Marktbericht 20:15 Uhr

Marktbericht negativ

Kräftige Verluste Dax muss Federn lassen

Stand: 26.10.2020, 20:15 Uhr

Schwache SAP-Zahlen waren heute der Hauptgrund für einen kapitalen Fehlstart des Dax in die neue Woche. Auch an SAP geht die Corona-Krise nämlich nicht spurlos vorüber, was die Anleger schwer schockte.

Ausgerechnet Indexschwergewicht SAP hat heute maßgeblich für den größten Tagesverlust im Dax seit mehr als einem Monat gesorgt. Der Index ließ nach überraschend schwachen Quartalszahlen der Softwareschmiede kräftig Federn und schloss 3,7 Prozent schwächer bei 12.177 Punkten. Am Nachmittag baute er dabei seine Verluste weiter aus und folgte einer ebenfalls schwächelnden Wall Street.

Abwärts auch in New York

Dort rutscht der Leitindex Dow Jones zunächst deutlich unter die Marke von 28.000 Punkten und verliert danach weiter deutlich bis auf 27.500 Zähler - ein Minus von 2,8 Prozent oder fast 800 Punkten. Der Dow steuert damit auf seinen schlechtesten Tag seit mehr als sieben Wochen zu. Auch an der Technologiebörse Nasdaq geht es kräftig über zwei Prozent bergab. Das Gerangel um das so sehnlichst erwartete Hilfsprogramm aber auch ein neuer Covid-Neuinfektionsrekord von fast 89.000 Personen innerhalb eines Tages drücken mächtig auf die Stimmung.

"Die Leute sind nervös, weil die Corona-Zahlen steigen", sagte Christopher C. Grisanti, Chefstratege bei MAI Capital Management. "Die Regierung hat gesagt, dass sie die Wirtschaft nicht ausbremsen will, aber sie hat wohl keine andere Wahl, wenn die Zahlen nach oben gehen."

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.177,18
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-3,71%
Dow Jones (Indikation): Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
Kurs
27.690,46
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-2,28%
Nasdaq Composite: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum Intraday
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11.358,94
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-1,64%

Nach der Zeitumstellung hierzulande wird an der Wall Street übrigens von 14:30 bis 21 Uhr MEZ gehandelt. In den USA wird erst am 1. November auf Winterzeit umgestellt, sodass dann ab dem 2. November wieder zur gewohnten Zeit von 15:30 bis 22 Uhr MEZ in New York gehandelt wird.

Corona immer bedrohlicher - es riecht nach Lockdown

SAP

SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
97,50
Differenz relativ
-21,94%

Zurück zum heimischen Markt: Natürlich hatte das sonst sehr ungewöhnliche SAP-Desaster seine Ursache auch in der Corona-Krise, die die Geschäfte beeinträchtigte. Selbst langgediente Börsianer können sich beim deutschen Technologie-Vorzeigeunternehmen nicht an einen solches Desaster erinnern. Die Aktie verlor am Ende knapp 22 Prozent, rund 33 Milliarden Euro Börsenwert wurden vernichtet.

Aber die SAP-Zahlen zeigen auch, dass die Corona-Krise keineswegs überwunden ist, so wie man das im Sommer noch gedacht hatte. Im Gegenteil, sie nimmt immer bedrohlichere Formen an, sowohl bei uns, aber besonders auch in den europäischen Nachbarstaaten. Von V-förmigen Erholungstendenzen ist jedenfalls keine Rede mehr.

"Für die Investoren schlägt es mittlerweile fünf vor zwölf", sagte Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus. "Schärfere Restriktionen sind bereits in den kommenden Tagen und Wochen wahrscheinlich."

Merkel sieht sehr ernste Lage

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Angela Merkel. | Bildquelle: picture alliance/Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Bundeskanzlerin Merkel sieht die Corona-Lage einem Insiderbericht zufolge als "sehr, sehr ernst". Kanzleramtsminister Braun befürchtet bis zu 30.000 Neuinfektionen pro Tag, sollten die Ansteckungsketten nicht durchbrochen werden können - ein Horrorszeanrio, das neuen Lockdown- und damit Konjunkturängsten Tür und Tor öffnet.

