Marktbericht 20:10 Uhr

Marktbericht positiv

Dax im Verlauf immer besser Die Zuversicht steigt wieder

Stand: 20.05.2020, 20:10 Uhr

Die Anleger haben zur Wochenmitte anfängliche Corona-Sorgen abgeschüttelt und bei Aktien wieder zugegriffen. Die Hoffnung auf eine baldige Erholung der Wirtschaft bleibt damit bestimmend. Vor allem in Sachen Corona-Impfstoff tut sich derzeit so Einiges, was die Fantasie zusätzlich anheizt.

Die Anleger setzen damit weiter auf eine Erholung der Wirtschaft in Corona-Zeiten - und auf Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffes. Nachdem diese Hoffnungen am Morgen nach Zweifeln an den Impfstofffortschritten der US-Biotechfirma Moderna noch eine Dämpfer bekommen hatten, sah es am Nachmittag schon wieder ganz anders aus.

Denn die ebenfalls amerikanische und an der Technologiebörse Nasdaq gehandelte Biotechfirma Inovio berichtete heute über ermutigende Testergebnisse für einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Den Angaben zufolge verliefen Tierversuche erfolgreich. Erste Ergebnisse von Tests eines Impfstoffs an Menschen würden für Juni erwartet. Auch das Moderna-Papier legt wieder zu.

Moderna: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
65,53
Differenz relativ
+4,02%
Nasdaq Composite: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
9.324,59
Differenz relativ
+0,43%

Dax still und leise nach oben

Neue Hoffnung also am Markt, der angesichts schwacher Unternehmens- und Makro-Daten schon länger primär von den positiven Erwartungen der Anleger getragen wird. Die Bullen verweisen dabei auf die stetigen Lockerungen der Beschränkungen in der Krise und auf sinkende Fallzahlen. Unkenrufe einer zweiten Infektionswelle im weiteren Jahresverlauf, davon will derzeit niemand etwas hören an der Börse.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11.391,28
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+2,87%

Der Dax, der noch am Vormittag unter die Marke von 11.000 Punkte gefallen war, schloss am Ende bei 11.223 Punkten, ein Tagesgewinn von 1,3 Prozent. Damit arbeitete sich er Index am Nachmittag still und leise, aber stetig, nach oben.

Michael Hewson vom Broker CMC Markets glaubt, dass die Stimmungsschwankungen die Märkte auch in den kommenden Wochen beherrschen dürften. Die Investoren bewegen sich derzeit mit Blick auf die Fortschritte bei Impfstoffen und auf die Corona-Folgen für die Weltkonjunktur zwischen Hoffen und Bangen.

Wall Street auf Klettertour

In New York haben ebenfalls die Optimisten wieder das Ruder übernommen. Der Leitindex Dow Jones steigt bei Redaktionsschluss um rund 1,4 Prozent. Er macht damit die Verluste des Vortages wieder gut. Auch in den USA profitieren die Märkte von den sukzessive verkündeten Lockerungen in der Corona-Krise.

Zudem stützt die Erholung am Ölmarkt die Kurse. Neben den Biotechaktien stehen auch noch Facebook im Interesse der Anleger. Das Netzwerk will seine Plattform für Online-Einkäufe öffnen, was bei den Investoren gut ankommt. Am Abend erwartet die Street dann noch das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed vom 29.4. Fed-Chef Powell hatte zu Wochenbeginn die Märkte kräftig angetrieben mit seinem Bekenntnis, weiter jederzeit Gewehr bei Fuß zu stehen.

