Marktbericht 20:10 Uhr

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Aktienrally zum Wochenstart Dax stürmt über 11.000 Punkte

Stand: 18.05.2020, 20:10 Uhr

Was für ein Wochenauftakt für die Bullen! Die Anleger setzten ganz auf einen baldigen Neustart der Wirtschaft und griffen kräftig zu. Rückenwind kam von der US-Notenbank, aber auch von einer bemerkenswerten Meldung, die Hoffnung macht in der Corona-Krise.

Moderna: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Denn die US-Biotechfirma Moderna berichtete über positive Ergebnisse einer Phase-I-Studie zu einem Corona-Impfstoff. Die an der Technologiebörse Nasdaq notierte Aktie legt kräftig zu, aktuell über 25 Prozent.

"Wenn es wirklich einen brauchbaren Impfstoff gibt, der massenhaft hergestellt werden kann, wäre das ein Durchbruch", sagte Anlage-Experte Rick Meckler vom Vermögensverwalter Cherry Lane. Dies gelte vor allem für jene Branchen, bei denen nicht sicher sei, ob die Lockerung der Restriktionen den gewünschten Effekt auf das Geschäft haben werde.

Dax schließt über 11.000 Punkten

Am Ende eines Wochenstarts nach Maß schloss der deutsche Leitindex 5,7 Prozent höher bei 11.058 Punkten, wobei es vor allem im späten Geschäft mit der festen Wall Street nochmal deutlich nach oben ging. Damit setzte der Index seine Erholung vom Freitag fort. In New York klettern derzeit die Kurse ebenfalls, der Dow Jones Index der Standardwerte steht 3,8 Prozent höher bei rund 24.600 Punkten.

ARD-Börsenstudio: Konrad Busen
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Börse 20.00 Uhr: Das war der Tag

Anleger kehren in der Hoffnung auf eine Überwindung der Corona-Krise wieder an den Markt zurück. "In Europa setzt sich die Lockerung der Restriktionen fort, während gleichzeitig die Anzahl der Neuinfektionen stabil bleibt", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Powell macht Dampf

Diese Lockerungen, unter anderem die geplante Öffnung der Grenzen in Europa für den Reiseverkehr, aber auch die Ankündigung von Fed-Chef Jerome Powell, wenn nötig mit weiteren Maßnahmen gegen die Krise Gewehr bei Fuß zu stehen, beflügelte die Fantasie der Anleger. Powell hatte sich am Sonntag in einem Interview geäußert. Beim Ausbleiben einer zweiten Pandemie-Welle rechne er mit einer Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr. Das ist genau das, was die Börse hören will.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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S&P 500 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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Zu schnell, zu viel?

Aber es gab auch kritische Stimmen zur plötzlichen Jubelhausse. "Die Erholung, die Powell beschreibt, ist alles andere als ein V", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. Bislang hätten die Börsen eine rasche Erholung eingepreist. "Im Fall eines lang gezogenen U halte ich die Kurse aktuell für zu hoch."

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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"Die Sorglosigkeit der Investoren nimmt wieder spürbar zu. Konjunkturängste und politische Risiken rücken in den Hintergrund", kommentierte Analyst Timo Emden. Laut Analyst Christian Schmidt von der Helaba muss "in den kommenden Wochen davon ausgegangen werden, dass sich der Kampf zwischen den Bullen und Bären fortsetzen wird". Auch die Entwicklung des Goldpreises zeige, dass bei den Investoren noch immer Sicherheit gefragt ist.

Die "Antikrisen-Währung" Gold konnte ihre anfängliches Siebeneinhalb-Jahres-Hoch von 1764,55 Dollar je Feinunze allerdings nicht halten. Bis zum Abend verbilligte sich das Edelmetall um 1,4 Prozent auf 1.732 Dollar. Auch die deutsche Notenbank meldete sich heute mit eher gesetzten Tönen zu Wort.

Bundesbank dämpft die Erholungsfantasie

Die Bundesbank rechnet noch im Frühjahr mit einer beginnenden Belebung der deutschen Konjunktur. Ausmaß und Geschwindigkeit blieben aber ungewiss, heißt es im neuesten Monatsbericht.

