Marktbericht 20:15 Uhr

Marktbericht neutral
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Weiter viel Bewegung im Dax Bullen und Bären belauern sich

Stand: 22.05.2019, 20:15 Uhr

Wie geht es weiter im Nervenkrieg zwischen den USA und China? Die Anleger haben darauf heute nicht wirklich eine Antwort parat gehabt. Weder Bullen noch Bären durften sich am Ende als Sieger fühlen.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Dabei sah es zunächst gar nicht schlecht aus. Immerhin bis auf 12.211 Punkte war der deutsche Leitindex am Mittwoch in der Spitze gestiegen, ehe die Anleger dann auf die Bremse drückten und der Index bis auf 12.061 Punkte absackte. Immerhin eine Schwankungsbreite von 150 Punkten, Trader können damit schon etwas anfangen.

Unter dem Strich aber ist zur Wochenmitte letztlich nicht viel rausgekommen. Der Dax schloss am Ende bei 12.168 Punkten, ein moderater Tagesgewinn von 25 Punkten oder 0,21 Prozent.

Zollstreit bleibt das wichtigste Thema

ARD-Börsenstudio: Jan Plate
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Börse 20.00 Uhr Das war der Tag

"Die Marktteilnehmer bleiben nervös, denn immer neue Gerüchte rund um den Handelsstreit der USA und China machen die Runde. Das vermiest den Investoren etwas die Kaufleute", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. "Es gibt aktuell viel Unsicherheit und zugleich kaum positive Impulse, und das wird uns wohl auch in den kommenden Tagen erhalten bleiben."

Man mag zu Donald Trump stehen wie man will, aber wenn er eingreift, sorgt das an der Börse immer für Bewegung. Wie zuletzt beim Huawei-Bann, der immer weitere Kreis zieht. Denn der chinesische Smartphonehersteller wird es außerhalb Chinas schwer haben, seine Geräte ohne das Android-Betriebssystem von Google an die Kunden zu bringen. Auch der 90-Tage-Aufschub der US-Regierung ändert daran nichts.

ARD-Börsenstudio: Jan Plate
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Börse 17.30 Uhr: Tagesfazit ohne Schlussdax

"Unabhängig von den vorübergehenden Lockerung der US-Beschränkungen für Huawei unterschätzen Anleger die unerbittliche Ausweitung des Handelskonflikts", sagte Sean Darby, Chef-Anlagestratege der Investmentbank Jefferies.

Dow Jones gibt nach

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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Auch an der New Yorker Aktienbörse herrscht Verunsicherung. Der Leitindex Dow Jones gibt derzeit rund 0,3 Prozent nach. Für Nervosität sorgten Medienberichte, wonach dem chinesischen Spezialisten für Videoüberwachung Hikvision ähnliche US-Beschränkungen drohen wie Huawei.

"Die Leute denken, dass das eine weitere Vergeltungsmaßnahme sein könnte", sagte Stratege Kim Forrest vom Vermögensberater Bokeh Capital Partners in Pittsburgh. "Bislang ging es bei den Verhandlungen eher um 'wie du mir, so ich dir' statt um einen wirklichen Dialog."

Die Fed hat es nicht eilig

Das am Abend veröffentlichte Sitzungsprotokoll des FOMC-Zinsausschusses vom 1. Mai hat bisher den Markt nicht groß bewegt. Die Mitglieder des Ausschusses deuteten auf der Sitzung an, dass sie noch für einige Zeit bei den Zinsen geduldig sein werden. Der jüngste Rückgang der Inflation wurde von vielen Mitgliedern als vorübergehend eingestuft. Damit bleibt es vorerst bei der Zinspause der Fed.

Qualcomm-Aktie stürzt nach Gerichtsurteil ab

Die Aktie von Qualcomm kommt heute an der Nasdaq schwer unter die Räder. Ein US-Bundesgericht hat den Chiphersteller wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht verurteilt.

Qualcomm habe seit Jahren den Wettbewerb auf dem Chipmarkt "abgewürgt", erklärte Richterin Lucy Koh am Dienstag im kalifornischen San Jose. Kunden wie Huawei, Samsung und Sony hätten unter diesen Praktiken zu leiden gehabt.

