Marktbericht 11:40 Uhr

Marktbericht positiv Apple
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Gegenbewegung Dax: Gibt Apple jetzt die Richtung vor?

von Angela Göpfert

Stand: 24.05.2019, 11:40 Uhr

Die Apple-Aktie hat sich zu einem wichtigen Indikator für die Risikobereitschaft der Anleger und damit auch für den Dax entwickelt.

Seit Anfang des Monats scheint der Handelskonflikt zwischen China und den USA immer weiter zu eskalieren. An den Aktienmärkten weltweit hatten darunter vor allem Tech-Unternehmen massiv zu leiden, erst am Donnerstag fiel der Nasdaq 100 auf ein Zwei-Monats-Tief.

Das wundert kaum, bedenkt man, dass viele Tech-Konzerne auf die umfangreichen Lieferketten zwischen den USA und China angewiesen sind. Davon hatte bislang auch Apple profitiert. Doch nun drohen dem iPhone-Konzern Vergeltungsmaßnahmen seitens der Chinesen. Auf Twitter gab es bereits unzählige Tweets zu vorübergehenden Zöllen auf Produkte des Technologieriesen.

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Börse 12.00 Uhr: Kaum Reaktionen auf May-Rücktritt

Trump nährt Hoffnungen

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate
Kurs
160,70
Differenz relativ
+0,06%

Das ließ die Apple-Aktie am Donnerstag bis auf 177,81 Dollar einbrechen. Doch am Freitag geht es wieder bergauf – die Apple-Aktie ist damit ein Spiegelbild der wieder steigenden Risikoneigung der Anleger.

Präsident Trump hatte am Donnerstagabend sachte Hoffnungen genährt, den Streit um den Telekomausrüster Huawei in den Handelsgesprächen mit China zu lösen. "Ich kann mir vorstellen, dass Huawei in irgendeine Form eines Handelsabkommens einbezogen wird", sagte Trump vor dem Weißen Haus in Washington.

US-Futures kräftig im Aufwind

Das ist nicht viel. Doch den Anlegern scheint es angesichts des ausverkauften Zustands der großen Indizes zu genügen, um eine Gegenbewegung einzuleiten. An der Wall Street in New York deutet alles auf einen positiven Handelsauftakt hin.

Die US-Futures haben ihr Plus immer weiter ausgebaut. Aktuell notieren die Futures auf den Dow Jones Industrial, den S&P 500 und den Nasdaq 100 jeweils 0,6 Prozent höher.

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
Kurs
25.602,37
Differenz relativ
+0,45%
S&P 500 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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2.826,78
Differenz relativ
+0,18%

Noch ist nicht alles verloren

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.011,04
Differenz relativ
+0,49%

Die anziehenden US-Futures beflügeln auch die Märkte in Europa. Der Dax zieht bis zum Mittag in der Spitze um 1,0 Prozent auf 12.072 Punkte an. Übergeordnet gilt:

Solange der Dax die letzten beiden Verlaufstiefs bei 11.847/44 Punkten verteidigen kann, besteht noch Hoffnung. Doch erst ein Anstieg über das Montagshoch bei 12.247 Zählern würde den Bullen einen Vorteil verschaffen.

Tagesschau24
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tagesschau24 Eröffnungsbericht vom 24.05.2019

Mangelnde Marktbreite

Ein klarer Negativfaktor für die Aktienmärkte bleibt weiterhin die mangelnde Marktbreite. Weniger als die Hälfte der Dax-Aktien hat im Zuge der Aufwärtsbewegung im April-Mai ein neues 52-Wochen-Hoch markieren können - darunter Aktien wie Adidas, SAP und Vonovia. Der jüngste Aufwärtsimpuls ruhte damit auf wenigen Schultern.

Adidas: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
259,25
Differenz relativ
-0,21%

SAP

SAP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
113,62
Differenz relativ
+0,39%
Vonovia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
47,82
Differenz relativ
+0,48%

Noch verheerender sieht das Bild an der Weltleitbörse in New York aus: Dort lag die Zahl der neuen 52-Wochen-Hochs im Nasdaq 100 bei weniger als einem Fünftel. Mit anderen Worten: Das jüngste Rekordhoch im Nasdaq 100 fand unter Ausschluss von vier Fünftel der Aktien statt.

Nur Highflyer laufen gut

Im marktbreiten S&P 500 oder im Russell 3000, der praktisch alle US-Aktien enthält, böte sich Anlegern ein ähnliches Bild, betont Marktstratege Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.

"Wenn nur noch die Highflyer wie einige wenige Tech-Werte oder ausgesuchte Zykliker in der Lage sind, in diesen Zeiten neue Hochs zu erzielen, ist dies kein gutes Zeichen", so Rethfeld.