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
Kurs
24.752,99
Differenz relativ
+1,15%
S&P 500 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
Kurs
2.992,80
Differenz relativ
+1,28%
Facebook: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
220,70
Differenz relativ
+3,13%

Fresenius gibt das Tempo vor

Gefragt waren im Dax Fresenius, die mit deutlichen Avancen von über sieben Prozent nach einem positiven Analystenkommentar als Tagessieger durchs Ziel gingen. Auch die Konzerntochter FMC gehörte zu den Gewinnern heute. Der Kurszettel wurde am Nachmittag sukzessive immer grüner, auch Wirecard nach den jüngsten Verlusten und Chiphersteller Infineon legten stärker zu. Die Anleger blickten darüber hinaus auf die heutigen virtuellen Hauptversammlungen, unter anderem die Deutsche Bank und SAP hielten ihr Aktionärstreffen ab.

Lufthansa gaben 1,3 Prozent ab. Nachbörslich erklärte Kanzlerin Merkel, sie rechne mit einer baldigen Einigung über den Einstieg des Bundes. Nähere Details gab sie aber noch nicht bekannt.

Fresenius: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
43,88
Differenz relativ
+1,88%
Wirecard: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
87,15
Differenz relativ
+4,62%
Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
8,64
Differenz relativ
+7,49%

Euro knapp dran an der Marke von 1,10 Dollar

Am Devisenmarkt wird der Euro derzeit bei 1,0985 in Sichtweite der Marke von 1,10 Dollar, aber knapp unter Tageshoch gehandelt. Der Euro profitierte zuletzt von der insgesamt gestiegenen Zuversicht an den Finanzmärkten, aber auch von einem mit minus 18,8 Punkten besser als erwartet ausgefallenem Verbrauchervertrauen in der EU. Dieses fiel damit nicht ganz so desaströs aus wie erwartet. Experten hatten mit minus 23,8 Punkten ein noch viel schlechteres Ergebnis prognostiziert.

Auch der vor allem von Frankreich und Deutschland am Montag vorgelegte 500-Milliarden-Euro-schwere Wiederaufbauplan für die europäische Wirtschaft nach der Corona-Krise stützte die Gemeinschaftswährung, hieß es am Markt.

Laut Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann sei es zwar wahrscheinlich, dass der Plan noch verwässert werde. Mit Deutschland sei aber ein wichtiger Akteur ins Lager derer gewechselt, die nicht mehr nur der EZB den schwarzen Peter zuschieben wollten.

Die britische Notenbank nimmt in der Corona-Krise derweil keine geldpolitische Option vom Tisch. Auch negative Leitzinsen werden prinzipiell nicht ausgeschlossen, wie Zentralbankchef Andrew Bailey am Mittwoch im britischen Parlament während einer Anhörung sagte. Das Pfund verliert leicht zum Dollar.

Die Ölpreise bleiben im Vorwärtsgang. Sowohl die Nordsee-Sorte Brent als auch die US-Sorte WTI legen zu. Brent kostet dabei über 35 Dollar, WTI mittlerweile über 33 Dollar je Fass. Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche deutlich gefallen. Die Vorräte sanken um 5,0 Millionen auf 526,5 Millionen Barrel, wie das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einem Zuwachs von im Mittel 1,2 Millionen Barrel gerechnet. Die Feinunze Gold liegt mit 1.749 Dollar etwas höher als am Vortag.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
35,57
Differenz relativ
+1,98%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
33,75
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+2,12%
Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.729,20
Differenz relativ
-0,29%

Dividendenabschläge in Dax & Co

Deutsche Börse : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
153,55
Differenz relativ
+1,99%

Mehrere Aktien wurden heute mit Dividendenabschlag gehandelt. Bei der Deutschen Börse betrug der Abschlag entsprechend der Ausschüttung 2,90 Euro. Bei Rheinmetall lag er bei 2,40 Euro, bei Drillisch bei 0,05 Euro je Aktie.

Rückenwind für die Autoindustrie aus Brüssel

Die von der Corona-Krise stark getroffene Autoindustrie kann auf Unterstützung aus dem Haushalt der Europäischen Union hoffen. In einem Arbeitspapier der EU-Kommission wird vorgeschlagen, in den kommenden zwei Jahren 20 Milliarden Euro in ein Programm zu investieren, das Verbraucher zum Kauf sauberer Neuwagen animiert. Zudem könnte es 40 bis 60 Milliarden Euro für Investitionen in emissionsfreie Antriebe sowie weitere Mittel für Elektroladesäulen und Tankstellen für Alternativkraftstoffe geben. Dies berichten die "SZ" und "dpa".

