Marktbericht 9:30 Uhr

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Deutlich über 12.000 Dax weiter auf hohem Niveau

Stand: 13.06.2019, 09:30 Uhr

Anleger nehmen nach den starken Kursgewinnen der vergangenen zwei Wochen ein paar Gewinne mit. Allerdings fällt das Minus doch ziemlich überschaubar aus.

In der ersten halben Handelsstunde gibt der Dax um bis zu 0,3 Prozent auf 12.083 Punkte nach. "Oberhalb von 12.000 Punkten sind die Bullen weiter im Vorteil und dürften in Kürze den nächsten Angriff auf die 12.200-Punkte-Marke beginnen", hieß es dazu von den Analysten der UBS. Darüber läge das nächste Anlaufziel bei 12.310 Punkten - dem Zwischenhoch von Mitte Mai. Unter der runden Marke von 12.000 Punkten drohe dagegen eine Ausweitung der Korrektur bis 11.865 Punkte. Hier sollten dann wieder Käufer auf den Plan treten, um einen möglichen Rutsch bis 11.726 Punkte zu verhindern.

Der Nikkei-Index verlor heute ein halbes Prozent auf 21.032 Punkte. Am Devisenmarkt kletterte der Euro kurzzeitig auf über 1,13 US-Dollar.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.092,02
Differenz relativ
-0,04%
Nikkei 225 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
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21.124,00
Differenz relativ
+0,03%
Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1,1216
Differenz relativ
+0,03%

Wall Street und Nasdaq im Rückwärtsgang

An den amerikanischen Börsen ging es am Mittwoch überwiegend moderat nach unten. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent auf 26.005 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2,880 Zähler nach. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 7.793 Punkte.

Die anhaltenden Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China bremsten die Kauflaune. "Die Atmosphäre ist vergiftet", sagte ein hochrangiger westlicher Diplomat aus Peking.

Die Hoffnung auf mögliche Zinssenkungen konnte das nicht kompensieren. Die amerikanischen Verbraucherpreise für den Mai waren deutlicher zurückgegangen als erwartet. Die aktuell etwas schwächere Inflation würde der Notenbank Fed keine Steine in den Weg legen, falls sie ihre Geldpolitik lockern wollte, hieß es.

1&1 Drillisch im 5G-Rausch

Nach der beendeten 5G-Auktion standen Aktien der Mobilfunk-Konzerne im Rampenlicht. Besonders die Titel von 1&1 Drillisch. Sie sprangen zeitweise zweistellig nach oben, büßten dann aber bis Xetra-Schluss fast komplett ihre Gewinne ein. Die Papiere der Mutter United Internet stiegen um 1,4 Prozent. 1&1 Drillich hat im Rahmen der Versteigerung der neuen Mobilfunkfrequenzen für die 5G-Technologie sieben Blöcke für 1,07 Milliarden Euro ersteigert.

Von den 41 Frequenzblöcken entfallen die meisten auf die Deutsche Telekom - der frühere Staatsmonopolist konnte 13 Blöcke abräumen und muss dafür 2,17 Milliarden Euro zahlen. Auf Vodafone entfallen 12 Blöcke für 1,88 Milliarden Euro und auf Telefónica 9 für 1,42 Milliarden Euro.  | mehr

1&1 Drillisch: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
26,00
Differenz relativ
-4,97%
United Internet: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
30,85
Differenz relativ
-2,53%
Bundesnetzagentur Audio

Börse 6.00 Uhr: Telekommunikationsunternehmen im Blick

Sorgenfalten bei Maschinenbauern

Der deutsche Maschinenbau warnt angesichts internationaler Konflikte vor zunehmend negativen Folgen für die Branche. "Embargos gegen bestimmte Länder kosten auch bei deutschen Firmen Arbeitsplätze", sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker der "Augsburger Allgemeinen". "Mir macht es generell große Sorgen, dass die Wirtschaft zunehmend in Haftung genommen wird, um politische Ziele durchzusetzen, ob es um Russland oder den Iran geht."

Ein Arbeiter baut ein Getriebe für einen Omnibus zusammen Audio

B5 Börse 06.34 Uhr: Branchenverband VDMA besorgt

BMW verkauft deutlich mehr Autos

BMW hat im Mai von der Stammmarke 181.888 Autos verkauft - ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders die neuen Stadtgeländewagen aus der X-Modellreihe konnten den Münchenern einen kräftigen Schub geben - vor allem auch in China, wo BMW den neuen X3 seit einigen Monaten auch vor Ort produziert und nicht mehr importieren muss. In dem wichtigsten Einzelmarkt konnte BMW mit seinen Marken BMW und Mini im Mai insgesamt knapp ein Drittel mehr Autos verkaufen und stemmt sich damit erfolgreich gegen die Flaute am chinesischen Markt.

Varta stemmt Kapitalerhöhung

Der Batteriehersteller Varta hat bei einer Kapitalerhöhung rund 104 Millionen Euro eingesammelt. Über Nacht seien 2,2 Millionen neue Aktien zu je 46,70 Euro bei internationalen Investoren untergebracht worden, teilte Varta mit. Die Platzierung der neuen Aktien erfolgte ohne Abschlag gegenüber dem Xetra-Schlusskurs des Vortages. Mit dem frischen Geld will der Batteriehersteller seine Produktionskapazitäten erhöhen.

Schwarzer Tag für die Aurubis-Aktie

Europas größte Kupferhütte Aurubis hat nach einem fehlgeschlagenen Investitionsprojekt seinen Vorstandschef entlassen. Der Aufsichtsrat habe einstimmig beschlossen, Jürgen Schachler mit sofortiger Wirkung freizustellen, teilte der Hamburger Konzern am Nachmittag mit. Die bisher angefallenen Investitionskosten des Projektes werden Aurubis zufolge das Ergebnis des dritten Quartals mit rund 30 Millionen Euro belasten. Die Aktien von Aurubis sackten um knapp ein Prozent ab. Aurubis hatte bereits im April wegen fortgesetzter Produktionsstillstände die Gewinnprognose gesenkt.  | mehr

ME

Tagestermine am Montag, den 17. Juni

Unternehmen:
H&M: Q2-Zahlen, 8 Uhr

Konjunktur:
EZB: 20 Jahre Währungsunion, Rede von Mario Draghi in Sintra, 18:00 Uhr
USA: Empire State Index, Juni, 14:30 Uhr

Sonstiges:
Paris: Eröffnung der Luftfahrtmesse in Le Bourget