Ölpreise ziehen wieder an

Die Ölpreise setzten am Freitag zu einer Gegenbewegung an. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um ein Prozent, die Nordsee-Soprte Brent gar um 1,6 Prozent. Am Donnerstag war der WTI-Preis noch erstmals seit Ende März wieder unter die Marke von 60 Dollar gefallen. Ein Fass Brent kostete weniger als 70 Dollar. Neue Lagerdaten des amerikanischen Energieministeriums und die angespannte politische Lage setzen die Ölpreise unter Druck.

Die Erdölreserven der USA waren auf den höchsten Stand seit Mitte 2017 gestiegen. Das deutet auf eine geringe Nachfrage oder ein zu hohes Angebot hin. Außerdem ist der Handelsstreit zwischen China und den USA nach wie vor ungelöst. Dies belastet den Welthandel und damit die Ölnachfrage. China ist der weltgrößte Öl-Nachfrager.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
68,41
Differenz relativ
+1,60%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
58,49
Differenz relativ
+1,16%

Wenig Bewegung dagegen am Devisenmarkt: Der Euro tendiert seitwärts bei 1,11982 Dollar. Der Goldpreis gibt leicht nach auf aktuell knapp 1.282 Dollar.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,1206
Differenz relativ
+0,02%
Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.284,52
Differenz relativ
-0,03%

Post plant Streetscooter mit Brennstoffzellen

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
27,01
Differenz relativ
-0,06%

Die Elektro-Transporterschmiede der Deutschen Post, StreetScooter, will die Reichweite ihrer Elektro-Transporter mit der Hilfe von Brennstoffzellen vergrößern. Der neue "H2 Panel Van" sei der erste serienmäßige 4,25 Tonnen-Elektrotransporter, dessen Antrieb von einer Brennstoffzelle mit zusätzlicher Energie versorgt wird und dadurch Reichweiten von bis zu 500 Kilometern erzielen kann, teilte die Post am Freitag mit. DHL Express soll das neue Fahrzeug vorerst exklusiv nutzen.

Deutsche Post: Briefporto bald bei 80 Cent?

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
27,01
Differenz relativ
-0,06%

Das Porto der Deutschen Post für einen Standardbrief wird einem Medienbericht zufolge zum 1. Juli von derzeit 70 Cent auf 80 Cent steigen. Das Verschicken einer Postkarte werde künftig 60 Cent statt bislang 45 Cent kosten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Auch alle anderen Briefarten würden deutlich teurer. Die Post selbst wollte noch keine konkreten Angaben machen.

Tag der Abrechnung auf der Deutsche-Bank-HV

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
6,37
Differenz relativ
-1,39%

Die Aktionäre haben auf der Hauptversammlung in Frankfurt kaum ein gutes Haar an der Strategie des größten deutschen Geldhauses gelassen und abermals eine schnelle Kursänderung gefordert. Auf seiner zweiten Hauptversammlung als Konzernlenker kündigte Christian Sewing abermals einen Umbau der darbenden Investmentbank an: "Wir sind zu harten Einschnitten bereit." Laut Insidern sind weitere Einschnitte im US-Aktiengeschäft geplant.  | mehr

Deutsche Bank Hauptversammlung 2019 in der Frankfurter Messehalle Audio

ARD-Börse: Deutsche Bank - Aktionärsrevolte ausgeblieben

Vapiano gerettet - vorerst

Vapiano: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
5,93
Differenz relativ
0,00%

Die Aktien von Vapiana legten am Freitag zu. Die ins Schlingern geratene Restaurantkette hat die Refinanzierungsverhandlungen mit den Banken erfolgreich abgeschlossen. Dabei erhielt sie verbindliche Kreditzusagen im Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro. Die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2018 wurde auf den 18. Juni verschoben. Ursprünglich sollte die Bilanz am 24. Mai präsentiert werden.  | mehr

Besucher sitzen in der Sonne vor einem Vapiano-Restaurant in Münster Audio

Börse 08.00 Uhr: Dax etwas erholt - Vapiano gerettet

5G-Auktion: Aus der Erfahrung nichts gelernt?

Die Gebote für die 5G-Frequenzen haben die Schwelle von sechs Milliarden Euro übersprungen. Am Donnerstag ging die Auktion in der 405. Runde knapp über dieser Grenze zu Ende, wie aus Daten der Bundesnetzagentur hervorging. Experten hatten damit gerechnet, dass zwischen drei bis fünf Milliarden Euro zusammenkommen. Vor dem Hintergrund der immer teurer werdenden 5G-Frequenzen hatten Anfang der Woche bereits 1&1 Drillisch und United Internet ihre Dividendenausschüttungen drastisch gekürzt.  | mehr

Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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15,07
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+0,16%
1&1 Drillisch: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
27,64
Differenz relativ
-2,19%
United Internet: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
32,02
Differenz relativ
-1,17%

Boeing 737 MAX: Europäische Piloten "zutiefst beunruhigt"

Boeing: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
318,00
Differenz relativ
+2,17%

Europäische Piloten haben sich "zutiefst beunruhigt" über eine Wiederzulassung der Unglücksmaschine Boeing 737 MAX gezeigt. Die Fehlsoftware des Jets habe das Vertrauen in die gesamte US-Flugsicherheit erschüttert, teilte der europäische Pilotenverband mit. Laut Reuters rechnet die amerikanische Flugaufsicht Insidern zufolge damit, dass das Flugverbot für Maschinen des Typs 737 MAX ab Ende Juni aufgehoben werden könnte.