Die Richterin warnte, dass Qualcomm die wettbewerbswidrigen Praktiken beim Übergang zum neuen Mobilfunkstandard 5G "wahrscheinlich" fortsetzen wolle. Mit ihrem Urteil gab sie einer Klage der US-Aufsichtsbehörde FCC Recht. Koh wies das US-Unternehmen an, seine Praktiken bei der Preisfestsetzung und dem Verkauf zu ändern. Qualcomm kündigte allerdings an, umgehend in die Berufung zu gehen.

Xi Jinping warnt

ARD-Börsenstudio: Claudia Wehrle
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ARD-Börse: Wir wollen der Erste sein! Mit welchen Strategien Chinesen und Amerikaner punkten wollen

Chinas Präsident Xi Jinping sprach derweil davon, dass die internationale Lage "immer komplizierter" werde. "Wir müssen uns der langfristigen und komplexen Natur verschiedener ungünstiger Faktoren im In- und Ausland bewusst sein und uns angemessen auf verschiedene schwierige Situationen vorbereiten", betonte Xi. Nach einer unmittelbar bevorstehenden Einigung im Handelsstreit mit den USA hört sich das jedenfalls nicht an.

Wirecard und Adidas sind nicht zu bremsen

B5-Moderator Rigobert Kaiser
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B5 Börse 17.14 Uhr: Adidas auf Rekordkurs

Unter den Einzeltiteln im Dax setzte Wirecard die Rally der vergangenen Tage fort und war erneut bester Dax-Wert. Auch Adidas setzte seine Rekordjagd am Mittwoch fort und erreichte im Verlauf bei 264,65 Euro einen weiteren Höchststand. Der Schlussstand lag bei 263,05 Euro. "Der Wahnsinn geht weiter", kommentierte Chartanalyst Alexander Paulus von Godmode-Trader mit Blick auf die Rally der vergangenen Wochen.

Auch Aktien der Deutschen Börse waren kräftig im Aufwind. Der Kurs stand heute im Verlauf bei 125,15 Euro so hoch wie seit 2008 nicht mehr. Am Ende schloss das Papier des Börsenbetreibers bei 124,25 Euro.

Lufthansa-Papiere mussten dagegen erneut Federn lassen. Die Flugbranche leidet allgemein unter der politischen Verunsicherung und dem hohen Ölpreis. Die Papiere der Kranich-Linie sind nun seit Ende April um mehr als 20 Prozent abgerutscht - wenn auch inklusive der Ausschüttung der Jahresdividende. Das Geschäftsumfeld werde wieder schwieriger, erklärte Analyst Hans-Peter Wodniok vom Analysehaus Alphavalue.

Naht Theresa Mays Götterdämmerung?

Am Devisenmarkt ging derweil der Kursrutsch des britischen Pfundes weiter. Die britische Währung ist im Tief bis auf 1,2638 Dollar gefallen, aktuell liegt der Kurs aber wieder höher bei bei 1,2672 Dollar. Hintergrund des Pfund-Schwächeanfalls ist der neueste Akt im Brexit-Drama der Theresa May.

Der britischen Premierministerin droht nämlich nach ihrem gestrigen Vorstoß eine weitere Niederlage im Parlament. Sowohl die oppositionelle Labour-Partei als auch große Teile ihrer eigenen Fraktion lehnen ihre neuen Vorschläge ab. Beobachter erwarten ein baldiges politisches Ende der Premierminsterin - die Gerüchteküche jedenfalls ist derzeit kurz davor, überzukochen.

Theresa May

Theresa May. | Bildquelle: picture alliance / empics

Der Versuch Mays, die Zustimmung zu ihrem Brexit-Abkommen mit der Option auf ein zweites Brexit-Votum zu verbinden sei gescheitert, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Es erscheint sogar unwahrscheinlicher, dass der Brexit-Deal im vierten Versuch das Parlament passiert." Damit wird der ungeregelte Austritt des Landes wieder wahrscheinlicher.

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Verluste nach überraschend gestiegenen US-Rohölvorräten ausgebaut. Die Vorräte legten um 4,7 Millionen auf 476,8 Millionen Barrel zu, wie das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang um 1,7 Millionen Barrel gerechnet.

Die Notierungen bleiben aber insgesamt auf hohem Niveau. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet derzeit 70,85 Dollar, 1,7 Prozent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) liegt bei 61,53 Dollar, ein Rückgang von 2,1 Prozent.