Die Bundesregierung will am Mittwoch zusammen mit den Ländern neue Beschlüsse fassen, um die zuletzt rasche Ausbreitung des Coronavirus einzugrenzen. "Es wird zu beraten sein, was getan werden kann", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Was genau beschlossen werden soll, wollte Seibert noch nicht andeuten.

Ifo-Index erstmals wieder im Rückwärtsgang

Auch der Ifo-Index für den Oktober beendete heute seine fünfmonatige Erholungsphase und fiel coronabedingt erstmals wieder leicht zurück. Der Index für Oktober sank von 93,2 Punkten auf 92,7 Punkte, wie das Münchener Forschungsinstitut am Montag erklärte.

ARD-Börsenstudio: Dorothee Holz

ARD-Börse: TdT Düstere Prognosen - Reaktionen auf den Ifo-Index

"Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten", erläuterte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Da hilft es auch nicht, dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Konjunkturprognose für 2020 leicht auf erwartet minus 5,5 Prozent von zuvor minus 5,8 Prozent BIP-Rückgang angehoben hat.

Bayer gefällt, Alphabet verschiebt Zahlenausweis

Unter den Einzelwerten im Dax fiel Bayer gegen den Trend positiv auf nach der Bekanntgabe eines großen Zukaufs. Auch Corona-Krisengewinner Delivery Hero legte heute gut ein Prozent zu und war damit Tagessieger. Abgesehen von SAP, das mit knapp 20 Prozent minus natürlich klar am Indexende lag, gaben MTU und die ebenfalls schwer gewichtete Linde plc. stärker nach.

Aus dem kalifornischen Alphabet-Hauptsitz Mountain View kommt derweil überraschend die Nachricht, dass die Google Mutter ihre eigentlich für heute Abend geplanten Q3-Zahlen erst am Donnerstag (nach Börsenschluss in New York) bekannt geben wird.

Delivery Hero: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
92,60
Differenz relativ
+1,03%
Linde plc: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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192,15
Differenz relativ
-3,35%
Alphabet A: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.590,45
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-3,05%

Euro fällt zurück

Zu Wochenbeginn tendierte der Dollar zu vielen Währungen stärker und setzte damit auch den Euro unter Druck. Die amerikanische Währung blieb gefragt, weil die Unsicherheit an den Finanzmärkten hoch ist. Dazu tragen steigende Corona-Neuinfektionen in Europa und die sich hinziehenden Verhandlungen über ein US-Konjunkturpaket bei. Der Dollar gilt als weltweite Reservewährung, die in ungewissen Zeiten gesucht wird.

Der Euro wird aktuell bei 1,1818 Dollar gehandelt, nachdem er zuvor bis auf 1,1803 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1819 (Freitag: 1,1856) US-Dollar fest.

US-Neubauverkäufe schwächer

Überraschend schwächer ausgefallene Hausverkäufe in den USA taten der Dollar-Stärke keinen Abbruch. Im Oktober waren die Neubauverkäufe um 3,5 Prozent gefallen, Experten hatten ein Plus von 1,4 Prozent erwartet. Der Immobilienmarkt hat sich in Amerika bisher erstaunlich robust gezeigt und der Krise getrotzt - es war die erste schwächere Zahl aus diesem Sektor seit langem.

Erdogan-Macron-Konflikt: Türkische Lira auf neuem Tief

Angesichts der zunehmenden Spannungen der Türkei mit Frankreich ist der Kurs der Lira auf ein neues Rekordtief gesunken. Am Montag wurden 8,08 türkische Lira für einen US-Dollar gehandelt. Seit Beginn des Jahres hat die türkische Lira damit über 26 Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren. Noch immer wirkt negativ nach, dass die türkische Zentralbank vergangene Woche den Leitzins trotz hoher Inflation unverändert bei 10,25 Prozent gelassen hat. Analysten hatten mit einer Erhöhung gerechnet. 

