Marktbericht 9:30 Uhr

Marktbericht positiv
Audio

Rückenwind aus Übersee Dax legt den Vorwärtsgang ein

Stand: 13.02.2019, 09:30 Uhr

Die Hoffnungen auf eine Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China tragen auch zur Wochenmitte den Aktienmarkt. Die Anleger werden mutiger und schieben den Dax weiter an.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11.309,21
Differenz relativ
+0,09%

Zur Eröffnung knüpft der deutsche Leitindex Dax an die Avancen des Vortages an und nähert sich der Marke von 11.200 Punkten. Am Vortag hatte der Index bei 11.126 Punkten geschlossen. Charttechnisch bleibt der Index allerd ings weiterhin im Niemandsland zwischen 11.000 und 11.300 Punkten, dem Doppeltop aus dem Januar.

Immer wieder Trump

Beherrschendes Thema an der Börse bleiben die Handelsgespräche zwischen den USA und China, die derzeit in Peking stattfinden. Präsident Trump hat am Abend erklärt, er könne sich eine Fristverlängerung über den 1. März hinaus vorstellen - und damit für Fantasie gesorgt.

Trump und Chinas starker Mann Xi Jinping hatten sich Anfang Dezember darauf geeinigt, bis Anfang März eine Einigung im Zollstreit der beiden Wirtschaftsgiganten anzustreben. Gelingt dies nicht, drohen höhere Zölle.

Rückenwind aus Übersee

An der Wall Street und in Asien haben die Börsen in der Nacht positiv auf die Entwicklung reagiert und sorgen so für gute Vorgaben für die europäischen Märkte. An der New Yorker Aktienbörse stieg der Leitindex Dow Jones um 1,49 Prozent auf 25.425 Punkte.

Auch die Aussicht darauf, dass es nicht zu einem neuerlichen Regierungsstillstand in den USA kommt, kam an der Börse gut an. Demokraten und Republikaner haben sich auf einen Kompromiss geeinigt, mit dem Präsident Trump nach eigenen Worten aber "nicht glücklich" ist.

Der Tokioter-Nikkei-Index stieg am Mittwoch 1,3 Prozent auf 21.144 Punkte. Kräftig bergauf ging es auch an den chinesischen Börsen. Der Index der Börse in Shanghai stieg 1,8 Prozent, der CSI300-Index gewann 2,0 Prozent hinzu.

Euro im Seitwärtstrend

Der Euro hat sich am Mittwoch im frühen Handel über der Marke von 1,13 Dollar gehalten, aktuell bröckelt der Kurs aber wieder ab auf 1,1310 Dollar.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,1344
Differenz relativ
+0,04%

Zur Wochenmitte stehen an Konjunkturdaten Verbraucherpreiszahlen im Fokus. In den USA werden Daten für Januar veröffentlicht. Insbesondere in den USA sind die Zahlen mitentscheidend für den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed. Diese hat ihren Zinsanhebungskurs unlängst ausgesetzt und dies auch mit der moderaten Inflation begründet.

Im Fokus des Devisenmarktes steht auch weiterhin das britische Pfund und der Fortgang im Brexit-Drama. Premierministerin May will sich heute erneut vor dem Unterhaus erklären. Sie kämpft um Nachbesserungen des mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrages, um eine Mehrheit im Londoner Parlament zu bekommen. Ansonsten droht ein "No-Deal-Brexit" mit ungeahnten Konsequenzen für die Wirtschaft.

Neuer Ärger für Wirecard

Wirecard: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
120,25
Differenz relativ
+4,57%

Dax-Schlusslicht ist Wirecard. Nach den Berichten über mögliche Bilanzierungsverstöße droht dem Zahlungsdienstleister rechtlicher Ärger in den USA. Die ersten Sammelklagen wegen angeblicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze wurden bereits eingereicht. Mehrere US-Kanzleien haben zuletzt Aufrufe gestartet, um von Kursverlusten betroffene Anleger als Mandanten zusammenzutrommeln. Wirecard blickt nach eigenen Angaben gelassen auf die drohenden Sammelklagen. "Da die Vorwürfe keine Grundlage haben, gibt es auch keine Grundlage für potenzielle Klagen in dieser Angelegenheit", sagte ein Sprecher.  | mehr