"Es besteht eine sehr hohe Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung", warnte die Bundesbank. "Diese hängt unter anderem vom weiteren Verlauf des globalen Infektionsgeschehens und der Eindämmungsmaßnahmen ab, aber auch von davon beeinflussten Veränderungen des Konsum- und Investitionsverhaltens." Das Bruttoinlandsprodukt brach im ersten Quartal um 2,2 Prozent ein - der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Vereinigung.

Alle 30 Dax-Aktien im Plus

Aber Nachdenkliches war heute nicht gefragt. Es gab im Dax keinen Verlierer auf dem Kurszettel. Gesucht waren besonders die zyklischen Autoaktien, aber auch Tagessieger MTU Aero, Deutsche Bank und die zuletzt stark verprügelte Wirecard-Aktie legten stark zu. Als defensiv geltende Aktien wie Vonovia oder Telekom gewannen zwar auch, aber nur unterdurchschnittlich.

Erholung am Ölmarkt geht weiter

Rückenwind gab es auch vom Ölmarkt, wo es heute ebenfalls kräftig bergauf ging. Sorgen vor einem Überangebot, die die Kurse lange gedrückt hatten, treten derzeit wieder in den Hintergrund. Denn zur von der Opec+ beschlossenen "offiziellen" Förderkürzung kommt derzeit eine weitere Verknappung des Angebots, nachdem zahlreiche US-Schieferölfirmen ihre Bohrlöcher zuletzt schließen mussten, da sie nicht mehr rentabel waren.

Allerdings behalten Experten auch den schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China im Blick, der allemal das Zeug hat, das gute Momentum am Markt wieder einzufangen. Nicht nur die Ölpreise legten zu, gefragt waren auch wieder Ölaktien, wie etwa die beide im Dow Jones enthaltenen Schwergewichte ExxonMobil und Chevron.

Bitcoin meldet sich zurück

Bei der Aufzählung der heutigen Kurstreiber darf auch die stabile Verfassung der Kryptowährung Bitcoin nicht fehlen. Die älteste Digitalwährung hat nämlich die zeitweisen Gewinnmitnahmen nach der Halbierung der Belohnung für das Schürfen von Bitcoins („Halving“) gut verkraftet. Zwar schmolzen die Tagesgewinne bis fast 10.000 Dollar relativ schnell wieder ab, die positive Reaktion gilt aber als Indikator für die Risikofreude der Anleger.

Euro wacht aus der Lethargie auf

Die europäische Gemeinschaftswährung wird am Abend mit 1,0914 Dollar und damit am Tageshoch gehandelt. Marktbeobachter sprachen davon, dass der US-Dollar als Hort der Sicherheit nicht mehr so gefragt sei, vor allem nach Meldungen über Fortschritte bei einem Corona-Impfstoff.

Der Euro hatte sich zuletzt in der Nähe der Marke von 1,08 Dollar eingependelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0832 (Freitag: 1,0798) US-Dollar fest. Am Abend wurde noch bekannt, dass Deutschland und Frankreich ein 500 Milliarden-Euro-schweres Aufbauprogramm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise vorschlagen.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt hat sich nach dem historischen Rückgang im Vormonat im Mai derweil stärker als erwartet erholt. Der NAHB-Hausmarktindex sei im Vergleich zum Vormonat um sieben Punkte auf 37 Punkte gestiegen, teilte die National Association of Home Builders am Montag in Washington mit. Im April war der Index im Zuge der Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren eingebrochen. Weitere nennenswerte Konjunkturdaten gab es heute weder aus Europa, noch aus den USA.

Der Yen schwächelt

US-Dollar in Yen: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Der japanische Yen gab gegenüber den meisten wichtigen Währungen nach. Die japanische Wirtschaft ist wegen der Corona-Krise im ersten Quartal in die Rezession gerutscht, wenngleich weniger deutlich als von Analysten erwartet. Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent. Viel schlimmer dürfe es im zweiten Quartal kommen. Einer Umfrage des Japan Center for Economic Research (JCER) unter Ökonomen zufolge dürfte Japans Wirtschaft im Quartal April bis Juni drastisch um weitere 5,8 Prozent zum Vorquartal schrumpfen.