Boeing 737 MAX 8
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Boeing 737 MAX: Europäische Piloten warnen vor Wiederzulassung

Rekord-Kurssprung bei Casino

Anleger haben mit Erleichterung auf den Gläubigerschutz für den Mehrheits-Aktionär von Casino reagiert. Aktien des französischen Einzelhändlers stiegen um bis zu 17 Prozent - so stark wie noch nie. In den zwei Monaten zuvor waren sie um rund 40 Prozent eingebrochen.

Am Donnerstag gewährte ein Gericht der hoch verschuldeten Casino-Mutter Rallye Gläubigerschutz für sechs Monate. Rallye-Titel stürzten um 62 Prozent ab.

Casino: Kursverlauf am Börsenplatz Tradegate für den Zeitraum Intraday
Kurs
30,08
Differenz relativ
+9,12%
Rallye: Kursverlauf am Börsenplatz Tradegate für den Zeitraum Intraday
Kurs
2,95
Differenz relativ
-60,74%

Moeller-Maersk sieht "beträchtliche Unsicherheiten"

AP Møller-Maersk: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
965,00
Differenz relativ
-3,50%

Der dänische Reedereikonzern hat im ersten Quartal das Ebitda um mehr als 30 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar gesteigert. Analysten hatten mit 1,25 Milliarden Dollar gerechnet. Der Umsatz kletterte auf 9,5 von 9,3 Milliarden Dollar. Moeller-Maersk bestätigte seine Gewinnprognose für 2019, warnte aber, dass Handelskonflikte und das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum "beträchtliche Unsicherheiten" darstellten.

Die Mond-Pläne der NASA beflügeln diese Aktie

Als einen der ersten Schritte auf dem Weg zurück zum Mond will die US-Raumfahrtbehörde Nasa 2022 ein Antriebsmodul in die Umlaufbahn des Erdtrabanten bringen. Für Entwicklung und Bau des Moduls sei die Firma Maxar Technologies aus dem US-Bundesstaat Colorado ausgewählt worden, teilte die Nasa mit. Der Vertrag habe ein Volumen von rund 375 Millionen Dollar. Die Maxar-Technologies-Aktie schoss daraufhin im New Yorker Handel um 28 Prozent in die Höhe.  | mehr

Facebook schließt Milliarden Fake-Accounts

Facebook: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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162,86
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Facebook hat immer mehr mit gefälschten Nutzerkonten zu kämpfen. In den ersten drei Monaten 2019 seien fast 2,2 Milliarden solcher "fake accounts" abgeschaltet worden, teilte das soziale Netzwerk mit. Im vierten Quartal 2018 waren nur 1,2 Milliarden Konten gelöscht worden. Facebook erklärte, die überwiegende Mehrheit der Konten sei kurz nach der Erstellung entdeckt worden, bevor sie aktiv werden konnten. Das Netzwerk hat monatlich insgesamt rund 2,4 Milliarden aktive Nutzer und schätzt, dass davon fünf Prozent gefälscht sind.

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So formte Mark Zuckerberg das Facebook-Imperium Vom Studi-Experiment zum Milliardenkonzern

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg 2004 an der Harvard University, Cambridge

Anfänge in Harvard
Facebook schreibt seine Anfänge in einem Studentenwohnheim einer der erfolgreichsten Eliteschmieden in den USA - Harvard. 2003 schreibt Mark Zuckerberg sein erstes Programm, für das er sich gleich mal in die Datenbank des Wohnheims hackt. Über "Facemash" können seine Mitstudenten das Aussehen von weiblichen Kommilitonen vergleichen und bewerten. Nach kurzer Zeit wird die Website allerdings durch eine Anordnung von Harvard wieder offline gestellt.

Tagestermine am Montag, den 27. Mai

Unternehmen:
Hornbach Holding: Bilanz-PK zum Geschäftsjahr 2018/2019 , 11:00 Uhr
Müller- Die lila Logistik: Hauptversammlung in Stuttgart, ab 11:00 Uhr
S-Immo: Q1-Zahlen

Sonstiges:
USA: Börsen wegen Feiertags geschlossen
Großbritannien: Börse wegen Feiertags geschlossen