Marktbericht 20:07 Uhr

Marktbericht negativ
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Schwache Konjunkturdaten Ein deutlicher Warnschuss vor den Bug

Stand: 22.03.2019, 20:07 Uhr

Immer wieder kamen an der Börse zuletzt Konjunkturängste auf, so auch heute wieder. Die neuen Daten zeigen, dass auf die deutsche Wirtschaft schwerere Zeiten zukommen. An der Börse kam das nicht gut an.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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11.364,17
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-1,61%

Ein Börsentag, der eigentlich gut anfing, endete mit einer empfindlichen Schlappe für die Bullen. Der Dax, im Tageshoch noch bei 11.623 Punkten, verlor 1,61 Prozent und schloss bei 11.364 Punkten. Damit schloss der Leitindex nahezu am Tagestief bei 11.362 Zählern.

Eine Tagesschwankung von 261 Punkten, das ist kein Pappenstiel. Sie zeigt, wie nervös die Anleger derzeit sind. Im Wochenvergleich gab der deutsche Leitindex damit 2,74 Prozent ab. Noch am Dienstag war der Index bei 11.823 Punkten auf dem höchsten Stand seit Oktober 2018 gewesen. Der europäische Auswahlindex EuroStoxx50 fiel am Freitag um 1,9 Prozent auf 3.304 Zähler.

Rezessionsängste sind wieder da

Das Schicksal des heutigen Börsentages war am Vormittag nach der Veröffentlichung der Markit-PMI-Einkaufsmanagerdaten für Deutschland (und Europa) besiegelt. Diese fielen ziemlich verheerend aus und befeuerten Konjunkturängste der Anleger.

B5-Moderator Christian Sachsinger
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B5 Börse 18.36 Uhr: Konjunktursorgen drücken Dax ins Minus

Konkret waren es die Zahlen für die Industrie, die für Entsetzen sorgten. Denn die Geschäfte der deutschen Industrie liefen im März so schlecht wie noch nie seit 2012. Der Einkaufsmanagerindex Industrie fiel um 2,9 auf 44,7 Punkte – und verfehlte damit den Marktkonsens von 48,0 Punkten deutlich.

"Die Unsicherheit hinsichtlich des Brexit und der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, die Schwäche der Automobilindustrie und die generell nachlassende weltweite Nachfrage belasteten in ganz erheblichen Ausmaß und sorgten für die stärksten Geschäftseinbußen seit 2012", kommentierte Markit-Experte Phil Smith.

"Die Angst vor einer Rezession ist auf das Börsenparkett zurückgekehrt", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. Ökonomen sprechen üblicherweise von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwei Quartale in Folge zurückgeht.

Zehnjährige Bunds jetzt auch mit Minusrendite

Wie tief die Konjunkturängste bei den Anlegern sitzen zeigte der heutige Run auf Bundesanleihen. Dabei hat es nun auch die zehnjährige Anleihe erwischt, die jetzt eine negative Rendite von 0,02 Prozent aufweist. Die Anleger flüchteten in Scharen in den sicheren Hafen der deutschen Bundeswertpapiere - auch wenn sie dafür sogar noch bezahlen müssen.

Industrieaktien unter Druck

Im Dax gingen die Verluste quer durch alle Branchen. Tagesverlierer waren Fresenius mit einem Abschlag von 4,23 Prozent. Mit ThyssenKrupp, Siemens, Bayer und VW folgte die deutsche Industrieelite auf den folgenden Plätzen.

Fresenius: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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46,24
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-4,23%
Thyssenkrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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12,32
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RWE ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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23,75
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+3,04%

Zu den Gewinnern gehörten die weniger konjunktursensitiven Aktien wie die beiden Versorger, Vonovia oder Beiersdorf. Wirecard, das derzeit wohl außer Konkurrenz im Dax läuft, hatte heute eine intensive Berg- und Talfahrt hinter sich und schloss letztlich 2,08 Prozent leichter. Hier geht es ausschließlich darum, ob sich die Vorwürfe der Bilanzmanipulation gegen das Unternehmen erhärten oder nicht.