Verkauft Softbank seine Anteile an T-Mobile US?

Der japanische Mischkonzern Softbank befindet sich einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge in Gesprächen über den Verkauf "eines signifikanten Anteils" seiner T-Mobile US-Beteiligung an die Deutsche Telekom. Bei einem Verkauf würde die Telekom ihren Anteil an der US-Tochter auf über 50 Prozent steigern. Sowohl bei SoftBank als auch bei der Deutschen Telekom war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Anfang April hatte T-Mobile US ihre Megafusion mit dem US-Rivalen Sprint im dritten Anlauf unter Dach und Fach gebracht. Ursprünglich sollte die Deutsche Telekom an der neuen T-Mobile rund 43 Prozent der Anteile halten.  | mehr

VW-Chef Diess dringt auf Konjunkturhilfen

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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VW-Chef Herbert Diess dringt wegen der drohenden Rezession in der Corona-Krise auf ein staatliches Konjunkturprogramm. Angesichts kaum ausgelasteter Produktionskapazitäten sei ein Anschub nötig, um der Wirtschaft auf die Beine zu helfen, sagte der Manger. Diess verwies auf China als Beispiel, wo die Wirtschaft sich inzwischen rasch erhole. Eine solche V-Form in der Krisenbewältigung sei auch in Deutschland möglich. "Wenn wir jetzt vielleicht in der kritischen Phase zu zögerlich sind, zu lange warten, abwarten, bis einzelne Unternehmen in Schieflagen kommen, dann wird es glaube ich sehr kritisch", mahnte der VW-Chef. Volkswagen rechnet nach früheren Angaben wegen der Pandemie im laufenden zweiten Quartal operativ mit roten Zahlen.

Deutsche Bank vereinigt IT-Systeme

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Deutsche Bank hat den Umbau der Privatkundensparte abgeschlossen und sieht damit einen wichtigen Meilenstein ihrer neuen Strategie erreicht. Über das Wochenende verschmolz sie die Systeme der DB Privat- und Firmenkundenbank AG auf die des Konzerns, wie der stellvertretende Vorstandschef Karl von Rohr am Montag zu "Reuters" sagte.

Mit der Integration senke die Bank die Kosten und schaffe zahlreiche praktische Erleichterungen. "Wir haben weniger organisatorische Einheiten, weniger Komplexität und weniger Aufwand", sagte der Manager. Zudem erleichtere sich nun die geplante Verschmelzung der Postbank-IT auf die Systeme der Deutschen Bank.

Thyssenkrupp wird umgebaut

Thyssenkrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Beim kriselnden Industriekonzern Thyssenkrupp hat heute der Aufsichtsrat getagt. Der MDax-Konzern soll mit einem weiteren Umbau zurück in die Erfolgsspur geführt werden. Die Geschäfte werden dazu in zwei Kategorien unterteilt: Solche, die alleine oder mit Partnern fortgeführt werden und solche, außerhalb der Gruppe, hieß es am Abend nach Börsenschluss.

Im Stahlgeschäft und bei Marine Systems will Thyssenkrupp sich besser aufstellen, parallel aber auch mögliche Partnerschaften und Konsolidierungen verfolgen. Gespräche für eine Stahlpartnerschaft wurden bestätigt. Für Geschäfte mit einem Umsatz von sechs Milliarden Euro strebt der Konzern vorrangig Lösungen außerhalb des Unternehmens an.

500-Millionen-Auftrag für Hochtief

Der Baukonzern Hochtief hat den Auftrag für die neue A40-Rheinbrücke in Duisburg erhalten. Das Gesamtvolumen des Auftrags beträgt rund 500 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Essen mitteilte. Das Projekt umfasse außerdem den Bau anschließender Autobahnabschnitte. Die Bauarbeiten sollen Anfang Juni beginnen und 2026 abgeschlossen sein. Laut Hochtief handelt es sich bei dem Projekt um die Deutschlands längste freispannende Schrägseilbrücke.