Zudem tobt zwischen Frankreich und der Türkei ein diplomatischer Streit. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte dem Islam bescheinigt, in einer "Krise" zu stecken. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte Macron daraufhin gar auf, seinen "Geisteszustand überprüfen zu lassen".

Ölpreise im Rückwärtsgang

An den Rohstoffmärkten ist zu Wochenbeginn ebenfalls Tristesse angesagt. Die konjunktursensiblen Ölpreise bauten ihre Verluste am Nachmittag ebenfalls aus. Die Preise für die US-Sorte WTI und die Nordseesorte Brent fallen jeweils um deutlich über zwei Prozent.

"Steigende Infektionszahlen schüren Ängste, die Ölpreise fallen", fasste Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, das Handelsgeschehen zusammen. Laut dem Experten geht es hierbei nicht nur um die unmittelbar drohenden Transporteinschränkungen durch Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie, sondern auch um langfristige Nachfrageerwartungen. Die steigende Risikoaversion kommt dem Goldpreis zugute. Der Preis für das gelbe Edelmetall legt im Gegenzug gut 0,3 Prozent zu auf 1.905 Dollar je Feinunze.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
40,49
Differenz relativ
-2,69%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
38,59
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-2,70%
Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1.908,37
Differenz relativ
+0,30%

Der SAP-Schock

SAP

SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
97,50
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-21,94%

Die im Dax schwer gewichtete SAP-Aktie rauschte heute 21,8 Prozent in die Tiefe. Damit gingen von den 468 Dax-Punkten, die heute verloren gingen, 331 oder rund zwei Drittel auf das Konto von SAP. Rund 33 Milliarden Euro Börsenwert wurden vernichtet. Der Softwarekonzern hat wegen der Pandemie zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose für 2020 gekappt und kann nun auch seine mittelfristigen Ziele nicht mehr halten. SAP begründete dies am Sonntag damit, dass sich die Nachfrage im dritten und im laufenden Quartal nicht so gut wie gedacht entwickelt hat.  | mehr

Post rechnet zu Weihnachten mit Online-Handelsrekord

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
39,64
Differenz relativ
-2,39%

Die Deutsche-Post-Tochter DHL Express stellt sich für die Vorweihnachtszeit auf bisher unerreichte Versandmengen durch den weltweiten Online-Handel ein. In der Shopping-Hauptsaison dürften die Sendungsmengen im Netzwerk von DHL Express um mehr als 50 Prozent höher liegen als ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Montag in Bonn mit. Dazu trage auch die Corona-Pandemie bei, denn Verbraucher kauften wegen der Unsicherheit noch stärker im Internet ein als zuvor. Dies gelte vor allem für die Rabatt-Aktionstage "Black Friday" und "Cyber Monday" und das gesamte Weihnachtsgeschäft, hieß es.

Neues Gesicht im Linde-Vorstand

Linde plc: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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192,15
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-3,35%

Der deutsch-amerikanische Gasekonzern aus dem Dax beruft Sanjiv Lamba zum neuen Chief Operating Officer. Lamba, der unter anderem für das Amerika-Geschäft zuständig sein wird, soll direkt Firmenchef Steve Angle berichten. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, eine Quartalsdividende im vierten Quartal von 0,963 Dollar zu zahlen. Die Ausschüttzung erfolgt am 17.Dezember an alle Aktionäre, die per Stichtag 3. November im Aktionärsbuch stehen.

Bayer wagt neue Milliardenübernahme

Bayer: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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42,55
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Über zwei Jahre nach der Mega-Übernahme von Monsanto stemmt Bayer einen neuen Milliardenkauf. Für bis zu vier Milliarden Dollar schlucken die Leverkusener das US-Biotechunternehmen Asklepios BioPharmaceutical und verstärken damit ihr Geschäft mit Gentherapien. Für den Zukauf zahlt Bayer zunächst zwei Milliarden Dollar, außerdem wurden erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu zwei Milliarden Dollar vereinbart. Mit dem Zukauf unternimmt Bayer einen weiteren Schritt zur dringend benötigten Stärkung seiner Pharma-Pipeline. Dies ist nötig, da die Patente seiner Kassenschlager Xarelto und Eylea Mitte des Jahrzehnts auslaufen.  | mehr

Telekom verkauft Patente

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13,25
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-1,60%

Der Konzern kündigt den Verkauf von einer Reihe von Patenten im Bereich intelligenter Fahrzeugnavigationssysteme an. Um die Anonymität der Bieter zu wahren, werde die Veräußerung über ein Online-Auktionsverfahren erfolgen, gab das Management bekannt. Die Auktion solle Anfang Dezember stattfinden.

