit kann Nordex auf einen starken Jahresendspurt blicken. Erst vor wenigen Tagen hatte der Konzern mitgeteilt, im Dezember den Zuschlag für ein Großprojekt in Indien erhalten zu haben, das 100 Turbinen mit einer Leistung von 300 Megawatt beinhaltet. Sowohl Indien als auch die USA gehören zu den wichtigen Wachstumsmärkten für Windenergie.

Siemens und Alstom kämpfen für die Zug-Fusion

Siemens und Alstom sind im Ringen um die Genehmigung der Fusion zum größten europäischen Zughersteller offenbar zu weiteren Zugeständnissen an die EU-Wettbewerbshüter bereit. Damit wollten die beiden Konzerne die EU-Kommission dazu bewegen, die Fusion von Siemens Mobility und Alstom doch noch zu erlauben, hieß es aus Insider-Kreisen.

Die im Dezember angebotenen Verkäufe und Lizenzvergaben reichen Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager noch nicht aus. Die Kommission will bis zum 18. Februar über eine Genehmigung des Zusammenschlusses entscheiden. Vestager hat mehrfach schwere Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss geäußert. Die beiden einstigen Erzrivalen - Siemens baut den ICE, Alstom den TGV - haben sich zusammengetan, um der chinesischen Konkurrenz zu trotzen.

Credit Suisse geht beim Aktienrückkauf in die Vollen

Credit Suisse: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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10,71
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Die Credit Suisse will bis Jahresende eigene Aktien für bis zu 1,5 Milliarden Franken zurückkaufen. Das Aktienrückkaufprogramm starte am 14. Januar und dauere bis spätestens 30. Dezember 2019, teilte die Schweizer Großbank am Freitag mit. Basierend auf dem Schlusskurs von Donnerstag könnte sie damit bis zu gut fünf Prozent des Kapitals kaufen. Wieviele eigene Aktien sie tatsächlich zurückkaufe, hänge vom Marktumfeld ab. Geplant sei ein Volumen von mindestens einer Milliarde Franken, erklärte das Institut.

Chinesen bescheren Richemont

Richemont: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Der Schweizer Uhren- und Schmuckhersteller Richemont hat seinen Umsatz im dritten Quartal dank mehrerer Zukäufe erheblich steigern können. In den drei Monaten per Ende Dezember, in die das wichtige Weihnachtsgeschäft fällt, erhöhte der Konzern die Erlöse um 25 Prozent auf knapp 3,92 Milliarden Euro. Bereinigt um Übernahmen lag das Plus noch bei sechs Prozent. Die Zahlen lagen in etwa im Rahmen der Markterwartungen.

Richemont verzeichnete dabei in den meisten Regionen Wachstum, auf dem chinesischen Festland stiegen die Umsätze im zweistellig. Dies konnte Rückgänge im Nahen Osten und Europa ausgleichen. Vor allem die "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich machten dem Konzern zu schaffen.

Apple: iPhones in China billiger

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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135,49
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Mehrere große Elektronikhändler Chinas haben im Laufe der Woche ihre Preise für die neuen iPhone-Modelle gesenkt. Dabei soll es Nachlässe von bis zu 118 Dollar für das neue iPhone XR in der Version mit 64 Gigabyte geben. Auch über das Wochenende sollte es Angebotsaktionen geben, hieß es in den Läden am Freitag. Solche Preissenkungen sind außerhalb großer Verkaufstage wie dem inzwischen weltweit verbreiteten "Black Friday" oder dem chinesischen "Singles’ Day" unüblich. Sie sind deswegen weitere Hinweise dafür, dass sich die iPhone-Nachfrageflaute in China auch zu Jahresanfang fortsetzt. Apple äußerte sich zunächst nicht dazu. Die Preise im Apple-Online-Shop blieben unverändert.

AB

Tagestermine am Donnerstag, 17. Januar

Unternehmen:
Metro: Q1 Trading Update, 7:30 Uhr
Alstom: Q3-Umsatz, 7:30 Uhr
Beiersdorf: Umsatz 2018, 8:00 Uhr
Morgan Stanley: Q4-Zahlen, 13:00 Uhr
Netflix: Q4-Zahlen, 22:00 Uhr
American Express: Q4-Zahlen, 22:00 Uhr
Rio Tinto: Operation Report 2018, 22:30 Uhr
Schoeller-Bleckmann: Jahreszahlen
Symrise: Capital Markets Day

Konjunktur:
Deutschland: Verarbeitendes Gewerbe (Auftragsbestand), 11/18, 08:00 Uhr
Deutschland: Baugenehmigungen, Januar - November, 08:00 Uhr
EU: Verbraucherpreise 12/18, 11:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche), 14:30 Uhr
USA: Philly Fed Index 01/19, 14:30 Uhr
USA: Baubeginne und -genehmigungen 12/18, 14:30 Uhr