Marktbericht 20:10 Uhr

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11.000 Punkte in Reichweite Dax-Rally hält an

Stand: 10.01.2019, 20:10 Uhr

Die Hoffnungen auf ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA sind am Donnerstag etwas abgeflaut. Anleger machten Kasse. Nach einem schwachen Start schaffte aber der Dax noch den Sprung ins Plus.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Lange Zeit hatte es am Donnerstag nach einem trüben Börsentag ausgesehen. Der Dax rutschte zeitweise unter die 10.800 Punkte und verharrte in der Verlustzone. Doch am Nachmittag kam die Wende - dank Schützenhilfe aus den USA. Als der Dow nach anfänglichen Verlusten ins Plus drehte, folgte der Dax dem "großen Bruder" und legte einen Schlussspurt hin. Der deutsche Leitindex ging mit einem Aufschlag von knapp 0,3 Prozent in den Feierabend und liegt nun nur noch 79 Zähler unter der Marke von 11.000 Punkten. Seit Freitag hat der deutsche Leitindex viereinhalb Prozent zugelegt.

US-Börsen rutschen ab

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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Die Wall Street hingegen konnte sich nicht in der Gewinnzone behaupten. Der Dow schwankte hin und her. Zwei Stunden vor Handelsschluss notierte er 0,2 Prozent tiefer. Die Euphorie über die Annäherung im Handelsstreit mit China ist am Donnerstag abgeebbt. Aus China hieß es in einer Mitteilung, die Gespräche hätten "das gegenseitige Verständnis vergrößert und eine Grundlage geschaffen, um die Besorgnisse beider Seiten anzusprechen". Börsianer hatten sich allerdings konkretere Aussagen erhofft. "Die Anleger sind etwas enttäuscht, weil es wohl keinen klaren Durchbruch bei den Handelsgesprächen von USA und China gegeben hat", sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Brokerhaus Forex.

Fed-Chef hat keine Eile

Für etwas Bewegung an den Börsen sorgte eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell. Trotz des Booms am US-Jobmarkt sieht der Fed-Chef keinen Grund zur Eile auf dem Weg zu höheren Zinsen. Die Notenbank könne angesichts des relativ gedämpften Preisauftriebs geduldig bleiben, sagte er vor dem Economic Club of Washington. Die Notenbank sei nicht auf eine bestimmte Zahl von Erhöhungen festgelegt. Die Währungshüter könnten flexibel und schnell reagieren, falls es die Konjunkturlage erfordern sollte.

Euro knapp über 1,15 Dollar

Ähnlich klang das gestern abend vorgelegte Fed-Protokoll zur letzten Sitzung. Viele Notenbanker vertraten dort die Ansicht, dass die Zentralbank bei der weiteren geldpolitischen Straffung "Geduld" aufbringen sollte. Der Dollar geriet kurz unter Druck. Der Euro stieg in der Spitze um 0,3 Prozent auf 1,1570 Dollar, den höchsten Stand seit fast drei Monaten. Im Laufe des Donnerstags gab der Euro seine Gewinne wieder ab. Am Abend rang die Gemeinschaftswährung mit der Marke von 1,15 Dollar.

Harter Brexit oder nicht?

Im Fokus der Märkte bleibt auch die Brexit-Debatte, insbesondere die Konsequenzen eines Ausscheidens Großbritanniens aus der EU ohne eine Regelung. Derzeit debattiert das britische Parlament darüber, ob es den von der Regierung ausgehandelten Scheidungsvertrag mit der EU billigen soll oder nicht. Aktuell zeichnet sich keine Mehrheit dafür ab, so dass ein chaotisches Ausstiegsszenario näher rückt. Am 15. Januar soll abgestimmt werden. Das britische Pfund, das sich zuletzt oberhalb von 1,27 Dollar stabilisiert hat, gab nach.

Ölpreise fallen zurück

Die Ölpreise haben am Donnerstag den starken Anstieg der vergangenen Handelstage vorerst nicht weiter fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um über ein Prozent auf 51,73 Dollar. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet mit 60,86 Dollar ebenfalls rund ein Prozent weniger. Am Ölmarkt wurden die Erwartungen an ein schnelles Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China gedämpft. Außerdem wurden die Notierungen durch die Entwicklung der US-Ölreserven belastet. Diese waren in der vergangenen Woche nicht so stark wie erwartet gesunken. Der Goldpreis stagniert bei 1.292 Dollar je Feinunze.

Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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51,94
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Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1.292,48
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Defensive Titel ganz vorn

Zu den Gewinnern des Tages gehörten heute die beiden Versorgeraktien und Fresenius. Im Gegenzug sackten die Aktien der Lufthansa, von Covestro und Conti ab. Am Dax-Ende rangierte die Lufthansa mit einem Minus von 2,7 Prozent. Auch andere Fluglinien mussten Federn lassen, Air France-Titel fielen in Paris um 3,8 Prozent. Die Stimmung im Sektor verdarb ein Kurseinbruch bei American Airlines von mehr als sieben Prozent

Volkswagen: Erster Rückgang in China seit 20 Jahren

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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144,90
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Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat wegen des kriselnden chinesischen Automarktes im vergangenen Jahr nur ein knappes Verkaufsplus erzielt. Insgesamt legten die Auslieferungen weltweit um 0,2 Prozent auf 6,24 Millionen Autos zu. Im Dezember gab es einen empfindlichen Rückgang um 9 Prozent, vor allem weil die Verkäufe in China spürbar einbrachen. Auch auf Jahressicht verkaufte VW mit seinen Partnern in China weniger Fahrzeuge.  | mehr

Ford zieht in Europa die Reißleine

Ford: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Ford will sein tief in den Verlusten steckendes Europageschäft umbauen und tausende Arbeitsplätze streichen. Der US-Autobauer kündigte am Donnerstag ein Programm an, durch das die Kosten in diesem und im nächsten Jahr massiv gesenkt werden sollen. Zugleich will das Unternehmen in neue Modelle investieren und das Fahrzeugangebot elektrifizieren, um die schärferen EU-Klimavorgaben zu erfüllen. Unprofitable Fahrzeugmodelle sollen aus dem Angebot gestrichen werden.

Die Höhe des geplanten Personalabbaus nannte Armstrong nicht. Im Gespräch mit der nachrichtenagentur "Reuters" machte er jedoch klar, dass "tausende" Stellen wegfallen sollen. Ziel sei, in Europa eine langfristige operative Rendite von sechs Prozent zu erzielen. Im dritten Quartal 2018 hatte Ford in Europa einen Verlust von 245 Millionen Dollar eingefahren nach minus 192 Millionen vor Jahresfrist.

Lanxess kauft Aktien zurück

Größter MDax-Gewinner war Lanxess mit einem Kursplus von fast vier Prozent. Der Spezialchemiekonzern startet nach dem Kursrutsch der vergangenen Monate einen Aktienrückkauf. Von diesem Montag an sollen eigene Papiere im Gesamtwert von bis zu 200 Millionen Euro an der Börse erworben werden, kündigte Lanxess an. Auf Basis des Kursniveaus vom 9. Januar entspräche das rund 4,9 Prozent des Grundkapitals.

Bei Osram wird es finsterer

Osram: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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36,64
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Beim Lichtkonzern Osram kommt beim Blick auf die Zahlen des abgelaufenen Jahresviertels keine Freude auf. "Die ersten Daten deuten darauf hin, dass das vergangene Quartal bei uns noch schwächer ausgefallen ist als dies manche Finanzexperten und wir noch vor einigen Monaten erwartet haben", sagte Firmenchef Olaf Berlien der "Augsburger Allgemeine". Wichtige Kunden für Osram sind die Auto- und Smartphone-Industrie. Berlien verwies unter anderem auf deutliche Rückgänge der Autoverkäufe in China.  | mehr

Südzucker: Das war ja abzusehen

Südzucker: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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13,23
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Der Preisverfall bei Zucker und Bioethanol hat Südzucker im dritten Geschäftsquartal in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand in den drei Monaten bis Ende November ein Verlust von 31 Millionen Euro nach einem Gewinn von 32 Millionen ein Jahr zuvor, wie das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mitteilte. Während der Umsatz um fünf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurückging, sackte auch das operative Ergebnis mit 23 Millionen Euro ins Minus.