Wirecard: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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99,00
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-2,08%

Operativ, so hat Firmenchef Braun in einer Videobotschaft erneut betont, läuft es sehr gut beim Zahlungsabwickler. Offen ist immer noch das Ergebnis einer von Wirecard beauftragten externen Untersuchung über die Vorfälle in Singapur. Dort ermitteln zudem die lokalen Behörden.

Der Euro ist schwer getroffen

Nicht nur am Aktienmarkt, auch am Devisenmarkt hinterlassen die schwachen europäischen Konjunkturdaten ihre Spuren. Der Euro geriet heftig unter Druck und hat sich den ganzen Tag über nicht mehr erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel im Tief bis auf 1,1274 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1302 (Donnerstag: 1,1387) Dollar fest.

Pfund etwas entlastet, Brexit verschoben

Das britische Pfund hat etwas zugelegt. Ein Chaos-Brexit nächste Woche ist vom Tisch, der Austritt Großbritanniens aus der EU bis mindestens 12. April vertagt. Nach dem Kompromiss, der beim EU-Gipfel in Brüssel nach achtstündigem Ringen bis in die Nacht erzielt wurde, ist nun wieder London am Zug.

Die britische Premierministerin Theresa May will in der nächsten Woche das bereits zwei Mal abgelehnte Austrittsabkommen ein drittes Mal zur Abstimmung stellen. "Der Brexit-Kaugummi zieht sich ins schier Unermessliche", kommentierten dies die Analysten des Bankhauses Donner & Reuschel.

ARD-Börsenstudio: Dieter Reeg
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ARD-Börse: Brexit-Drama - Nur aufgeschoben, nicht aufgehoben

EZB-Chef Mario Draghi erklärte derweil, die Unternehmen in der Eurozone müssten sich besser auf einen harten Brexit einstellen. "Behörden und Zentralbanken sind vorbereitet, aber der Privatsektor muss seine Vorbereitungen verstärken", sagte Draghi nach Angaben aus Teilnehmerkreisen auf dem Gipfel den EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel.

Türkische Lira schmiert ab

Die türkische Landeswährung gerät am Freitag sowohl zum Euro als auch zum Dollar unter Abwertungsdruck. Zum Greenback waren es rund fünf Prozent, das ist der tiefste Stand seit Dezember 2018.

Hintergrund ist die Sorge der Investoren vor einer Eskalation im Nahen Osten. US-Präsident Trump hatte erklärt, die von Israel seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 besetzten syrischen Golan-Höhen als Teil Israels anerkennen zu wollen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte dies scharf und sprach von einer Krise. Auch Russland und der Iran äußerten sich ablehnend.

Wall Street ebenfalls tiefrot

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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25.508,55
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-1,70%

Die schwachen Konjunkturzahlen aus Europa sind auch den US-Anlegern auf den Magen geschlagen. Der Leitindex Dow Jones verliert zur Stunde knapp 1,1 Prozent auf 25.680 Punkte. Noch am Vorabend war der Index im Handelsverlauf über die Marke von 26.000 Punkten gestiegen.

Ölpreise geben deutlich nach

Die Ölpreise haben am Freitag belastet durch einen wachsenden Konjunkturpessimismus deutlich nachgegeben. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Leichtölsorte WTI notierten rund zwei Prozent schwächer.

Zudem lastet der gestiegene Dollarkurs auf den Preisen. Ein höherer Dollar macht Rohöl für Anleger in anderen Währungsräumen teurer. Der Goldpreis bewegte sich wenig bei 1.311 Dollar je Feinunze.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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66,40
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-1,93%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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58,59
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Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1.313,70
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Commerzbank-Chef Zielke liebäugelt mit Bankenehe

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
6,90
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Eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank scheint greifbarer zur werden. Commerzbank-Chef Martin Zielke sei der Auffassung, dass "eine starke und fokussierte Investmentbank" eine sinnvolle Ergänzung zum Privat- und Firmenkundengeschäft der Commerzbank sein könne, sagte eine mit den Überlegungen Zielkes vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Deutsche Bank zählt zu den größten Investmentbank der Welt, die allerdings seit Jahren unter schwindenden Erträgen leidet.

Zielke selbst wandte sich in einem Brief an die 49.000 Mitarbeiter des Geldhauses. "Wir werden die Zeit der Unsicherheit, die durch die Sondierung entsteht, so kurz wie möglich halten und hart dafür arbeiten, schnell zu einem Ergebnis zu kommen", hieß es.

