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Weitere Erholung wahrscheinlich Der Ball liegt bei Trump

Stand: 12.02.2019, 07:20 Uhr

Am deutschen Aktienmarkt stehen sie Zeichen auch heute auf grün. Der Dax dürfte sich zunächst über 11.000 Punkten festigen. Hoffnung kommt aus Amerika und Japan.

Laut den Berechnungen von Banken und Brokern notiert der deutsche Leitindex am Morgen bei rund 11.065 Punkten und damit etwas weniger als ein halbes Prozent höher als gestern. Der Nikkei-Index sprang um 2,6 Prozent auf 20.864 Punkte nach oben. Der Euro schwankt seit gestern Nachmittag um die Marke von 1,1280 US-Dollar.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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11.299,80
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+1,89%
Nikkei 225 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
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20.900,63
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Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1,1293
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-0,02%

Wenig Bewegung in Amerika

Die US-Börsen kamen gestern wenige Tage vor Ablauf der Frist im Haushaltsstreit wegen der Aussicht auf einen möglichen erneuten "Government Shutdown" kaum von der Stelle. "Die Vergangenheit hat zwar gezeigt, dass die US-Wirtschaft kurze Shutdowns immer ganz gut wegstecken konnte", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Zwei Regierungsschließungen in so kurzer Zeit führen mit Gewissheit zu Kollateralschäden bei der wirtschaftlichen Entwicklung."

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent tiefer bei 25.053 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 2.709 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 7.307 Punkte.

Nun muss sich Trump bewegen

Nach dem Ende des Börsenhandel wurde bekannt, dass Unterhändler der Republikaner und der Demokraten eine vorläufige Einigung erzielt haben. Allerdings sieht die Übereinkunft nach Angaben eines Kongressmitarbeiters kein Geld für den von Präsident Donald Trump geforderten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko vor. Ob der Kompromiss damit vor Samstag eingetütet werden kann und somit eine erneute Haushaltssperre vermieden werden kann, erscheint damit durchaus fraglich zu sein. Denn Trump muss das Etatgesetz unterschreiben. Und er bei dieser Vereinbarung das Gefühl haben wird, dass er sein Gesicht wahren kann?

Thyssenkrupp geht geschwächt in die Aufspaltung

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 beim bereinigten Ebit einen Rückgang um mehr als ein Drittel auf 168 Millionen Euro verbucht. Grund für den Ergebnisrückgang war eine schwächere Nachfrage in der Automobilindustrie sowie Produktionsunterbrechungen durch das Niedrigwasser des Rheins. Beim Nettoergebnis konnte Thyssenkrupp hingegen um knapp 70 Prozent auf 136 Millionen Eurozulegen. Allerdings war das Vorjahresquartal durch negative Effekte im Zuge der US-Steuerreform belastet gewesen.

Zwar wurde die Prognose bestätigt. Das Management ergänzte jedoch: "Gleichzeitig nehmen aber konjunkturelle und politische Unsicherheiten zu."  | mehr

Amazon steigt ins Router-Geschäft ein

Amazon kauft den amerikanische Router-Hersteller Eero. Dieser bietet sogenannte Mesh-Systeme an, bei denen mehrere Wifi-Router zusammengeschaltet werden, um größere Flächen ohne Geschwindigkeitsverlust abzudecken. Der Zukauf solle den Anschluss vernetzter Geräte im Haushalt erleichtern, teilte Amazon am Montag mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Technik für Mesh-Netze bieten auch andere Firmen an - unter anderem Google und Netgear.

Apple in China in der Defensive

Der Absatz von iPhones in China ist zum Jahresende einer Studie zufolge um ein Fünftel gesunken. Zugleich verkaufte der heimischer Rivale Huawei 23 Prozent mehr Smartphones in der Volksrepublik, wie das Analysehaus IDC mitteilte.

Damit kam das US-Unternehmen zum Jahresende 2018 noch auf einen Marktanteil von 11,5 Prozent, 1,4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Wegen der Schwäche in China ging zuletzt der Apple-Umsatz zurück. Zahlen zu den verkauften Smartphones legte das Unternehmen nicht mehr vor.

ME

Tagestermine am Montag, den 18. Februar

Unternehmen:
Reckitt Benckiser: Q4-Zahlen, 08:00 Uhr
Patrizia Immobilien: Jahreszahlen
Faurecia: Q4-Zahlen

Konjunktur:
Japan: Kernmaschinenaufträge im Dezember, 00:50 Uhr
Deutschland: Bundesbank-Monatsbericht im Februar, 12:00 Uhr

Sonstiges:
USA: Börsen wegen Feiertags geschlossen