Die EU-Kommission will am kommenden Mittwoch einen neuen Vorschlag für die EU-Finanzen von 2021 bis Ende 2027 vorlegen. Er soll auch einen Wiederaufbau-Plan für die von der Pandemie schwer gebeutelte Wirtschaft umfassen.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
50,29
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+0,42%
Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
31,88
Differenz relativ
+1,71%
Continental : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
82,90
Differenz relativ
+1,62%

SAP-AR-Chef Plattner: Keine Eile bei Nachfolger-Suche

SAP

SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
111,60
Differenz relativ
+4,91%

Der Softwarekonzern SAP will sich nach deutlicher Anwenderkritik und vielen Änderungen im Management wieder stärker um die Kundenwünsche kümmern. "Wir haben die Geduld unserer Kunden so manches Mal überstrapaziert", sagte Vorstandschef Christian Klein auf der Online-Hauptversammlung des Dax-Konzerns. "Das wissen wir - und das werden wir schleunigst wieder gutmachen." Mit seinem Plan zur Integration der vielen Einzelprodukte zu einem Angebot aus einem Guss sei der Dax-Konzern "auf einem sehr guten Weg", fügte Klein hinzu.

Der 40-jährige Klein führt die Geschäfte an der Spitze des wertvollsten deutschen börsennotierten Konzerns seit vergangenem Monat allein, nachdem die Amerikanerin Jennifer Morgan die erst im Oktober installierte Doppelspitze nach rund einem halben Jahr und internen Problemen schon wieder verlassen hat.  | mehr

Merkel: Entscheidung über Lufthansa-Hilfen in Kürze

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
8,64
Differenz relativ
+7,49%

Im Ringen um ein milliardenschweres staatliches Finanzpaket für die Lufthansa in der Corona-Krise deutet sich ein Ende der Hängepartie zm Einmstige des Bundes an. Bundeskanzlerin Merkel erklärte am Abend, die Regierung und der Dax-Konzern stünden kurz vor einer Einigung.

"Die Bundesregierung ist in intensiven Gespräche mit dem Unternehmen und der EU-Kommission", fügte sie hinzu. Sie könne aus laufenden Gesprächen aber keine Details berichten. LH-Aktien gaben am Mittwoch auf Xetra 1,3 Prozent nach auf 7,92 Euro.  | mehr

BASF: Dea kappt Prognose

BASF: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
46,71
Differenz relativ
+2,98%

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea streicht nach einem Nettoverlust im ersten Quartal seine Ausgaben für das laufende Jahr zusammen. Die Investitionen sollen mit 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro rund 30 Prozent geringer ausfallen als zunächst geplant, teilte die Beteiligung des Chemiekonzerns BASF am Mittwoch in Kassel mit. Die Dividende auf die Stammaktien hat Wintershall Dea ausgesetzt. Das bereinigte Ebitda brach von 832 Millionen auf 481 Millionen Euro ein. Das bereinigte Konzernergebnis sackte von plus 320 Millionen auf minus 78 Millionen Euro in den Keller.

VW muss Qualitätsstandards weiter verbessern

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
133,96
Differenz relativ
+0,89%

Im Rahmen der US-Verfahren im Dieselskandal haben Qualitätsprüfer im vergangenen Jahr weitere Verbesserungen des Umweltmanagementsystems im Volkswagen-Konzern empfohlen. Dabei ging es im Wesentlichen um Dokumentations- und Organisationsmängel, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Berichten hervorgeht. VW muss in weiteren Checks jeweils nachweisen, dass Mängel behoben oder Korrekturmaßnahmen ergriffen wurden. Das sei für die beanstandeten Mängel auch geschehen, sagte ein Sprecher.

