Marktbericht 11:50 Uhr

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In Richtung 13.500 Der Dax beschleunigt

Stand: 14.01.2020, 11:50 Uhr

Die anfänglichen Kursverluste hat der Dax aufholen können. Inzwischen notieren die meisten Standardwerte im Plus. Spannend wird es noch vor Börseneröffnung in Amerika.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13.526,13
Differenz relativ
+0,72%

Bis zum Mittag gewinnt der Dax bis zu 0,3 Prozent auf 13.487 Punkte, nachdem er am Morgen noch um mehr als ein halbes Prozent eingebüßt hatte. An der Börse in Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent auf 24.025 Punkte zu. Am Devisenmarkt fällt der Euro in Richtung 1,1130 US-Dollar. Bei den Währungen reagieren die Anleger erleichtert auf Entscheidung der USA, China nicht länger als Währungsmanipulator einzustufen. Der Yuan steigt gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit sechs Monaten.

"Nach dem Handelsdeal ist vor dem Handelsdeal"

Die USA und China wollen nach bisheriger Planung morgen den ersten Teil eines Handelsvertrags unterzeichnen, mit dem der Zollstreit der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt beigelegt werden soll.

"Nach dem Handelsdeal ist vor dem Handelsdeal", gibt dazu Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel zu bedenken. "Dabei sind die tatsächlichen Regelungen des Vertragswerks überschaubar, es geht vor allem um den Verzicht auf weitere Zölle auf chinesische Importe durch die USA und um die Zusicherung erhöhter Abnahmemengen von US-Agrargütern durch China. Es ist daher anzunehmen, dass sich der Blick nach erfolgter Unterzeichnung auf die Verhandlungen zur „Phase II“ des Handelsdeals richten werden, die gemäß US-Präsident Trump zeitnah folgen sollen."

Berichtssaison beginnt

Mit Spannung erwarteten die Anleger zudem die anstehende Berichtssaison in den USA. "Dann wird sich zeigen, ob die hohen Bewertungen am Aktienmarkt gerechtfertigt sind", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Vom Datenanbieter Refinitiv befragte Experten rechnen damit, dass die Gewinne der 500 größten Unternehmen im vergangenen Quartal im Schnitt um 0,6 Prozent gesunken sind.

Den Anfang machen heute vor Börseneröffnung in Amerika große Banken wie JPMorgan, Wells Fargo und die Citigroup.

JPMorgan Chase: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
124,24
Differenz relativ
+0,76%
Wells Fargo: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
44,06
Differenz relativ
-0,37%
Citigroup: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
72,98
Differenz relativ
+0,08%

VW verkauft so viele Autos wie nie zuvor

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
181,36
Differenz relativ
+0,80%

Der VW-Konzern hat bei seinen Verkäufen 2019 entgegen ersten Schätzungen doch noch einmal zugelegt. Der Konzern lieferte im vergangenen Jahr mehr als 10,97 Millionen Fahrzeuge aus. Das entsprach einem leichten Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zu 2018. Im Herbst hatten die Wolfsburger erwartet, dass der Wert stagnieren würde - in manchen Regionen schwächte sich die Autonachfrage zuletzt ab. Bei der Kernmarke VW Pkw hatte vor allem ein gutes China-Geschäft zum Jahresende eine Aufholjagd gebracht, in der Summe stand hier eine Zunahme der Auslieferungen um 0,5 Prozent auf 6,28 Millionen Wagen.

Verkaufsempfehlung für Beiersdorf

Die französische Großbank Société Générale (SocGen) hat die Aktien des Konsumgüterherstellers Beiersdorf von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 110 auf 99 Euro gesenkt. Das sich abschwächende Wachstum der Marken Nivea und La Prairie bedrohe die Schätzungen für 2020 und die Bewertung, schrieb Analyst David Hayes.

Chinas Außenhandel sackt ab

Nach mehreren Jahren mit starken Anstiegsraten hat der Handelsstreit zwischen den USA und China das chinesische Außenhandelswachstum im vergangenen Jahr gestoppt. Auch eine Belebung am Jahresende konnte das Ergebnis nicht ins Positive drehen. In Dollar berechnet, fiel der gesamte Außenhandel 2019 im Vorjahresvergleich ein Prozent geringer aus. Die Exporte legten leicht, um 0,5 Prozent, zu. Die Importe nahmen hingegen um 2,8 Prozent ab. Experten hatten mit noch schwächeren Werten gerechnet.
Der Rückgang im Handel mit den USA fiel mit 14,6 Prozent besonders drastisch aus. Chinas Importe aus den USA brachen um 20,9 Prozent ein, die chinesischen Exporte in die USA gingen um 12,5 Prozent zurück.
Es gab aber einen Lichtblick für China: Der gesamte Außenhandel erholte sich im Dezember und stieg um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Experten führten den Anstieg zum Teil aber auch auf niedrige Vergleichszahlen zurück.