An seiner bereits im September gesenkten Prognose bis Ende Februar hält das Management fest. So soll der Konzernumsatz 6,6 bis 6,9 Milliarden Euro erreichen. Das operative Ergebnis soll zwischen 25 bis 125 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr hatte er noch 445 Millionen Euro erreicht.  | mehr

Rhön-Klinikum setzt auf das Smartphone

Rhön-Klinikum: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Rhön-Klinikum will künftig im großen Stil bei der Telemedizin mitmischen. Mit der Schweizer Medgate wurde die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vereinbart. Das geplante Joint Venture Medgate Deutschland werde Arztkonsultationen per Video und Telefon anbieten. Die Telemedizin habe "das Potenzial, sich zu einem wichtigen zusätzlichen Geschäftsfeld für unser Unternehmen zu entwickeln", erklärte Rhön-Chef Stephan Holzinger. Die Rhön-Aktien steigen leicht.  | mehr

Takeaway.com schmeckt immer mehr Kunden

Takeaway: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Bei der niederländischen Lieferando-Mutter haben im vierten Quartal deutlich mehr Kunden Essen bestellt. Die Zahl der Order stieg um 55 Prozent auf knapp 29,9 Millionen. Weitere Details will das Unternehmen am 13. Februar veröffentlichen.

Takeaway.com hatte sich mit seinem Berliner Wettbewerber Delivery Hero kurz vor Weihnachten darauf geeinigt, dessen deutsche Lieferdienste Foodora, Lieferheld und Pizza.de für rund 930 Millionen Euro zu übernehmen. Die Niederländer betreiben hier bereits das Portal Lieferando.de. Auf lange Sicht sollen Kunden nur noch dort bestellen. Die Unternehmen wollen den Deal in der ersten Jahreshälfte 2019 abschließen. Auch in Deutschland legte Takeaway.com im vergangenen Jahr deutlich zu.

Windeln.de beschließt Kapitalherabsetzung

Windeln.de: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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0,17
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Der defizitäre Online-Babyartikel-Händler ist vorerst gerettet. Die außerordentliche Hauptversammlung hat mit 99,8 Prozent der Stimmen die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 1:10 beschlossen. Erforderlich war eine Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen. Unter Zugrundelegung der Kapitalherabsetzung ergibt sich auf Basis des Schlusskurses vom 9. Januar ein rechnerischer Aktienkurs von über 1,00 Euro, was der gesetzliche Mindestbetrag für die Ausgabe neuer Aktien im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen ist. Windeln.de hatte Ende November den für dieses Jahr geplanten operativen Turnaround auf 2020 verschoben. Die Aktie stürzte daraufhin ab.

Macy's schockt die Anleger

Die Aktien von Macy's tauchen heute um rund 16 Prozent ab. Der Kaufhausbetreiber sah sich nach einer schwachen Umsatzentwicklung im Weihnachtsquartal dazu gezwungen, die bisherigen Jahresziele aufzugeben. Dies belastete auch andere Einzelhandelsaktien. Die Titel von Target und Walmart sacken ebenfalls ab.

Bitcoin auf Dreiwochen-Tief

Bitcoin in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Crypto Currencies für den Zeitraum Intraday
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Bitcoin-Investoren müssen starke Nerven haben. Der Kurs der bekanntesten Kryptowährung ist heute wieder klar unter die Marke von 4.000 Dollar gestürzt und auf ein Dreiwochen-Tief gefallen. Auslöser war offensichtlich die Forderung der europäischen Bankaufsichtsbehörde EBA nach EU-weiten Vorschriften für Kryptowährungen. Während eine Regulierung an sich mehr Transparenz und damit bessere Investierbarkeit bedeutet, sorgen sich die Kryptoanleger kurzfristig um mögliche Verbote oder Handelseinschränkungen.

nb

Tagestermine am Donnerstag, 17. Januar

Unternehmen:
Metro: Q1 Trading Update, 7:30 Uhr
Alstom: Q3-Umsatz, 7:30 Uhr
Beiersdorf: Umsatz 2018, 8:00 Uhr
Morgan Stanley: Q4-Zahlen, 13:00 Uhr
Netflix: Q4-Zahlen, 22:00 Uhr
American Express: Q4-Zahlen, 22:00 Uhr
Rio Tinto: Operation Report 2018, 22:30 Uhr
Schoeller-Bleckmann: Jahreszahlen
Symrise: Capital Markets Day

Konjunktur:
Deutschland: Verarbeitendes Gewerbe (Auftragsbestand), 11/18, 08:00 Uhr
Deutschland: Baugenehmigungen, Januar - November, 08:00 Uhr
EU: Verbraucherpreise 12/18, 11:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche), 14:30 Uhr
USA: Philly Fed Index 01/19, 14:30 Uhr
USA: Baubeginne und -genehmigungen 12/18, 14:30 Uhr