Neue Chefs bei Daimler

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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50,50
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-1,94%

Daimler hat das Personaltableau für die künftige Konzernstruktur festgelegt. Vorstandsvorsitzender der Pkw-Tochter Mercedes-Benz AG wird in einer Doppelfunktion der künftige Konzernchef Ola Källenius. Die Lkw-Tochter Daimler Truck AG (Lkw und Busse) wird weiter vom bisherigen Lkw-Vorstand Martin Daum geleitet, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Besetzung der schon eigenständigen Daimler Financial Services AG, die ab Juli Daimler Mobility AG heißen wird, wurde bereits im November geregelt mit der Berufung von Franz Reiner zum neuen Chef ab Juni.

Der Dax-Konzern hatte den Umbau im vergangenen Jahr beschlossen. Dabei werden die Geschäftsfelder Pkw, Lastwagen sowie Finanz- und Mobilitätsdienste in drei eigenständige Aktiengesellschaften umgewandelt. Daimler will den Sparten damit mehr Handlungsfreiheit verschaffen.

RWE und Eon – für Goldman Sachs ein Kauf

Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist von den Aktien der beiden deutschen Versorger RWE und Eon weiter überzeugt. Analyst Alberto Gandolfi hob sein Kursziel für RWE von 27,00 auf 29,50 Euro an und beließ die Aktie auf der "Conviction Buy List". Der Markt überschätze eventuell die Risiken, die mit dem von RWE angepeilten Ausbau der Erneuerbaren Energien verbunden seien.

Für Eon reduzierte der Analyst das Kursziel zwar wegen einer höheren Nettoverschuldung von 11,40 auf 10,80 Euro, beließ die Einstufung aber ebenfalls auf "Buy". Er sieht in Eon eine der langfristig attraktivsten Wachstumsstories im Versorgersektor.

RWE ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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23,75
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Eon

Eon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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9,97
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Deutsche Bank: "Nur" noch 643 Einkommensmillionäre

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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7,28
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Die Deutsche Bank zahlt an ihre knapp 92.000 Mitarbeitern für das zurückliegende Geschäftsjahr insgesamt 1,9 Milliarden Euro an Boni aus. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des größten deutschen Geldhauses hervor. Für 2017 hatte die Belegschaft, die damals allerdings noch um einiges größer war, 2,3 Milliarden Euro bekommen. 2018 hatte der Konzern einen Gewinn von 341 Millionen Euro eingefahren. Im Jahr zuvor hatte die Bank einen Verlust von 735 Millionen Euro gemacht.  | mehr

Großaktionär Blackrock von Bankenfusion nicht begeistert

Eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank stößt weiterhin auf Skepsis bei Großaktionären und Arbeitnehmervertretern. Die weltgrößte Fondsgesellschaft Blackrock, einer der größten Anteilseigner beider Institute, ist von der Idee nicht überzeugt.

Es könne nicht das Ziel sein, damit noch eine große Investmentbank nach US-Vorbild zu schaffen, weil das "nicht funktionieren würde", sagte Vize-Verwaltungsratschef Philipp Hildebrand am Freitag auf einer Konferenz in Frankfurt. Er verstehe die Überlegung hinter dem Fusionsplan nicht. "Welches Problem soll hier gelöst werden?", fragte der frühere Schweizer Notenbankchef.

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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7,28
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Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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6,90
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Blackrock: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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367,69
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Ströer erhöht die Dividende kräftig

Ströer: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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51,75
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Der Werbevermarkter Ströer aus dem SDax will seine Dividende und seine Ausschüttungsquote anheben. Für das Geschäftsjahr 2018 ist eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie nach 1,30 Euro im Vorjahr geplant, wie das Unternehmen am Freitag in Köln mitteilte.

Die Ausschüttungsquote soll zudem von 25 bis 50 Prozent künftig auf 50 bis 75 Prozent des bereinigten Jahresüberschusses erhöht werden. Dies soll auf der Hauptversammlung am 19. Juni beschlossen werden.