Der Weltmarkt bleibe angespannt, unterstrich die Commerzbank. Dies ist eine Folge des knappen Angebots durch das Erdölkartell Opec und mit ihm verbündeter Förderländer. Die Commerzbank verweist auch auf hohe Preisaufschläge am Ölterminmarkt - ebenfalls ein Hinweis auf ein knappes Angebot. Im Gegensatz zum Pfund tut sich beim Euro nicht viel. Die Gemeinschaftswährung notiert bei 1,1167 Dollar.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Wirecard: Großauftrag in Indien

Die Wirecard-Aktie setzte ihre Klettertour fort und gewann 5,86 Prozent in Dax und TecDax. Das Unternehmen wird mit dem indischen Staatsunternehmen UTIITSL zusammenarbeiten. Lokale Agenten von Wirecard sollen in dem asiatischen Land Dokumente von Verbrauchern einsammeln. Diese Dokumente werden dann in digitalisierter Form an die UTIITSL weitergeleitet, um so genannte PAN-Karten zu erstellen, mit den Finanztransaktionen durchgeführt und Identitätsnachweise erbracht werden können.

T-Mobile US: Mobilfunkfusion vor dem Aus

Die geplante Milliardenfusion zwischen den Mobilfunkanbietern T-Mobile US und Sprint trifft beim US-Justizministerium Insidern zufolge auf Bedenken. Die Wettbewerbs-Experten in der Behörde hätten empfohlen, den Zusammenschluss der Nummer drei und der Nummer vier des US-Mobilfunkmarktes abzulehnen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Nun liege die Entscheidung bei den politischen Beamten um den Bereichsleiter Makan Delrahim. Die Entscheidung werde in etwa einem Monat erwartet. Die Aufsichtsbehörde FCC hatte ihrerseits am Montag grünes Licht für die 26 Milliarden Dollar schwere Transaktion signalisiert.

Ein Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint war in den vergangenen Jahren schon zwei Mal gescheitert. Während die Firmen günstigere Tarife für die Kunden in Aussicht stellen, befürchten Verbraucherschützer höhere Preise durch die Fusion.

T-Mobile und Sprint-Logos in New York Audio

B5 Börse 14.14 Uhr: Mobilfunkfusion vor dem Aus

Zetsche nimmt Abschied

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Daimler-Chef Dieter Zetsche bestreitet heute seine letzte Hauptversammlung als Vorstandsvorsitzender. Der 66-jährige Automanager gibt seinen Posten nach mehr als 13 Jahren an der Spitze des Dax-Konzerns ab. Auf der Aktionärsversammlung konnte er trotz des anhaltend schrumpfenden Pkw-Absatzes der Hauptsparte Mercedes-Benz an den Jahreszielen des Konzerns festhalten. Absatz, Umsatz und Ebit sollten in diesem Jahr leicht steigen. Seine Nachfolge wird der bisherige Entwicklungschef Ola Källenius (49) antreten.

Commerzbank will schärfer werden

Die Commerzbank ist mit ihrem im vergangenen Jahr erreichten Gewinn nicht zufrieden. "Hier können und müssen wir mehr erreichen", sagte Vorstandschef Martin Zielke am Mittwoch laut Redetext auf der Hauptversammlung in Wiesbaden. Im laufenden Jahr rechnet Zielke mit einem leicht höheren Konzernergebnis als 2018.

"Wir wollen auch für 2019 wieder eine Dividende zahlen", bekräftigte er. "Wir planen eine Ausschüttungsquote, die auf vergleichbaren Niveau des Jahres 2018 liegen wird."  | mehr

IT-Panne bei Deutscher Bank

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Am Abend musste die Deutsche Bank eine IT-Panne einräumen. Bei der Panne wurden einige Parameter bei der nachträglichen Analyse von Transaktionen nicht verarbeitet. Das Finanzinstitut bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Laut Blatt hat die Deutsche Bank aufgrund eines Software-Fehlers offenbar seit vielen Jahren Probleme damit, Zahlungen von Großkunden vorschriftsgemäß zu überprüfen.

Der Fehler sei Mitarbeitern der Abteilung gegen Finanzkriminalität aufgefallen, nachdem die Bank ihre Prozesse im Herbst vergangenen Jahres entschieden verbessert habe, teilte das Geldhaus weiter mit. Das Institut arbeite daran, den Fehler schnellstmöglich zu beheben und befinde sich "im engen Austausch mit den Regulatoren dazu".

