Marktbericht 20:15 Uhr

Marktbericht negativ
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Dax verliert vier Prozent Börse am seidenen Faden

Stand: 01.04.2020, 20:15 Uhr

Gute Nachrichten drängen sich in Corona-Zeiten wahrlich nicht auf. Das Börsenumfeld bleibt extrem nervös, die Angst vor einer alles verschlingenden globalen Rezession schwebt über allem. Der Dax musste heute eine weitere Verkaufswelle hinnehmen.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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9.589,43
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Der deutsche Leitindex Dax ist zum Start ins neue Quartal den ganzen Tag nicht aus der Minuszone gekommen. Zwar hat sich der Index am Nachmittag zwischenzeitlich leicht von seinen Tagestiefs gelöst, am Ende blieb aber ein ernüchternder Verlust von 3,94 Prozent auf einen Schlussstand von 9.544 Punkten.

Hoffnungen auf eine dynamischere Zwischenerholung haben sich damit (mal wieder) zerschlagen. Bis maximal 10.000 Punkte scheint momentan das Erholungs- und Hoffnungspotenzial zu reichen, danach geht es meist wieder bergab. Denn eine Flut von Gewinnwarnungen und Dividendenstreichungen schlägt die Aktienanleger derzeit nahezu täglich in die Flucht und schürt Rezessionsängste.

"Die Suche nach der Talsohle wird noch eine Weile andauern", prognostizierte Analyst Han Tan vom Online-Broker FXTM. Denn die Aktienkurse seien gemessen an den - in der drohenden Rezession zu erwartenden - Firmengewinnen noch recht hoch.

ARD-Börsenstudio: Claudia Wehrle
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Börse 20.00 Uhr Das war der Tag

Auch der CDU-Politiker und Wirtschaftsfachmann Friedrich Merz goss heute Wasser in den Wein der Hoffnungen. Viele Industrien und Branchen würden die Produktionszahlen von vor der Krise auf Jahre nicht wieder erreichen, warnte Merz.

Trump-Administration erwartet bis zu 240.000 Tote

Als ob das nicht reichen würde - Präsident Donald Trump stimmt seine Landsleute auf schwere Zeiten ein. "Es ist absolut entscheidend für das amerikanische Volk, die Richtlinien für die nächsten 30 Tage zu befolgen. Es ist eine Frage von Leben und Tod", sagte Trump.

Audio allgemein - Startbild
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ARD-Börse: Risiken und Nebenwirkungen der Hilfspakete

Die Coronavirus-Koordinatorin des Weißen Hauses, Deborah Birx, befürchtet in den kommenden Monaten 100.000 bis 240.000 Tote durch das Virus. Während die Krise sich in Kontinentaleuropa dem Höhepunkt zu nähern scheint und in China abflaut, erlebt Amerika eine Apokalypse. Vor allem in New York City bleibt die Lage extrem gefährlich, die Stadt entwickelt sich immer mehr zum Corona-Hotspot der USA.

Die Zahl der Toten ist nach Medienberichten trotz Ausgangsbeschränkungen in New York und weiteren Ballungszentren der USA am Dienstag landesweit um mehr als 850 gestiegen - so viel wie nie zuvor an einem Tag seit Ausbruch der Krise.

Merkel gibt keine Entwarnung

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel. | Quelle: picture-alliance/dpa

In der Corona-Krise dämpft auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Erwartunge. Ein Ende der Einschränkungen sei nicht in Sicht. "Ich kann zu dieser Frage, wie lange das noch dauern wird, keine Aussagen machen zum jetzigen Zeitpunkt", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch nach telefonischen Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Länder hätten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gemeinsam beschlossen und wollten sie auch gemeinsam beenden, wenn es so weit sei.

Wall Street tiefrot

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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21.273,35
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Die drastische Warnung des Präsidenten drückt auch die Kurse an den US-Märkten. "Die Spekulationen um die Talsohle der Aktienmärkte erscheint angesichts der steigenden Infektions- und Todeszahlen verfrüht", sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Der Leitindex Dow Jones kann sich nicht befreien und steht bei Redaktionsschluss rund 3,4 Prozent im Minus. "Die wirtschaftlichen Folgen des Erregers Covid-19 sind so drastisch wie unvorhersagbar", sagte Nigel Green, Gründer und Chef des Anlageberaters deVere. "Aber deutlicher Abschwung ist - unglücklicherweise - fast unausweichlich." Vor diesem Hintergrund suchten einige Investoren Zuflucht im "sicheren Hafen" Staatsanleihen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen T-Bonds auf 0,622 von 0,699 Prozent.