Grund für die Anhebung sei, dass Ströer einen "strukturell nachhaltig" wachsenden deutschen Außenwerbemarkt erwarte. Der Werbevermarkter, zu dem Medienmarken wie T-Online oder Watson gehören, hatte bereits bei der Vorlage der Jahreszahlen Ende Februar von einem "starken Start" in das neue Geschäftsjahr gesprochen. 2019 sollen Umsatz und Ergebnis demnach im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen.

Uniper macht Kasse

Uniper: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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27,46
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Der Energiekonzern Uniper verkauft seinen Anteil an einem Terminal für verflüssigtes Gas (LNG) in Italien. Die Beteiligung von 48,2 Prozent gehe für einen vorläufigen Preis von rund 400 Millionen Euro an den australischen Fonds First State Investments, teilte Uniper am Freitag mit. Voraussichtlich würden Uniper beim Abschluss der Transaktion, der noch die Behörden zustimmen müssen, rund 340 Millionen Euro zufließen.

Software AG zahlt mehr Dividende

Die Software AG erhöht ihre Dividende wie von Experten erwartet. Die Aktionäre sollen mit 0,71 Euro je Aktie sechs Cent mehr bekommen als ein Jahr zuvor, wie das im MDax notierte Unternehmen am Freitag in Darmstadt mitteilte.

Gemessen am freien Bargeldzufluss liegt die Ausschüttungsquote damit bei über 28 Prozent. Im vergangenen Jahr war der Gewinn um 17 Prozent auf 165,2 Millionen Euro geklettert, weil unter anderem das Finanzergebnis besser ausfiel und der Konzern nicht so viel für die aktienkursabhängige Vergütung und für Steuern aufwenden musste.

Hapag-Lloyd hofft auf Ergebnisverdoppler

Hapag-Lloyd: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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25,28
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Die im SDax notierten Aktien von Hapag-Lloyd sind am Freitag über die Maßen gefragt. Deutschlands größte Reederei traut sich 2019 im besten Fall eine Verdoppelung ihres Betriebsergebnisses zu. Das Hamburger Unternehmen peilt ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 500 bis 900 Millionen Euro an. Im vergangenen Jahr erhöhte sich das Ebit um knapp acht Prozent auf 443 Millionen Euro.

KWS Saat führt Aktiensplit durch

KWS Saat: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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59,60
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Der Saatguthersteller KWS Saat hat am Freitag seinen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 4 umgesetzt. Jeder Aktionär hält statt einer Aktie nun fünf Stückaktien.

Mit Aktiensplits verbilligen oftmals Unternehmen ihre Papiere rein optisch nach langen Phasen mit Kursgewinnen. Denn erscheinen Aktien optisch teuer, etwa wenn sie mehrere hundert oder gar tausend Euro kosten, halten sich gerade Kleinanleger tendenziell zurück. Die KWS-Saat-Papiere kosteten nach dem Split zuletzt 60,30 Euro.

Sorgen um Nokia

Nokia: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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5,23
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Sorgen der Nokia-Anleger wegen möglicher Rechtsverstöße beim milliardenschweren Zukauf von Alcatel-Lucent haben den Aktienkurs des Netzwerkausrüsters am Freitag unter Druck gesetzt. Der Konzern versuchte die Lage zu beruhigen, nachdem ein Hinweis von Nokia die Investoren aufgeschreckt hatte.

Auslöser war eine Passage im jährlichen Geschäftsbericht, den Nokia am Donnerstag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hatte. Darin wies Nokia darauf hin, dass bei der laufenden Integration der übernommenen französisch-amerikanischen Firma Alcatel-Lucent Probleme aufgetaucht seien. Bestimmte Geschäftspraktiken der früheren Alcatel-Lucent würden intern untersucht. Details dazu nannte Nokia nicht.

Apple wieder wertvollstes Unternehmen der Welt

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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170,97
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In der Hoffnung auf steigende Einnahmen durch einen neuen Video-Dienst greifen die Anleger bei Apple-Aktien kräftg zu. Mit einem Börsenwert von 920 Milliarden Dollar ist der Technologiekonzern inzwischen wieder vor Microsoft das wertvollste Unternehmen an der Wall Street.