Bis zu 170 Millionen Euro für die Zalando-Gründer

Mögliche Millionenbezüge für die Chefs des Modehändlers Zalando stoßen auf Kritik der Aktionäre. Je nach Aktienkurs können die Gründer Rubin Ritter, Robert Genz und David Schneider in knapp fünf Jahren jeweils bis zu 170 Millionen Euro einstreichen.

Grundlage sind Aktienoptionen mit der Voraussetzung, dass der Umsatz des MDax-Unternehmens um 15 Prozent wächst. Bei weniger als zehn Prozent gibt es keinen Bonus. Das Grundgehalt der Vorstände liegt nur bei 65.000 Euro pro Jahr. Nicolas Huber vom Vermögensverwalter DWS forderte Korrekturen. Die Aktienoptionen sollten nicht nur von Umsatzzielen abhängen, sondern etwa auch davon, wie profitabel und nachhaltig das Unternehmen wirtschafte.

Aurubis kauft zu

Der Kupferkonzern und Metallverarbeiter Aurubis aus dem MDax treibt den Unternehmensumbau mit der Übernahme eines Recycling-Spezialisten voran. Die belgisch-spanische Metallo-Gruppe werde für rund 380 Millionen Euro von einem Finanzinvestor übernommen, teilte Aurubis am Mittwoch in Hamburg mit.

Metallo ist den Angaben zufolge ein auf die Rückgewinnung von Nichteisenmetallen spezialisiertes Recycling- und Raffinationsunternehmen, das rund 530 Arbeitnehmer überwiegend in Belgien und Spanien beschäftigt. 2018 erzielte Metallo einen Umsatz von rund 985 Millionen Euro.

Im Zuge des laufenden Konzernumbaus will Aurubis das Kupfergeschäft stärken, aber auch die Verarbeitung komplexer Rohstoffe ausweiten.

Dortmund und Bechtle in Schwung

Im TecDax markiert am Mittag die Aktie des IT-Dienstleisters Bechtle ein neues Allzeithoch mit 107,30 Euro. SDax-Spitzenreiter ist das Papier von Borussia Dortmund. Mit plus fünf Prozent auf 9,50 Euro steigt es auf den höchsten Stand seit November. Der Club hatte zuvor bekanntgegeben, den Mittelfeldspieler Thorgan Hazard vom Bundesliga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach unter Vertrag genommen zu haben.

BVB auf großer Einkaufstour

Borussia Dortmund hat wenige Stunden nach Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) auch Nationalspieler Julian Brandt vom Bundesliga-Konkurrenten Bayer Leverkusen verpflichtet.

Der 23-Jährige erhält wie Hazard beim BVB einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2024. Das teilten beide Clubs am Mittwoch mit. Brandt verfügte laut Medienberichten über eine Ausstiegsklausel, die es ihm ermöglichte, Leverkusen in diesem Sommer für eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro vorzeitig zu verlassen.

Dortmunds neue Mannschaft nimmt damit immer mehr Kontur an. Neben Brandt und Hazard hat der Revierclub schon Nationalspieler Nico Schulz (TSG Hoffenheim) für ebenfalls 25 Millionen Euro verpflichtet. Vom FC Barcelona kommt noch der Nachwuchsspieler Mateu Morey.

Ado Properties gut im Geschäft

Die auf Berlin konzentrierte Immobilienfirma hat zum Jahresauftakt vom robusten Wohnungsmarkt in der Bundeshauptstadt profitiert. Bei einer Steigerung der Erträge aus Vermietungen um 13,9 Prozent auf 35,7 Millionen Euro kletterte das operative Ergebnis aus Vermietungen (FFO1) im ersten Quartal um 5,1 Prozent auf 16,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand das Ziel eines FFO1 von rund 65 Millionen Euro.

Abacus legt Preisspane für Börsenhandel fest

Der dänische Arzneimittel-Importeur Abacus Medicine hat im Zuge des Börsengangs die Preisspanne für seine Aktien festgelegt. Diese liege bei 14,50 bis 16,00 Euro je Aktie, teilte das Unternehmen am frühen Mittwochabend mit. Damit ergebe sich ein Gesamtvolumen zwischen 71,8 und 79,2 Millionen Euro.