"Das Navigationsportfolio der Deutschen Telekom umfasst 21 Patentfamilien mit insgesamt 168 Patenten, die intelligente Verkehrs- und Echtzeit-Navigationstechnologien abdecken", hieß es in der Mitteilung. Dazu gehörten etwa Anwendungen, die die aktuelle Verkehrslage abbilden. "Das macht die Patente besonders interessant für Automobilhersteller und Zulieferer", betonte das Unternehmen.

VW-Nobeltochter Bentley bald bei Audi

Volkswagen unterstellt die Luxusauto-Marke Bentley einem Zeitungsbericht zufolge ab kommendem Jahr Audi. Das meldet die "Automobilwoche" unter Berufung auf Konzernkreise. Bisher lag die Verantwortung für Bentley im VW-Konzernvorstand bei Porsche-Chef Oliver Blume. Bentley solle nun enger mit Audi verzahnt werden. So könnte etwa das in Ingolstadt gerade gestartete "Artemis"-Projekt auch den Bausatz für eine geländegängige Limousine der dann neuen Audi-Tochter liefern.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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135,64
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-2,46%
Audi: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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1.610,00
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Siemens vor Flender-Verkauf?

Siemens: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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107,52
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-1,95%

Die Siemens-Getriebetochter Flender wird Kreisen zufolge nicht an die Börse gebracht, sondern an einen Finanzinvestor verkauft. Die Grundsatzentscheidung sei gefallen, weil Siemens die Gebote für ausreichend hoch erachte, sagte ein Insider. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg steht der Investor Carlyle vor dem Zuschlag für rund zwei Milliarden Euro.

Brenntag drückt auf die Kostenbremse

Brenntag: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
53,94
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-2,28%

Der Essener Chemikalienhändler Brenntag zieht die Kostenschraube an. Das im MDax notierte Unternehmen will nach eigenen Angaben weltweit etwa 100 Standorte schließen und rund 1300 Arbeitplätze in den nächsten zwei Jahren abbauen. Derzeit beschäftigt Brenntag etwa 17.500 Mitarbeiter. Das Restrukturierungsprogramm solle mit Beginn des Jahres 2023 einen zusätzlichen Beitrag zum operativen Ebitda von insgesamt 220 Millionen Euro leisten. Mit dem "Project Brenntag" genannten Programm wolle der Konzern seine Marktposition ausbauen und sein organisches Ergebniswachstum vorantreiben. Brenntag hatte im September eine neue operative Geschäftsstruktur und Veränderungen im Vorstand im Rahmen des Programms bekanntgegeben. Diese treten ab 2021 in Kraft.

Gewinnschub bei Bechtle

Bechtle: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
149,20
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-2,93%

Der IT-Dienstleister Bechtle aus dem MDax hat im dritten Quartal trotz der Corona-Pandemie deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern (Ebt) sei nach ersten Berechnungen im Jahresvergleich um mehr als ein Fünftel auf über 70 Millionen Euro gestiegen, hieß am Donnerstag. Der Umsatz kletterte um rund sieben Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Damit betrage die Marge (Ebt) mehr als fünf Prozent. Bechtle will den vollständigen Bericht zum dritten Quartal am 11. November 2020 veröffentlichen. Die Bechtle-Aktie dämmte ihre Verluste nach der Bekanntgabe der Eckdaten etwas ein.