Zahlreiche Analysten hoben ihre Daumen für das Filmestreaming-Angebot, das am Montag am Stammsitz in Kalifornien präsentiert werden soll und mit dem Apple wegkommen will von seiner iPhone-Abhängigkeit. Apple könne sich durch das TV-Angebot jährliche Einnahmen von sieben bis zehn Milliarden Dollar sichern, erläuterten die Analysten des Brokerhauses Wedbush.

GM setzt auf selbstfahrende Autos

General Motors: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Der amerikanische Autobauer wird laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag die Investition von 300 Millionen Dollar in ein Werk nahe Detroit bekanntgeben, wo elektrische und selbstfahrende Fahrzeuge gebaut werden. GM nahm zu dem Bericht nicht Stellung. Der Konzern gilt in diesem Bereich über seine Tochter GM Cruise als sehr gut positioniert - direkt hinter der Alphabet-Tochter Waymo.

Nike: Verrückte Börse

Nike: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum Intraday
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82,19
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Die Aktie des weltgrößten Sportartikelherstellers Nike ist am Donnerstagabend trotz hervorragender Quartalszahlen im nachbörslichen Handel um 4,5 Prozent auf 84 Dollar eingebrochen. In den drei Monaten bis Ende Februar kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal stand unter dem Strich ein Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 921 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Analystenerwartungen wurden mit den Ergebnissen übertroffen. Möglicherweise ist die Nike-Aktie in den vergangenen Monaten auch einfach zu gut gelaufen.

Erste Flugzeug-Stornierungen bei Boeing

Boeing: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
324,54
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Die staatliche indonesische Fluggesellschaft Garuda storniert ihre Bestellung von 49 Boeing 737 Max. Die Fluglinie begründete dies am Freitag mit verlorenem Vertrauen nach dem Absturz von zwei baugleichen Flugzeugen mit insgesamt mehr als 340 Toten innerhalb der vergangenen sechs Monate. Die Order könnte in andere Boeing-Modelle geändert werden, sagte Garuda-Finanzchef Fuad Rizal. Die Airline ist die erste, die öffentlich Stornierungspläne nach dem Absturz einer zweiten 737 Max bestätigt.  | mehr

Levi's feiert fulminantes Börsencomeback

Der traditionsreiche Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi's) ist bei seiner Rückkehr an die Börse auf großes Anlegerinteresse gestoßen. Papiere der Blue-Jeans-Ikone, die unter dem Tickerkürzel "LEVI" an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet wurden, gingen mit einem Plus von 32 Prozent aus dem Handel. Aktuell hält sich die Aktie mit einem Minus von 0,9 Prozent in einem schwächeren Markt recht gut.

An der NYSE waren zudem ungewöhnlich viele Menschen in Jeans zu sehen - der Börsenbetreiber hob zu Ehren des Neulings auch auf dem Handelsparkett seine "No Jeans"-Vorschrift auf, so dass auch die Börsenhändler Levi's tragen konnten.

Elon Musk macht Tempo

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
236,38
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Tesla-Chef Elon Musk macht offenbar schwer Druck in seinem Unternehmen. Laut einem Bericht des "Business Insider" hat der Manager die Mitarbeiter einer E-Mail aufgefordert, freiwillig bei der Auslieferung von Fahrzeugen bis Ende März zu helfen. Das solle die "oberste Priorität" für jeden Tesla-Mitarbeiter sein.

Offenbar fürchtet Musk die Reaktion der Börse, sollten die Auslieferungszahlen im ersten Quartal enttäuschen. Die Tesla-Aktie hinkt dem S&P 500 schon seit geraumer Zeit hinterher.

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Die zehn beliebtesten E-Autos in Deutschland 2018 Galerie

Platz 10: VW e-up!
Der Volkswagen e-up! sichert sich im Ranking der meisten Elektroautos, die im Jahr 2018 in Deutschland wurden zugelassen wurde, den 10. Platz - mit 1.019 neuen Zulassungen. Preis: ab 23.000 Euro.

rm

Tagestermine am Montag, den 25. März

Unternehmen:
Scout24: Jahreszahlen (endgültig), 7:30 Uhr
Freenet: Geschäftsbericht
ING: Investorentag
Apple Keynote: Evtl. Vorstellung eines Video-Dienstes

Konjunktur:
Deutschland: Ifo-Geschäftsklimaindex 3/19, 10:00 Uhr
USA: CFNA-Index 2/19, 13:30 Uhr