Der sogenannte Sonderaudit des Umweltmanagementsystems ist Teil einer ganzen Reihe von Überprüfungen, die VW im US-Zivilverfahren rund um die Manipulation von Abgastests auferlegt worden waren.

VW: Werbespot "falsch und geschmacklos"

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
133,96
Differenz relativ
+0,89%

Volkswagen hat mit einem Werbespot für den neuen Golf heftige Kritik ausgelöst. Die kurze Sequenz zeigt einen schwarzen Mann, der von einer riesigen weißen Hand durchs Bild geschoben und anschließend in den Eingang eines Hauses geschnippt wird. Zudem war gegen Ende des Werbefilms eine Buchstabenfolge zu sehen, deren Einblendung das Wort "Neger" nahelegte.
"Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos", erklärte das Unternehmen. Dass der Clip bei vielen Beobachtern zu Empörung und Wut führe, könne man verstehen. "Wir distanzieren uns davon und entschuldigen uns dafür. Wir werden aufklären, wie das passieren konnte - und Konsequenzen daraus ziehen."

Salzgitter streicht Dividende und gibt Thyssen einen Korb

Der Stahlkonzern Salzgitter will wegen der Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr erstmals seit dem Börsengang 1998 keine Dividende ausschütten. Es sollten bisher 20 Cents nach 55 Cents im Vorjahr gezahlt werden. Zudem verschiebt Salzgitter seine für den 28. Mai geplante Hauptversammlung auf den 8. Juli (online).

Im Hinblick auf Hoffnungen der Gründung eines großen deutschen Branchenführers mit Thyssenkrupp zeigte sich der Konzern zurückhaltend. Man schätze sich, aber es gebe keine Verhandlungen, hieß es. Die Niedersachsen sind nach Thyssenkrupp die Nummer 2 in der deutschen Stahlbranche.

Salzgitter: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11,32
Differenz relativ
+0,89%
Thyssenkrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
5,60
Differenz relativ
+4,95%

Aareal-Aktie angetrieben

Aareal Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
17,04
Differenz relativ
+3,27%

Die Aareal Bank punktet bei Anlegern mit dem geplanten Verkauf von Anteilen an der IT-Tochter Aareon. Aktien der Immobilienbank am Mittwoch um bis zu 13,5 Prozent zu. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten bei dem Institut zu einem Sinneswandel beigetragen, sagte ein Händler. Im vergangenen Jahr hatte die Bank nach Druck des Hedgefonds Teleios bereits strategische Optionen für Aareon geprüft, sich aber gegen einen Verkauf entschieden. Teleios hält nach jüngsten Angaben knapp drei Prozent an dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer. Mit dem Partner solle das Wachstum der IT-Sparte forciert werden, teilte die Aareal Bank am Dienstagabend mit.

CTS Eventim enttäuscht Anleger

CTS Eventim: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
37,16
Differenz relativ
+3,97%

Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim ist wegen der Auswirkungen der Pandemie zum Jahresauftakt in die Verlustzone gerutscht. Vor Steuern stand ein Minus von 1,6 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte Eventim vor Steuern noch 41,6 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz brach von Januar bis März um 35 Prozent auf 184,6 Millionen Euro ein, das Ebitda sogar um 76 Prozent auf 13,5 Millionen. Im frühen Handel sackte der Titel um rund 2,8 Prozent ab.  | mehr

Heideldruck tief in den roten Zahlen

Der Konzernumbau und die Corona-Krise haben den Druckmaschinenbauer im Geschäftsjahr 2019/20 tiefer in die Verlustzone gedrückt als gedacht. Der Nettoverlust lag bei 343 (2018/19: plus 21) Millionen Euro, wie Heidelberger Druck mitteilte. 275 Millionen davon gingen auf das Konto des geplanten Abbaus von bis zu 2000 der 11.300 Stellen und andere Restrukturierungsmaßnahmen, aber auch das operative Ergebnis brach ein. Der Umsatz ging um sechs Prozent auf 2,35 Milliarden Euro zurück, allein in dem von der Virus-Krise beeinflussten vierten Quartal (bis März) brach er um 17 Prozent ein.

