Marktbericht 11:50 Uhr

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Richtung 11.200 Der Schwung ist raus

Stand: 14.02.2019, 11:50 Uhr

Die anfänglichen Kursgewinne haben sich überwiegend wieder in Luft aufgelöst. Aus dem Rahmen fällt wieder einmal die Wirecard-Aktie.

Zu Beginn war das Glas noch halbvoll, nun ist es halbleer. Um die Mittagszeit liegt der Dax nur noch leicht über dem gestrigen Niveau. "Die Investoren setzen darauf, dass US-Präsident Donald Trump selbst ein schwaches Handelsabkommen mit China akzeptieren würde, um die Finanzmärkte nicht zu verstören", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Er könnte aber auch in letzter Sekunde vom rechten Flügel der Republikaner aus der Bahn geworfen werden und einen Deal am Ende doch noch scheitern lassen."

In Tokio blieb der Nikkei-Index am Donnerstag fast unverändert bei 21.139,71 Punkten. Am Devisenmarkt schwankt de der Euro läuft um die Marke von 1,1260 US-Dollar.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11.299,80
Differenz relativ
+1,89%
Nikkei 225 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
Kurs
20.900,63
Differenz relativ
-1,13%
Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,1293
Differenz relativ
-0,02%

Ölpreise steigen weiter

Im Schlepptau mit der Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit legen auch die Ölpreise weiter zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 64,33 US-Dollar. Das waren 72 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 38 Cent auf 54,28 Dollar.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
66,05
Differenz relativ
+2,37%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
55,33
Differenz relativ
+1,56%

Wirecard stark erholt

Wirecard: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
99,90
Differenz relativ
-2,30%

Die zuletzt häufig verprügelte Wirecard-Aktie steigt zur Abwechslung mal wieder deutlich. Laut der "FAZ" soll ein Leerverkäufer zugegeben haben, im Vorfeld von der kritischen Artikeln der "Financial Times" gewusst zu haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft München wegen Marktmanipulation gegen Unbekannt. Die "FT" erklärte, ihr Personal habe keine Informationen zu den Recherchen an Short Seller gegeben.

Derweil wurde bekannt, dass Blackrock seinen Anteil an Wirecard leicht verringert hat. Statt 6,24 Prozent beträgt der Gesamtanteil nun noch 5,90 Prozent. Gründe für die leichte Reduzierung des Anteils nannte der Großinvestor auf Nachfrage nicht.

Airbus trotzt A380-Belastung

Die Airbus-Aktien heben am Donnerstag um fast fünf Prozent ab. Trotz Sonderbelastungen durch den A380 und den Militärtransporter A400M schaffte der Luftfahrtkonzern einen fulminanten Gewinnsprung. Mit 3,05 Milliarden Euro verdiente Airbus 29 Prozent mehr Geld als ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 63,7 Milliarden Euro zu. Den Aktionären winkt eine zehn Prozent höhere Dividende von 1,65 Euro je Aktie. Zudem kündigte Airbus am Morgen an, mangels Aufträgen die Produktion des A380 einzustellen.  | mehr

Commerzbank: Gewinnsprung mit Dämpfer

Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
6,67
Differenz relativ
+5,52%

Die Commerzbank zahlt ihren Anteilseignern dank eines kräftigen Gewinnsprungs nach zwei Jahren wieder eine Dividende. Je Aktie sollen sie 20 Cent erhalten, teilte die im MDax notierte Bank mit. Im abgelaufenen Jahr verdiente das zweitgrößte deutsche Geldhaus unter dem Strich 865 Millionen Euro und damit fast siebenmal so viel wie ein Jahr zuvor.

Mit dem Nettogewinn übertraf die Commerzbank die Erwartungen von Analysten, die aber mit einer Dividende in der genannten Höhe gerechnet hatten. Im laufenden Jahr will Commerzbank-Chef Martin Zielke die Kosten der Bank unter 6,8 Milliarden Euro halten und die Erträge steigern. Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für die Commerzbank nach den Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 10,20 Euro belassen.  | mehr

Die Börse bejubelt Gerresheimer

Im MDax verbuchten die Gerresheimer Aktien massive Kursgewinne. Laut Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg sorgt für große Erleichterung unter den Anlegern, dass der Spezialverpackungshersteller einen ermutigenden Bericht für das abgelaufene Jahr und einen soliden Ausblick abgab. Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank lobte in einer ersten Einschätzung eine zuletzt exzellente Margenentwicklung.