Kritik an geplanter T-Mobile US- und Sprint-Fusion

Kurz vor der Anhörung zur geplanten Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem amerikanischen Rivalen Sprint haben mehrere US-Senatoren ein Verbot des Vorhabens gefordert. In einem Brief an das Justizministerium monierten mehrere Politiker, ein Zusammenschluss würde wohl steigende Preise für Kunden zur Folge haben. Auch der Wettbewerb sei gefährdet. Im US-Repräsentantenhaus ist für Mittwoch eine Anhörung zur geplanten Fusion der Nummer drei und vier auf dem US-Mobilfunkmarkt angesetzt. In den vergangenen Jahren waren zwei Fusionsanläufe von T-Mobile und Sprint gescheitert.

Aurubis leidet

Europas größte Kupferhütte hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 ihren operativen Gewinn nahezu halbiert. Das operative Ergebnis sank auf 40 Millionen Euro. Auch der Umsatz ging zurück und lag bei 2,61 Milliarden Euro. Gründe hierfür seien der niedrigere Kupferpreis und produktionsbedingt geringere Edelmetallverkäufe. Dennoch bestätigte der Konzern seine Gesamtjahresprognose.

Norma verdient weniger

Der Auto- und Industriezulieferer hat 2018 trotz gestiegener Erlöse weniger verdient. Als Grund nannte der Vorstand unter anderem höhere Rohstoffkosten. So verbuchte der Konzern zwar dank florierender Geschäfte in Amerika und Asien ein Umsatzplus von 6,6 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) schrumpfte aber um 0,8 Prozent auf 173,2 Millionen Euro.

Rekordjahr für Jenoptik

Der Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik hat 2018 mit Bestmarken beendet und will im neuen Jahr weiter zulegen. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um knapp zwölf Prozent auf rund 834 Millionen Euro. Im Schlussquartal habe sich die Nachfrage noch weiter belebt, erklärte Konzernchef Stefan Traeger. Neben einer hohen Nachfrage aus der Halbleiterindustrie profitierte das Unternehmen auch von Auslieferungen von Mautsäulen an den Betreiber Toll Collect. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg überproportional um gut 22 Prozent auf rund 95 Millionen Euro.

Bei Heineken schäumen erneut die Gewinne

Der weltweit zweitgrößte Brauereikonzern hat im vergangenen Jahr mehr verdient und will seine Aktionäre an den Zuwächsen beteiligen. Der Betriebsgewinn vor Einmaleffekten stieg um 6,4 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro, das Nettoergebnis gar um 12,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Die Anleger sollen eine auf 1,60 Euro angehobene Dividende erhalten. Für 2019 rechnet der Vorstand mit einem ähnlichen Anstieg des Betriebsgewinns wie im Vorjahr.

Gute Nachrichten von Clariant

Der Spezialchemiekonzern hat seinen Betriebsgewinn im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 546 Millionen Franken gesteigert. Die Aktionäre sollen daher eine zehn Prozent höhere Dividende von 55 Rappen je Aktie erhalten. Für 2021 erwartet der Konzern ein Wachstum über dem Markt und eine höhere Profitabilität.

Ford droht mit Rückzug aus Großbritannien

Ford trifft einem Zeitungsbericht zufolge verstärkt Vorkehrungen für einen Produktionsabzug aus Großbritannien. Der US-Autobauer habe Premierministerin Theresa May in einem Telefonat informiert, dass er alternative Standorte im Ausland entsprechend vorbereite, berichtete "The Times" am Dienstag. Der Konzern betreibt in Großbritannien zwei Motorenwerke. Ford ist die meist verkaufte Automarke in Großbritannien.