Lenovo mit heftigem Gewinneinbruch

Lenovo: Kursverlauf am Börsenplatz Tradegate für den Zeitraum 3 Monate
Kurs
0,50
Differenz relativ
+3,94%

Der chinesische PC-Hersteller hat aufgrund der Corona-Krise einen Gewinneinbruch im ersten Quartal verbucht. Der Nettogewinn fiel um 64 Prozent auf 43 Millionen Dollar, während der Umsatz um 9,7 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar sank, teilte Lenovo mit. Analysten hatten allerdings mit einem noch niedrigeren Gewinn gerechnet, deshalb legte der Aktienkurs zeitweise fünf Prozent zu. Lenovo habe die Produktion in China zu 100 Prozent wieder aufgenommen, sagte Lenovo-Chef Yang Yuanqing zu Reuters.
Der Konzern hatte aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung des Virus Fabriken schließen müssen, darunter ein großes Werk in Wuhan. Im zweiten Quartal erwartet Lenovo ein Umsatzwachstum für das PC- und Smartgeräte-Geschäft sowie für die Rechenzentrumssparte, weil mehr Menschen dauerhaft von zu Hause aus arbeiteten.

Fiat und Peugeot-Aktien auf Talfahrt

Aktien der vor der Fusion stehenden Autobauer Fiat Chrysler und der Opel-Mutter Peugeot sind am Mittwoch reihenweise aus den Depots der Anleger geflogen. Der Grund: Die von Fiat Chrysler wegen der Corona-Krise erhoffte milliardenschwere Staatshilfe hatte Fragen über einen wichtigen Baustein der geplanten Fusion aufgeworfen.

Nachdem Fiat Chrysler um ein staatlich garantiertes Darlehen gebeten habe, könnte Italien die als Teil des Zusammenschlusses vereinbarte Sonderausschüttung von 5,5 Milliarden Euro prüfen, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter am Dienstag zu Reuters. Die ordentliche Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr haben Fiat Chrysler und PSA wegen der Pandemie bereits gestrichen.

Schoeller-Bleckmann leidet unter US-Markt

Der Ölfeldausrüster hat im ersten Quartal erste Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren bekommen. Der für den Konzern wichtige nordamerikanische Markt, der bereits zuvor durch das zurückhaltende Investitionsverhalten der Ölkonzerne abgeschwächt war, habe die Aktivitäten weiter zurückgefahren, erklärte SBO. Der Umsatz sank auf 108,9 (121,1) Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebit) auf 12,1 (20,2) Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn allerdings auf 8,6 (7,7) Millionen Euro, was auf einen geringeren Steueraufwand zurückzuführen ist. Einen konkreten Ausblick wagte das Unternehmen nicht. Es sei aber mit einem "extrem anspruchsvollen Jahr 2020" zu rechnen.

Teuerstes Medikament der Welt vor Marktstart in Deutschland

Das derzeit teuerste Medikament der Welt kann nun auch in Deutschland auf den Markt kommen. Zolgensma habe eine vorläufige EU-Zulassung erhalten, bestätigte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch. Sie gilt demnach für die Behandlung von an spinaler Muskelatrophie (SMA) erkrankte Babys und Kinder mit einem Gewicht von bis zu 21 Kilogramm.

Zolgensma ist eine von der Novartis-Tochter Avexis entwickelte Gentherapie. Sie ist in den USA bereits seit einiger Zeit zugelassen und kostet dort lautet Listenpreis 2,1 Millionen Dollar (1,9 Millionen Euro). Die Erbkrankheit SMA löst unter anderem Muskelschwund aus. Unbehandelt führt sie oft vor Erreichen des zweiten Lebensjahres zum Tod.