Puma springt nicht hoch genug

Sportbekleidung von Puma ist vor allem in Asien und Nordamerika heiß begehrt. Dort wuchsen die Franken kräftig im vergangenen Jahr. Insgesamt erhöhte sich das operative Ergebnis um 38 Prozent auf 337 Millionen Euro. Die Erlöse kletterten währungsbereinigt um knapp 18 Prozent auf 4,65 Milliarden Euro und übertrafen die eigenen Prognosen. Die Analysten hatten allerdings einen Tick noch mehr erwartet. Die Puma-Aktien fallen zurück.  | mehr

Bilfinger will Krise hinter sich lassen

Der Ingenieurdienstleister Bilfinger hat sich dank einer stabilen Nachfrage seiner Kunden aus der Öl- oder Chemieindustrie weiter aus der Krise herausgearbeitet. Der Konzernverlust verringerte sich im vergangenen Jahr auf 24 von 89 Millionen Euro. Für das laufende Jahr geht Bilfinger von einem organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus, für das bereinigte Ebita rechnet das Unternehmen mit einer deutlichen Steigerung auf einen Wert von mehr als 100 Millionen Euro - nach 65 Millionen im Jahr 2018.

RIB Software gewinnt Vertrauen zurück

Der Bausoftwarehersteller RIB Software hat im vergangenen Jahr auch dank Zukäufen die eigene Umsatzprognose übertroffen. Im Gesamtjahr seien die Erlöse um 26,5 Prozent auf 137 Millionen Euro geklettert, hieß es vom Unternehmen. RIB hatte 124 bis 130 Millionen Euro angestrebt. Die um Sonder- und Währungseffekte bereinigte Ebitda-Marge lag mit 28 Prozent in der prognostizierten Bandbreite von 20 bis 30 Prozent. Das Unternehmen erwartet im laufenden Jahr weiter schnelles Wachstum und eine "hohe Profitabilität".  | mehr

BVB-Aktie bricht ein

Die Anteilsscheine des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund (BVB) brechen auf Tradegate um rund sechs Prozent ein. Der deutsche Tabellenführer hat das Hinspiel im Achtelfinale der Champions League bei britischen Vertreter Tottenham mit 3:0 verloren. Damit ist Dortmund so gut wie ausgeschieden. Es drohen empfindliche Einnahmeverluste.

USA und China pumpen Nestlé auf

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle hat im Jahr 2018 von einer kräftigen Nachfrage in Schwellenländern profitiert. Der Konzern verbuchte ein organisches Umsatzwachstum von drei Prozent nach 2,4 Prozent im Jahr davor. Damit erfüllte die Firma mit Marken wie Maggi und Nespresso die Erwartungen von Analysten und die eigene Prognose. Der Gewinn stieg auch dank eines Sonderertrags aus dem Verkauf des US-Süßigkeitengeschäfts um 42 Prozent auf 10,1 Milliarden Franken. Die Dividende soll von 2,35 auf 2,45 Franken je Aktie klettern.  | mehr

Credit Suisse: Verlustserie beendet

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat 2018 nach drei Verlustjahren in Folge wieder Gewinn gemacht. Unter dem Strich verdiente die zweitgrößte Schweizer Bank 2,1 Milliarden Franken. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Gewinn von 1,97 Milliarden Franken gerechnet. Die wichtigsten Ergebnis-Stützen waren der Heimmarkt Schweiz sowie das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft. Sorgenkind bleibt der Wertpapierhandel.

Gewinneinbruch bei Renault

Der französische Autokonzern Renault hat im vergangenen Jahr beim Betriebsergebnis einen Rückgang um knapp 22 Prozent auf 2,99 Milliarden Euro hinnehmen müssen, unter anderem wegen der Wirtschaftskrise in Argentinien. Der Umsatz sank um 2,3 Prozent auf 57,4 Milliarden Euro. Fürs laufende Jahr rechnet Renault wieder mit einem steigenden Umsatz. Allerdings stellte der Konzern die Prognose unter den Vorbehalt, dass es nicht zu einem "harten Brexit" kommt.

ME

Tagestermine am Montag, den 18. Februar

Unternehmen:
Reckitt Benckiser: Q4-Zahlen, 08:00 Uhr
Patrizia Immobilien: Jahreszahlen
Faurecia: Q4-Zahlen

Konjunktur:
Japan: Kernmaschinenaufträge im Dezember, 00:50 Uhr
Deutschland: Bundesbank-Monatsbericht im Februar, 12:00 Uhr

Sonstiges:
USA: Börsen wegen Feiertags geschlossen