Außer den Aktien des Einzelhändlers Walmart und des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble stehen alle anderen Dow-Aktien mehr oder weniger deutlich im Minus. Vor allem Finanzwerte leiden, aber auch Flugzeugbauer Boeing gehört wieder zu den größten Verlierern.

American Express: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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72,26
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Boeing: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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125,66
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+2,76%
Walmart: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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105,56
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Dax-Werte müssen kräftig Federn lassen

Unter den 30 Dax-Werten standen vor allem Autoaktien unter Druck. Bundeskanzlerin Merkel berät nach Informationen aus Regierungs- und Branchenkreisen am Abend mit Spitzen der Auto-Industrie über die Folgen der Coronavirus-Epidemie. Auch Minister könnten sich zuschalten, heißt es.

Schwächster Wert war aber, wie schon des Öfteren zuletzt, das Papier des Triebwerkbauers MTU Aero. Die Fresenius-Dialysetochter FMC hielt sich wie auch das Papier der Muttergesellschaft Fresenius besser und war Tagessieger. Auch Allianz schnitten besser ab als der Markt.

MTU

MTU: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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117,00
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-2,38%
Fresenius: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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34,06
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Allianz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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154,18
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US-Konjunkturdaten stützen den Dollar

Am Devisenmarkt fiel der Euro am Nachmittag weiter zurück und notiert aktuell bei 1,0933 Dollar nahe seines Tagestiefs. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0936 (Dienstag 1,0956) US-Dollar fest.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1,0931
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Nach schwachen Einkaufsmanagerdaten für die Industrie aus Deutschland am Vormittag bekam der "Greenback" fundamental Rückenwind aus den USA. Zunächst vom Arbeitsmarkt, wo die März-Zahlen der privaten US-Arbeitsvermittlung ADP mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahl um 27.000 deutlich besser ausfielen, als von Experten erwartet.

Auch die US-Industrie hat sich zu Beginn der Coronavirus-Krise besser als erwartet behauptet. Der Einkaufsmanager-Index sank im März um 1,0 auf 49,1 Punkte, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Ökonomen hatten dagegen mit einem stärkeren Rückgang auf 45,0 Punkte gerechnet. Das Barometer signalisiert erst bei Werten über 50 ein Wachstum.

Allerdings stehen den Industriebetrieben schwere Zeiten ins Haus: Die Aufträge brachen so kräftig ein wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht. "Mit zeitlicher Verzögerung ist zudem damit zu rechnen, dass die Corona-Pandemie zu weiteren Belastungen der wirtschaftlichen Aktivitäten sorgen wird", sagte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf.

B5 aktuell Börse
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B5 Börse 17.18 Uhr: US-Firmen streichen erstmals seit Jahren Stellen

Marktteilnehmer begründeten den starken Dollar aber auch mit dem hohen Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit und Liquidität. Beides bietet aufgrund der Größe des US-Finanzmarkts der US-Dollar

Weiter Preiskrieg am Ölmarkt

Am Ölmarkt bleibt die Lage wegen des Preiskriegs zwischen Russland und Saudi-Arabien angespannt und sorgt unter anderem für volle Lager. Am Nachmittag wird noch der offizielle wöchentliche Bericht der US-Energiebehörde (EIA) erwartet. Am Vortag hatte Präsident Donald Trump Gespräche zwischen den in einen Preiskrieg verwickelten Ölfördernationen in Aussicht gestellt, was am Markt positiv aufgenommen worden war. Der Preis für die Feinunze Gold lag mit 1.581 Dollar etwas höher, blieb aber unter der Marke von 1.600 Dollar.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
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22,37
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Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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1.589,46
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Deutsche Börse profitiert von Marktturbulenzen

Deutsche Börse : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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119,60
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Die Deutsche Börse hat im März erheblich von den Marktturbulenzen aufgrund der Corona-Krise profitiert. Mit 300,7 Milliarden Euro wurde das Handelsvolumen an den Kassamärkten mehr als verdoppelt, wie der Börsenbetreiber am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Der Löwenanteil entfiel dabei mit knapp 260 Milliarden Euro auf den Xetra-Handel, dessen durchschnittlicher Tagesumsatz bei 11,8 Milliarden Euro lag und sich ebenfalls mehr als verdoppelte. Umsatzstärkster Dax-Titel auf Xetra war im März der Softwarekonzern SAP mit einem Volumen von 15,8 Milliarden Euro.