Marks & Spencer-Aktie verkauft sich

Marks & Spencer: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,05
Differenz relativ
-1,40%

Die Aussicht auf einen beschleunigten Konzernumbau und einen verschärften Sparkurs ermuntert Anleger zum Einstieg bei Marks & Spencer. Die Aktien der britischen Kaufhauskette steigen um 6,7 Prozent. Das Unternehmen reagiert mit seinen Plänen auf den 21-prozentigen Gewinneinbruch durch die Corona-Krise.

Corona setzt Royal Caribbean schwer zu

Stornierungen wegen der Coronavirus-Pandemie setzen Royal Caribbean zu. Der Kreuzfahrtanbieter rechnet deshalb auch im laufenden zweiten Quartal mit einem Verlust. Im ersten Quartal stand ein Fehlbetrag von 1,44 Milliarden Dollar nach einem Gewinn von knapp 250 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum zu Buche. "Wenn unsere Schiffe wieder ablegen, werden sie in einer veränderten Welt segeln", sagte Vorstandschef Richard Fain.

Krisengewinner Lowe's

Lowe's: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
113,16
Differenz relativ
+2,99%

Ein Quartalsergebnis über den Markterwartungen hievt Lowe's auf ein Drei-Monats-Hoch. Die Aktie der US-Baumarktkette steigt im vorbörslichen Geschäft an der Wall Street um rund sechs Prozent. Weil viele Amerikaner die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie für Renovierungen nutzten, stieg der Gewinn zum Jahresauftakt auf 1,77 Dollar je Aktie. Analysten hatten nur mit 1,32 Dollar gerechnet.

Facebook mit Shopping-Offensive

Facebook: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
220,70
Differenz relativ
+3,13%

Facebook will es Geschäften ermöglichen, über das gleichnamige soziale Netzwerk sowie Instagram ihre Waren vorzustellen und zu verkaufen. Für die Betreiber werde der neue Dienst mit dem Namen "Shops" kostenlos sein, erklärte Konzernchef Mark Zuckerberg am Dienstag bei der Ankündigung in einem Videostream. Das Geschäftsmodell von Facebook beruhe vielmehr auf Werbung. Der US-Konzern hatte im vergangenen Jahr auf Instagram und WhatsApp begrenzte Möglichkeiten zum Online-Handel geschaffen.  | mehr

Erster Börsengang des Jahres perfekt

Trotz Corona-Krise hat es der Datenbank-Anbieter Exasol als erstes Unternehmen in diesem Jahr an die Frankfurter Börse geschafft. Die insgesamt gut neun Millionen angebotenen Aktien seien für 9,50 Euro je Stück verkauft worden, hieß es am Abend. Das Platzierungsvolumen beträgt somit rund 87,45 Millionen Euro. Die Preisspanne hatte bei 8,50 bis 10,50 Euro je Aktie gelegen. Am Montag sollen die Aktien erstmals an der Frankfurter Börse im Segment "Scale" ehandelt werden.  | mehr

rm

Tagestermine am Dienstag, den 26. Mai

Firmen:
Fraport: Verkehrszahlen, 21.KW, 07:00 Uhr
Suzuki: Jahreszahlen, 08:00 Uhr
Hella: Telefonkonferenz, 09:00 Uhr
Fraport: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Nordex: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Dr. Hönle: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Siemens: Abspaltungsbericht für Siemens-Energy, 10:00 Uhr
Basler: Hauptversammlung (online), 13:30 Uhr
Air France-KLM: Hauptversammlung, 14:30 Uhr
Merck & Co.: Hauptversammlung, 15:00 Uhr

Konjunktur:
Japan: All Industry Acitivity Index 03/20, 06:30 Uhr
EU: Acea Nfz.-Zulassungen 04/20, 08:00 Uhr
Deutschland: GfK-Verbrauchervertrauen 06/20, 08:00 Uhr
USA: CFNA-Index 04/20, 14:30 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen 05/20, 16:00 Uhr
USA: Verkauf neuer Häuser, 16:00 Uhr