Vorstand versetzt Lufthansa in den Winterschlaf

Die Lufthansa will angesichts global verschärfter Reiserestriktionen unter anderem mit erneuten Flugzeugstilllegungen und einer kleineren Flotte die Kosten stärker drücken. "Nach einem Sommer, der uns allen Anlass zur Hoffnung gegeben hat, befinden wir uns jetzt wieder in einer Situation, die in ihren Auswirkungen einem Lockdown gleichkommt", schrieb der Konzernvorstand an die Mitarbeiter.  | mehr

Schaeffler steigert die Ertragskraft

Schaeffler VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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5,58
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Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler kommt nach eigenen Angaben bisher besser durch die Corona-Krise als erwartet. Während der währungsbereinigte Umsatz im dritten Quartal um 2,6 Prozent auf 3,396 Milliarden Euro sank, kletterte die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge vor Sondereffekten) auf 9,4 Prozent von 9,1 Prozent vor Jahresfrist. Als Gründe nannte das Unternehmen in seiner Pflichtmitteilung am Montagabend eine unerwartet gute Geschäftsentwicklung in China und den Jahresbeginn eingeleiteten Sparkurs. Auf der Handelsplattform Tradegate legt die im SDax enthaltene Vorzugsaktie am Abend zu.

AstraZenecas Corona-Impfstoff: Hoffnung für Ältere

AstraZeneca: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
89,35
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+1,81%

Ein von der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca entwickelter Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus könnte sich laut einem Pressebericht zu einem Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie entwickeln. Demnach habe der Impfstoff in einer frühen Testphase vor allem bei der besonders von einem schweren Krankheitsverlauf bedrohten Gruppe der älteren Menschen positive Resultate geliefert, berichtet die "Financial Times". Gerade diese gefährdete Gruppe habe eine robuste Immunantwort auf den Impfstoff gezeigt.  | mehr

Ant: Weltgrößter Börsengang am 5. November

Start frei für den größten Börsengang aller Zeiten: Der chinesische Alibaba-Ableger Ant Group geht am 5. November an die Börse in Hongkong. Er will dabei 34,5 Milliarden US-Dollar einspielen. Damit übertrifft Ant den bislang größten Börsengang von Saudi Aramco in Höhe von 29 Milliarden Dollar. Der Tech-Riese bietet an den Börsen Hongkong und Schanghai jeweils 1,67 Milliarden Aktien zu je 80 Hong-Kong-Dollar beziehungsweise 68,8 Yuan zum Kauf an.  | mehr

rm

Tagestermine am Dienstag, den 27. Oktober

Firmen:
HSBC Holdings: Q3-Zahlen, 05:00 Uhr
Banco Santander: Q3-Zahlen, 06:50 Uhr
Covestro: Q3-Zahlen (detailliert), 07:00 Uhr
Rational: Q3-Zahlen, 07:00 Uhr
Novartis: Q3-Zahlen, 07:00 Uhr
Capgemini: Q3-Zahlen, 07:00 Uhr
SKF: Q3-Zahlen, 08:00 Uhr
BP: Q3-Zahlen, 08:00 Uhr
Vattenfall: Q3-Zahlen, 08:00 Uhr
Washtec: 9-Monatszahlen, 08:00 Uhr
Caterpillar: Q3-Zahlen, 11:00 Uhr
Merck & Co.: Q3-Zahlen, 11:30 Uhr
3M: Q3-Zahlen, 11:30 Uhr
Pfizer: Q3-Zahlen, 11:45 Uhr
Raytheon Technologies: Q3-Zahlen, 11:55 Uhr
Microsoft: Q3-Zahlen, 21:01 Uhr
AMD: Q3-Zahlen, 21:15 Uhr
Valeo: Q3-Zahlen
Eli Lilly: Q3-Zahlen
Stanley Black & Decker: Q3-Zahlen
Corning: Q3-Zahlen
Harley-Davidson: Q3-Zahlen

Konjunktur:
EU: Geldmenge M3 09/20, 10:00 Uhr
USA: Auftragseingang langlebige Güter 09/20 (vorab), 13:30 Uhr
USA: FHFA-Index 08/20, 14:00 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen 10/20, 15:00 Uhr
USA: API Ölbericht (Woche), 21:30 Uhr