RAG schlägt mehr Evonik-Aktien los

Evonik: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
25,42
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+0,87%

Der Großaktionär des Chemiekonzerns Evonik RAG Stiftung hat sich von mehr Aktien als zunächst geplant getrennt. Es seien 5,4 Prozent des gesamten Grundkapitals der ausgegebenen Evonik Aktien veräußert worden, teilte RAG mit. Zunächst hatte RAG 5,2 Prozent angepeilt. Der Verkauf spülte 632,5 Millionen Euro brutto in die Kasse der Stiftung. RAG hält nun noch 58,9 Prozent an dem im MDax notierten Unternehmen. Der Verkaufspreis betrug 25,30 Euro je Aktie. Der Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft hatte bei 26,57 Euro gelegen. Nach Bekanntwerden der Pläne war der Kurs im späten Frankfurter Geschäft aber deutlich unter Druck geraten.  | mehr

Hella klammert sich an die Vorgaben

Hella: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
46,10
Differenz relativ
+0,57%

Der Scheinwerferspezialist Hella leidet unter dem weltweiten Rückgang der Automobilproduktion. Im Zeitraum von Juni bis November sank das operative Ergebnis um 13,1 Prozent auf 257 Millionen Euro. Auch der Umsatz schrumpfte um 3,2 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro. Immerhin: Hella hat sich laut Konzernchef Rolf Breidenbach besser entwickelt als der Markt. Breidenbach bekräftigte die Jahresziele seines Unternehmens. Demnach peilt er 2019/20 einen bereinigten Umsatz von rund 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro an. Die Ebit-Marge soll zwischen 6,5 bis 7,5 Prozent liegen.  | mehr

Dialog mit weniger Umsatz

Der Chipspezialist Dialog Semiconductor <GB0059822006> hat im vierten Quartal erwartungsgemäß einen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Erlöse fielen um knapp 12 Prozent auf 381 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen auf der Grundlage vorläufiger Berechnungen am Montagabend in London mitteilte. Anfang November hatte das Unternehmen einen Zielkorridor von 350 bis 390 Millionen Dollar genannt. Das gesamte Zahlenwerk will Dialog am 4. März veröffentlichen.

Südzucker rutscht in rote Zahlen

Südzucker: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
14,81
Differenz relativ
-1,33%

Die Südzucker AG ist auch im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 durch ein schwieriges Umfeld auf dem Zuckermarkt belastet. Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von 5,03 Milliarden Euro, 3,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Das operative Konzernergebnis lag bei 113 Millionen Euro und damit auf Vorjahresniveau.
Südzucker hat nun die Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20 konkretisiert. Es wird ein Konzernumsatz von 6,7 bis 7 Milliarden Euro erwartet, das operative Konzernergebnis soll sich zwischen 70 und 130 Millionen Euro einpendeln. Im Vorjahr lag das Konzernergebnis bei nur 27 Millionen Euro.  | mehr

Qiagen baut Amgen-Kooperation aus

Das Biotechnunternehmen Qiagen erweitert die Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Amgen. Die Kooperation mit dem amerikanischen Unternehmen betreffe die Entwicklung von gewebebasierten Begleitdiagnostika für Amgens Krebsmedikament AMG 510, teilte Qiagen mit. Die Vereinbarung konzentriere sich zunächst auf Begleitdiagnostika für nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, ermögliche aber auch die Weiterentwicklung der Tests für andere klinische Entwicklungsprogramme im Bereich Onkologie von Amgen.

Qiagen: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
30,99
Differenz relativ
+0,81%
Amgen: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum Intraday
Kurs
241,49
Differenz relativ
+0,41%

Visa kauft Start-up für mehr als fünf Milliarden

Visa: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
184,00
Differenz relativ
+2,00%

Der Kreditkarten-Gigant Visa übernimmt für 5,3 Milliarden Dollar das Finanztechnologie-Start-up Plaid. Eine entsprechende Vereinbarung gaben die Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss bekannt. Plaid bietet Software zur Verknüpfung digitaler Zahlungs-Apps wie Paypals Venmo oder Transferwise mit Bankkonten an. Die Firma wurde 2013 gegründet und ist in der kalifornischen Metropole San Francisco ansässig.

Lindt wächst stärker als der Markt

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt hat den Umsatz im Jahr 2019 auch dank neuer Shops um 4,5 Prozent auf 4,51 Milliarden Franken gesteigert. Das für seine Goldhasen und Lindor-Kugeln bekannte Unternehmen wuchs damit nach eigenen Angaben stärker als der Schokolademarkt insgesamt und gewann Marktanteile. An der langfristigen Prognose eines Wachstums aus eigener Kraft von fünf bis sieben Prozent hält Lindt fest. Die operative Marge soll jährlich um 20 bis 40 Basispunkte verbessert werden.

Opel will mehr Stellen abbauen

Die Peugeot-Tochter Opel kämpft einem Medienbericht zufolge weiter mit Überkapazitäten und will daher bis zu 4.100 Jobs zusätzlich abbauen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmens- und Gewerkschaftskreise. Nach monatelangem Ringen hätten sich Management und Betriebsrat auf die Details des weiteren Abbaus verständigt.

Bitcoin auf Zwei-Monats-Hoch

Die bekannteste Kryptowährung, der Bitcoin, setzt seinen Erholungskurs fort und steigt um 5,5 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 8.578,26 Dollar. "Anleger laufen sich für das anstehende 'Halving' warm", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Es soll voraussichtlich im Mai dieses Jahres stattfinden. "Halving" bezeichnet die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch das Schürfen neu geschaffen werden kann und Inflation verhindern soll.

ME/dpa/rtr

Tagestermine am Montag, den 20. Januar

Firmen:
BHP Group: Halbjahres-Produktionsbericht, 22:30 Uhr

Konjunktur:
Japan: Industrieproduktion im November, 05:30 Uhr
Deutschland: Erzeugerpreise im Dezember, 08:00 Uhr
Deutschland: Januar-Monatsbericht der Bundesbank, 12:00 Uhr
Schweiz: IWF-Ausblick mit Präsidentin Georgiewa und Chefvolkswirtin Gopinath vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos, 14:00 Uhr

Sonstiges:
USA: Wall Street wegen Martin-Luther-King-Day geschlossen