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Kursverluste zum Start Dax: Kommen jetzt wieder die Kassandras?

von Angela Göpfert

Stand: 21.05.2020, 09:20 Uhr

Der Dax ist mit deutlichen Verlusten in den Handel gestartet. Das ist Wasser auf die Mühlen der Kassandras, die vor zu viel Euphorie an der Börse warnen.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11.391,28
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+2,87%

Der Dax startet mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 11.088 Punkte. Am Mittwoch war der Dax in der Spitze noch bis auf 11.247 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie gestiegen. Seit dem Corona-Krisen-Tief bei 8.256 Zählern hat der deutsche Leitindex somit 36 Prozent hinzugewinnen können.  

Landauf, landab wagen sich angesichts dieser Entwicklung der Börsenkurse immer mehr Kassandras ins Rampenlicht, die vor zweiten Infektionswelle und einer damit einhergehenden zweiten Verkaufswelle an den Märkten warnen.  

Natürlich haben auch wir keine Glaskugel. Doch die jüngsten (Hochfrequenz-)Konjunkturindikatoren deuten durchaus auf eine Belebung der globalen Konjunktur hin. Dass die Volkswirtschaften rund um den Globus im ersten und zweiten Quartal in die Rezession gerutscht sind beziehungsweise rutschen werden, ist an der Börse längst eingepreist. Die Hoffnungen ruhen nun auf einem Wiederanfahren der Konjunktur im dritten Quartal, wie sie jüngst auch Fed-Chef Jerome Powell geschürt hatte.  

Keine Panik!

Vieles spricht dafür, dass eine zweite Verkaufswelle an den Märkten durchaus drin ist, sollten die Lockerungsmaßnahmen zu einem dramatischen Wiederaufflammen der Pandemie führen und einen neuerlichen Lockdown erforderlich machen.  

Doch ein Wiedersehen mit dem Corona-Tief erscheint selbst für diesen Fall nicht sonderlich wahrscheinlich. Zumal auch an der Medikamenten-Impfstoff-Front die Entwicklung rasant voranschreitet. 

Die heutigen Kursverluste sind vor diesem Hintergrund nicht besorgniserregend, sondern vielmehr ein gesundes Luftholen nach der wahrlich beeindruckenden Rally der vergangenen Tage und Wochen.

US-Futures klar im Minus

Im weiteren Handelsverlauf stehen heute Nachmittag mit den wöchentlichen US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, dem Philly-Fed-Index und den Frühindikatoren wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda.

Im Vorfeld geben die US-Futures nach. Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial Average verliert zur Stunde 0,7 Prozent. 

Voller Hoffnung

Am Mittwoch hatte der Dow Jones noch 1,5 Prozent zulegen können auf 24.576 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 1,7 Prozent auf 2.972 Punkte. Das war der höchste Schlusskurs seit dem 6. März. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 2,1 Prozent auf 9376 Punkte. 

Die Anleger setzen offensichtlich auf ein rasches Wiederanlaufen der globalen Wirtschaft - mit tatkräftiger Unterstützung des Staates und der Notenbanken. US-Finanzminister Steven Mnuchin und Fed-Chef Jerome Powell hatten signalisiert, weitere Maßnahmen zu erwägen, um die Folgen der Krise für die Wirtschaft abzufedern. Vom Konjunkturbericht der US-Notenbank gingen indes kaum Impulse aus.  

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
Kurs
24.764,24
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+1,19%
S&P 500 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
Kurs
2.992,88
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+1,29%
Nasdaq Composite: Kursverlauf am Börsenplatz NASDAQ Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
9.324,59
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+0,43%

Japanische Exporte brechen ein

Nikkei 225 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
Kurs
20.741,65
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Wenig Inspiration für die europäischen Aktienmärkte kommt aus Asien. Der japanische Nikkei notiert zum Handelsschluss in Tokio 0,2 Prozent tiefer. Der Hang Seng Index in Hongkong verliert 0,3 Prozent. Die Shanghaier Börse büßt 0,6 Prozent ein.

Die japanischen Exporte sind im April um 22 Prozent eingebrochen, die Importe fielen um 7 Prozent. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt war im ersten Quartal infolge der Corona-Pandemie in die Rezession gerutscht.  

Ölpreise weiter im Aufwind

Rückenwind für die globalen Aktienmärkte kommt hingegen weiterhin vom Ölmarkt. Neue US-Lagerdaten deuten auf eine wesentlich entspanntere Situation hin, nachdem noch wenige Wochen zuvor wegen eines extremen Überangebots die Lagerkapazitäten knapp zu werden drohten. Auch das ist ein Zeichen, dass die globale Konjunkturmaschine allmählich wieder anläuft.  

Am Donnerstag setzt sich die Ölpreis-Rally fort. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 1,9 Prozent auf 34,14 Dollar. Der Brent-Preis legt um 1,4 Prozent zu.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
35,84
Differenz relativ
+2,75%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
34,03
Differenz relativ
+2,97%

Der Goldpreis fällt um 0,7 Prozent auf 1.737 Dollar je Feinunze.  

Der Euro gibt leicht nach auf 1,0967 Dollar.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,0897
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Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1.729,47
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-0,27%

Mögliche Rettung beflügelt Lufthansa-Kurs

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
8,64
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+7,49%

Die Lufthansa-Aktie schnellt im frühen Handel nach oben. Eine Entscheidung über ein milliardenschweres Rettungspaket des Bundes für die Lufthansa steht offenbar kurz bevor. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Mittwoch, es sei in Kürze" damit zu rechnen. Die Regierung sei in "intensiven Gesprächen" mit dem Unternehmen und der EU-Kommission. Die Bundesregierung habe ihr Bekenntnis, die Airline in der Krise zu stützen, bekräftigt, so Bernstein-Analyst Daniel Roeska. Dies werde aber erheblich zu Lasten der Aktionäre gehen.
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Aroundtown will keine Dividende zahlen

Der Luxemburger Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown will vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie keine Dividende ausschütten. Dafür soll es ein Aktienrückkaufprogramm geben. Ein entsprechender Vorschlag soll der Hauptversammlung gemacht werden. Den Termin für das Aktionärstreffen hat der Verwaltungsrat auf den 24. Juni festgelegt.