Steinhoff: Aufsichtsrats-Chefin geht

Der südafrikanisch-deutsche Möbel- und Handelskonzern braucht einen neuen Chef für seinen Aufsichtsrat. Aufsichtsratschefin Heather Sonn, die bei der Aufarbeitung des Bilanzskandals eine wichtige Rolle gespielt hatte, hat ihren Rücktritt erklärt. Eine Investmentfirma, an der Sonn beteiligt ist, habe Geschäfte mit einem Unternehmen gemacht, das offenbar heimlich indirekt von Steinhoff finanziert worden sei, so Sonn. Sie habe von den Geschäften nichts gewusst, habe aber versprochen, hohe Maßstäbe an sich anzulegen, und lege daher alle ihre Ämter nieder.

Ado Properties bekommt Berliner Mietendeckel zu spüren

Die Erträge aus Vermietung sind im ersten Quartal aufgrund von Veräußerungen und wegen des Berliner Mietendeckels um 17 Prozent auf 29,4 Millionen Euro gesunken, so der auf Berlin spezialisierte Immobilienkonzern Ado Properties. Das operative Ergebnis (FFO1) sank entsprechend in den ersten drei Monaten auf 11,5 Millionen Euro, nach 16,7 Millionen Euro vor einem Jahr. Allerdings hat Ado durch den Zusammenschluss mit Adler Real Estate Anfang April den Anteil seiner Wohnimmobilien in Berlin deutlich reduziert und rechnet daher künftig mit deutlich geringeren finanziellen Auswirkungen durch den Mietendeckel. Den Einfluss der Corona-Pandemie schätzt der Vorstand gering ein.
 

Ryanair warnt vor höherem Verlust und Lauda-Air-Ende

Europas größter Billigflieger Ryanair wird im ersten Geschäftsquartal 2020/21 einen noch höheren Verlust einfliegen als befürchtet. So dürfte zwischen April und Juni unter dem Strich ein Verlust von über 200 Millionen Euro anfallen. Bisher hatten die Iren einen Verlust von 100 Millionen Euro erwartet. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 verdiente Ryanair noch rund eine Milliarde Euro.

Am härtesten könnte es die österreichische Ryanair-Tochter Lauda Air treffen. Ihr droht das Aus. Lauda stehe vor einer "existenziellen Krise", und die Basis in Wien dürfte Ende Mai schließen, warnte Konzernchef Michael O'Leary am Montag.

Moderna: Chancen auf Corona-Impfstoff steigen

Moderna: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Positive Zwischenergebnisse einer Phase-I-Studie zu einem Coronavirus-Impfstoffkandidaten haben die Aktien von Moderna am Montag vorbörslich kräftig angetrieben. Die Papiere des Biotech-Unternehmens sprangen um 36 Prozent auf über 90,75 Dollar. Moderna hatte mitgeteilt, dass sich der Impfstoffkandidat mRNA-1273 in einer Phase-1-Studie bislang als sicher und gut verträglich erwiesen habe und bei den Testkandidaten erste Anzeichen einer positiven Immunreaktion gezeigt habe. Moderna entwickelt in den USA zusammen mit der Gesundheitsbehörde NIH einen Impfstoff. Die Biotechfirma kooperiert mit dem Schweizer Pharmazulieferer Lonza.

Knapp 100 Apple-Läden wieder offen

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Tradegate für den Zeitraum Intraday
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Der US-Technologiekonzern hat einem Medienbericht zufolge knapp 100 Geschäfte weltweit wieder geöffnet. Mit einer reduzierten Kundenanzahl, Einzelbetreuung im Kundendienst sowie Gesichtsmasken für Angestellte und Kunden soll die Sicherheit in den Apple-Stores gewährleistet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Unternehmensmitteilung. Kunden würden Masken zur Verfügung gestellt bekommen, falls sie keine vorweisen könnten. Zudem biete das Unternehmen die Abholung und Rückgabe reparierungsbedürftiger Produkte von zu Hause an. Apple kündigte zudem an, in dieser Woche mehr als 25 seiner Filialen in den USA wieder zu öffnen.