Activision Blizzard auf Sparkurs

Der Videospiele-Anbieter Activision Blizzard baut Stellen in großem Stil ab, weil das Geschäft in diesem Jahr absehbar schwächer laufen wird. Die Firma will sich nun stärker auf lukrative Titel wie "Call of Duty", "Candy Crush", "Overwatch" oder "Diablo" konzentrieren. Die Firma hatte das vergangene Weihnachtsquartal und auch das gesamte Jahr mit Rekord-Umsätzen abgeschlossen, stellte für 2019 aber einen Einbruch in Aussicht. Nach 7,5 Milliarden Dollar 2018 werden es in diesem Jahr nur noch gut 6 Milliarden Dollar werden.  | mehr

Apple will Medien-Abo starten

Apple verhandelt mit US-Medienhäusern laut einem Zeitungsbericht über ein neues Abo-Angebot, bei dem Inhalte verschiedener Anbieter für eine monatliche Gebühr zugänglich wären. Der iPhone-Konzern wolle bei diesem "Netflix für News" allerdings einen außergewöhnlich hohen Erlösanteil von etwa 50 Prozent behalten, schrieb das "Wall Street Journal". Das stoße auf Widerstand bei den Verlagshäusern.

Der Anteil der Medienunternehmen solle zwischen ihnen gemäß der Zeit, die Nutzer mit ihren Inhalten verbringen, aufgeteilt werden, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. Apple habe in Gesprächen mit Verlegern einen monatlichen Preis von rund zehn Dollar genannt - auch wenn er sich noch ändern könne, hieß es.  | mehr

rm

1/9

Wer steht auf Apples Einkaufsliste? Von Nintendo bis Roku

<strong>Nintendo</strong><br/>Am häufigsten genannt wird der japanische Spieleanbieter Nintendo. Die Firma gilt als "asiatischer Zwilling" von Apple: Beide Unternehmen schwimmen im Geld, haben heißgeliebte Marken aufgebaut, verfügen über treue Kunden und attraktive Ökosysteme aus Software und Dienstleistungen. Das renommierte Börsenmagazin "Barron's" ist sich sicher: Apple und Nintendo passen perfekt zusammen. Dabei könne Apple von Microsofts Erfolg lernen. Immerhin habe dieses Unternehmen seit seinem Einstieg in die (Konsolen-)Spielewelt ein profitables Geschäft rund um die Marke XBox aufgebaut.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Nintendo
Am häufigsten genannt wird der japanische Spieleanbieter Nintendo. Die Firma gilt als "asiatischer Zwilling" von Apple: Beide Unternehmen schwimmen im Geld, haben heißgeliebte Marken aufgebaut, verfügen über treue Kunden und attraktive Ökosysteme aus Software und Dienstleistungen. Das renommierte Börsenmagazin "Barron's" ist sich sicher: Apple und Nintendo passen perfekt zusammen. Dabei könne Apple von Microsofts Erfolg lernen. Immerhin habe dieses Unternehmen seit seinem Einstieg in die (Konsolen-)Spielewelt ein profitables Geschäft rund um die Marke XBox aufgebaut.

Tagestermine am Mittwoch, den 20. Februar

Unternehmen:
Fresenius: Jahreszahlen, 7:00 Uhr (PK: 10:00 Uhr)
FMC: Jahreszahlen, 7:00 Uhr (Pk 10:00 Uhr)
Air France-KLM : Jahreszahlen, 7:15 Uhr
Telefonica Deutschland: Jahreszahlen, 7:30 Uhr
MTU: Jahreszahlen, 8:00 Uhr
Glencore: Jahreszahlen, 8:00 Uhr
Wolters Kluwer: Jahreszahlen, 8:00 Uhr
Lloyds Banking Group: Jahreszahlen, 8:00 Uhr
Bertrandt: Hauptversammlung, Sindelfingen, 10:30 Uhr
Vallourec: Jahreszahlen, 17:45 Uhr
CTS Eventim: Q4-Zahlen
Avis Budget: Q4-Zahlen

Konjunktur:
Japan: Handelsbilanz 1/19, 0:50 Uhr
Deutschland: Erzeugerpreise 1/19, 8:00 Uhr
USA: Baubeginne und Genehmigungen 2/19, 14:30 Uhr
EU: Verbrauchervertrauen 2/19 (vorab), 16:00 Uhr
USA: FOMC Sitzungsprotokoll v. 30.1.19, 20:00 Uhr

Sonstiges:
Russland: Kreml-Chef Putin hält seine Rede an die Nation, 10:00 Uhr