Easyjet startet Flugbetrieb am 15. Juni

Der britische Billigflieger Easyjet will vom 15. Juni an wieder erste Flüge anbieten. Dabei werden hauptsächlich Strecken innerhalb Großbritanniens angeboten, wie das Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte. Bedient werden sollen insgesamt 22 Flughäfen, darunter London-Gatwick, Edinburgh, Glasgow und Belfast. Easyjet-Chef Johan Lundgren sprach von "kleinen, vorsichtig geplanten Schritten". Die Airline kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wegen der Corona-Krise an. So sollen beispielsweise Passagiere, Besatzung und das Bodenpersonal Masken tragen.
 
 

Expedia: Reiselust erwacht im Mai

Das Online-Reisebuchungsunternehmen Expedia geht infolge einer Erholung der Nachfrage im Mai von einem geringeren Verlust im zweiten Quartal als erwartet aus. "Was wir gesehen haben, sind kleine Anzeichen einer Erholung an Orten, an denen Lockerungen möglich geworden sind, wodurch die Menschen jetzt anfangen können, über ihren Sommerurlaub nachzudenken", teilte das Unternehmen mit. Im ersten Quartal fielen die Bruttobuchungen um 39,2 Prozent auf 17,89 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust belief sich auf 1,3 Milliarden Dollar nach 103 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.
 

Marktturbulenzen pulverisieren Generalis Gewinn

Generali: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12,13
Differenz relativ
-0,33%

Der italienische Versicherer und Allianz-Konkurrent Generali hat im ersten Quartal unter der Corona-Krise gelitten. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 113 Millionen Euro und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor mit 744 Millionen Euro. Dabei schlugen insbesondere Abschreibungen in Folge der Verwerfungen an den Finanzmärkten im Zuge der Corona-Pandemie negativ zu Buche.

Das operative Ergebnis legte hingegen um 7,6 Prozent auf rund 1,45 Milliarden Euro zu. Analysten hatten hier im Schnitt weniger erwartet. Dabei profitierte Generali insbesondere von seinen Geschäften außerhalb der Lebensversicherungen.

Air France-KLM verabschiedet sich früher vom A380

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM stellt wegen der Corona-Krise den Betrieb ihrer A380-Flotte ein. Die Flotte sei derzeit am Boden und werde nicht wieder fliegen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch. Die Ausmusterung des größten Passagierjets der Welt war ursprünglich für 2022 vorgesehen. Air France-KLM hat insgesamt neun A380-Jets in seiner Flotte.

Apple & Google: Schnittstellen für Warn-App sind bereit

Die Smartphone-Schnittstellen von Google und Apple für Corona-Warn-Apps sind jetzt verfügbar. Bisher wurde der Zugang dazu 22 Ländern zugesagt. Weitere dürften in den kommenden Wochen hinzukommen. Pro Land soll nur eine App auf die Schnittstellen zugreifen können, um einen Flickenteppich aus verschiedenen Anwendungen zu verhindern.

Die Corona-Apps sollen helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten.

Corona setzt Royal Caribbean schwer zu

Stornierungen wegen der Coronavirus-Pandemie setzen Royal Caribbean zu. Der Kreuzfahrtanbieter rechnet deshalb auch im laufenden zweiten Quartal mit einem Verlust. Im ersten Quartal stand ein Fehlbetrag von 1,44 Milliarden Dollar nach einem Gewinn von knapp 250 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum zu Buche. "Wenn unsere Schiffe wieder ablegen, werden sie in einer veränderten Welt segeln", sagte Vorstandschef Richard Fain.

Tesla lässt Klage gegen Corona-Einschränkungen fallen

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
756,50
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-0,09%

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat die Klage gegen die Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise am Standort seines Stammwerks in Kalifornien fallengelassen. Der Richter stellte das Verfahren daraufhin ein, wie aus Gerichtsunterlagen von Mittwoch hervorgeht. Tesla hatte den Bezirk Alameda County vor gut zehn Tagen verklagt, weil die Vorschriften zur Coronavirus-Eindämmung aus Sicht der Firma die Wiederaufnahme der Produktion ungerechtfertigterweise verhinderten.

 

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Die wichtigsten Stationen im Leben von Elon Musk Erst gemobbt, dann vergöttert

Klein-Elon Musk mit Telefonhörer

Das frühreife Kind
Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.

Tagestermine am Dienstag, den 26. Mai

Firmen:
Fraport: Verkehrszahlen, 21.KW, 07:00 Uhr
Suzuki: Jahreszahlen, 08:00 Uhr
Hella: Telefonkonferenz, 09:00 Uhr
Fraport: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Nordex: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Dr. Hönle: Hauptversammlung (online), 10:00 Uhr
Siemens: Abspaltungsbericht für Siemens-Energy, 10:00 Uhr
Basler: Hauptversammlung (online), 13:30 Uhr
Air France-KLM: Hauptversammlung, 14:30 Uhr
Merck & Co.: Hauptversammlung, 15:00 Uhr

Konjunktur:
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EU: Acea Nfz.-Zulassungen 04/20, 08:00 Uhr
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