Uber baut noch mehr Stellen ab

Der US-Fahrdienstvermittler hat mit Verweis auf die Folgen der Corona-Pandemie den Abbau von weiteren 3.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Uber-Chef Dara Khosrowshahi erklärte in einer E-Mail an die Mitarbeiter, das Unternehmen werde außerdem seine Investitionen außerhalb des Kerngeschäfts kürzen. Die Zahl der gebuchten Fahrten sei im April weltweit um 80 Prozent eingebrochen. Zu Beginn des Monats hatte Uber schon den Abbau von 3.700 Arbeitsplätzen angekündigt.

Goldman Sachs: Liebesentzug aus Omaha

Die US-Investmentfirma Berkshire Hathaway der Investorenlegende Warren Buffett hat ihre Beteiligung an der Großbank Goldman Sachs deutlich verringert. Aus einer Mitteilung der Firma, die das Porfolio per 31. März aufzeigt, geht hervor, dass Berkshire ihren Anteil an dem Geldaus um 84 Prozent auf rund 1,9 Millionen Aktien von zwölf Millionen Aktien drei Monate zuvor reduziert hat. Die verbleibenden 1,9 Millionen Papiere sind noch 330 Millionen Dollar wert. Auch stutzte Berkshire seinen Anteil an Amerikas größter Bank, JP Morgan Chase, um drei Prozent.  | mehr

Huawei nach US-Sanktionen im Überlebenskampf

Der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphonehersteller Huawei hat die Exportbeschränkungen der USA als "willkürlich" und geschäftsschädigend bezeichnet. Chairman Guo Ping sagte, für Huawei gehe es um das "Überleben". Huawei habe alle Regeln und Vorschriften der US-Regierung eingehalten.

Am Freitag hatte das US-Handelsministerium erklärt, Chiphersteller dürften keine Halbleiter an den weltweit zweitgrößten Smartphoneproduzenten liefern, sofern diese auf Software und Technologie aus den USA beruhten. Huawei benötigt die Chips für seine Smartphones und Netzwerk-Ausrüstung. US-Geheimdienste werfen dem Marktführer Huawei und ZTE vor, Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen.

Milliardärsfamilie plant Mega-Kaffeebörsengang

Ein möglicher Börsengang des Kaffeekonzerns JDE Peet's an der Amsterdamer Börse soll laut einem Bericht der "Financial Times" bis zu zwei Milliarden Euro einbringen. Er wäre damit der größte Börsengang in Europa in diesem Jahr. Die Emission soll laut Insidern noch in dieser Woche offiziell angekündigt werden. Der größte Konkurrent von Nestlé im Kaffee-Geschäft gehört mehrheitlich der Holding JAB der deutschen Milliardärsfamilie Reimann, die selbst bei der Emission der "FT" zufolge keine Aktien verkaufen wolle. JAB hatte zur Vorbereitung auf den Börsengang den weltweit zweitgrößten Kaffeeröster Jacobs Douwe Egberts (JDE) mit der US-Kaffeekette Peet's zusammengelegt.  | mehr

 rm

Tagestermine am Dienstag, den 26. Mai

Firmen:
Fraport: Verkehrszahlen, 21.KW, 07:00 Uhr
Suzuki: Jahreszahlen, 08:00 Uhr
Hella: Telefonkonferenz, 09:00 Uhr
Fraport: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Nordex: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Dr. Hönle: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Siemens: Abspaltungsbericht für Siemens-Energy, 10:00 Uhr
Basler: Hauptversammlung (online), 13:30 Uhr
Air France-KLM: Hauptversammlung, 14:30 Uhr
Merck & Co.: Hauptversammlung, 15:00 Uhr

Konjunktur:
Japan: All Industry Acitivity Index 03/20, 06:30 Uhr
EU: Acea Nfz.-Zulassungen 04/20, 08:00 Uhr
Deutschland: GfK-Verbrauchervertrauen 06/20, 08:00 Uhr
USA: CFNA-Index 04/20, 14:30 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen 05/20, 16:00 Uhr
USA: Verkauf neuer Häuser, 16:00 Uhr