Geplant sei die Ausgabe von knapp 3,59 Millionen neuen Aktien zur Finanzierung strategischer Wachstumsinitiativen sowie 1,37 Millionen alte Papiere der Altaktionäre, hieß es weiter. Damit werde ein Streubesitz von rund 45 Prozent angestrebt.

Die Angebotsfrist beginne an diesem Donnerstag und ende am kommenden Mittwoch (29. Mai). Erster Handelstag im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse soll dann der 31. Mai sein, hieß es weiter. Schon im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen den Gang an die Börse geplant, diesen aber abgeblasen.

Air China will Geld von Boeing

Die drei größten Fluggesellschaften Chinas fordern von dem US-Flugzeugbauer Medienberichten zufolge Schadenersatz wegen des Ausfalls des Unglücksmodells 737 MAX. Nach China Eastern Airlines hätten auch Air China und China Southern Airlines einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtete das staatliche Fernsehen. Nach einem zweiten Flugzeugabsturz mit vielen Todesopfern kurz nach dem Start muss die Boeing 737 MAX seit Mitte März weltweit am Boden bleiben.

Bevor über eine Aufhebung des Flugverbots entschieden wird, sollen am Donnerstag Vertreter von Flug-Behörden aus aller Welt auf Einladung der US-Luftfahrtbehörde FAA in Dallas zusammenkommen, um die überarbeitete Sicherheitssoftware und Trainingsvorschläge von Boeing zu prüfen.

5G-Netz startet - in London

Der britische Mobilfunker EE (ehemals Everything Everywhere) kündigte am Mittwoch an, dass sein 5G-Netz am 30. Mai zunächst in sechs Städten ausgerollt werden soll: In London, in Cardiff in Wales, im nordirischen Belfast, im schottischen Edinburgh sowie in Birmingham und Manchester. Wie das zum Telekommunikationskonzern BT gehörende Unternehmen weiter mitteilte, sollen bis Ende 2019 bis zu 1.500 Standorte erreicht werden.

Der Standard kann aber vorerst nicht mit Huawei-Geräten genutzt werden. Nachdem EE noch in der vergangenen Woche angekündigt hatte, das Huawei Mate 20 X 5G nach Großbritannien zu bringen, wird das Gerät nach Angaben von EE-Chef Marc Allera nun noch zurückgehalten. Größter Einzelaktionär von BT ist übrigens die Deutsche Telekom mit zwölf Prozent.

Wollte Apple Tesla kaufen?

Die Tesla-Aktie hat sich gestern auf eine Berg- und Talfahrt begeben. Craig Irwin, Senior Research Analyst bei Roth Capital Partners, sagte auf dem Finanzsender CNBC, dass Tesla vor sechs Jahren ein Angebot von 240 Dollar je Aktie vorgelegen habe.

Gleichzeitig müsse laut Analyst Adam Jonas von Morgan Stanley angesichts der hohen Schuldenlast und der Abhängigkeit von der Nachfrage aus China, die wegen des Handelsstreits mit den USA einbrechen könnte, müsse im schlimmsten Fall mit einem Absturz der Tesla-Aktie auf zehn Dollar gerechnet werden.  | mehr

Tesla S Audio

Börse 06.00 Uhr: Tesla-Aktie bald ein Schnäppchen?

Softbank: Nächster Schlag für Huawei

Der japanische Telekommunikations- und Internet-Konzern Softbank verschiebt bei seiner Mobilfunktochter Ymobile die für Freitag geplante Markteinführung des Huawei Smartphones P30 Lite. Der Konzern wolle sich erst vergewissern, ob der Verkauf nach Einführung der Geschäftsrestriktionen gegen Huawei durch die USA möglich sei. Die USA haben im Handelskrieg mit China Sanktionen gegen Huawei verhängt, die Einschränkungen für den Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller aber vorübergehend wieder gelockert.

Tagestermine am Montag, den 27. Mai

Unternehmen:
Hornbach Holding: Bilanz-PK zum Geschäftsjahr 2018/2019 , 11:00 Uhr
Müller- Die lila Logistik: Hauptversammlung in Stuttgart, ab 11:00 Uhr
S-Immo: Q1-Zahlen

Sonstiges:
USA: Börsen wegen Feiertags geschlossen
Großbritannien: Börse wegen Feiertags geschlossen