VW lässt Fertigung weiter ruhen

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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101,16
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Volkswagen verlängert wegen der Corona-Krise seine Produktionspause um weitere fünf Tage. Wie der deutsche Autohersteller am Dienstagabend mitteilte, soll für insgesamt rund 80.000 Angestellte der Volkswagen AG mit der Nachtschicht vom 19. auf den 20. April die Kurzarbeit enden. Grund für die Verlängerung der Produktionspause seien die anhaltend sinkende Nachfrage nach Fahrzeugen und weiterhin bestehende Probleme in der Lieferkette. VW hatte die Produktion am 20. März gestoppt.

Die VW-Tochter Porsche berichtet derweil über deutliche Rückgänge der Verkäufe in den USA. Die 192 Händler im Land verkauften mit 11.994 Autos 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch in Atlanta (Georgia) mitteilte. Die Veräufe der Kernmarke VW sanken im ersten Quartal um 13 Prozent. Wie in Europa haben auch in den USA viele Händler wegen der Virus-Krise geschlossen.

China will E-Auto-Quote lockern

China erwägt Insidern zufolge, der von der Corona-Pandemie gebeutelten Autobranche auf die Sprünge zu helfen und die Quote für den Bau von Elektro- und Hybridfahrzeugen zeitweilig zu senken. Zudem könnte die Einführung neuer Emissionsschutzregeln um sechs Monate verschoben werden, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur "Reuters". "Die Politiker erkennen an, dass sich Autobauer strecken müssen um Elektroautos zu fördern, wenn sich die Nachfrage verlangsamt. Sie wollen, dass sich die Autobranche in diesem Jahr stetig erholt", sagte einer der Insider.

Seit 2019 gilt in China für die Autobauer eine Mindestquote von zehn Prozent für den Verkauf von Elektro-Automobilen und Hybrid-Autos. 2020 sollte diese Quote auf zwölf Prozent steigen. Die Quoten gelten für Autohersteller, die mehr als 30.000 konventionelle Fahrzeuge jährlich in China produzieren oder importieren.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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25,49
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Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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101,16
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BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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45,81
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FMC schließt Corona-Bündnis in den USA

FMC

FMC: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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58,60
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Im Kampf gegen die Corona-Pandemie arbeitet Fresenius Medical Care mit anderen Dialyse-Anbietern in den USA zusammen. Wesentliches Ziel sei es, Nierenkranke, die sich tatsächlich oder möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert haben, isoliert von anderen Patienten zu behandeln. Konkret kooperiert FMC mit den US-Anbietern DaVita, U.S. Renal Care, American Renal Associates, Satellite Healthcare sowie anderen Dialysefirmen.

Kurzarbeit bei der Lufthansa

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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8,02
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Die Airline rund 87.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Damit sind etwa zwei Drittel der Belegschaft von der Maßnahme betroffen. Die Lufthansa hat inzwischen einen Bericht von "Business Insider" bestätigt. Der Luftfahrttitel verliert im Dax etwa vier Prozent.

Über 40 Prozent der Conti-Produktion ruhen - 30.000 Kurzarbeiter

Beim Autozulieferer Continental haben der Nachfrageeinbruch und die Lieferketten-Probleme wegen der Coronakrise inzwischen deutliche Einschnitte in der Produktion zur Folge. Wie Conti am Mittwoch berichtete, stehen vor allem im Kerngeschäft mit der Autotechnik sowie in der Reifensparte derzeit weltweit mehr als 40 Prozent der Standorte still. In Deutschland sei für etwa die Hälfte der Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet, rund 30.000 Mitarbeiter seien davon betroffen. Der Dax-Konzern aus Hannover will zusätzliche Kosten kappen und Investitionen verschieben.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller muss darüber hinaus seine knapp vier Wochen alte Jahresprognose schon wieder einstampfen. Wegen der Unsicherheit über die Dauer der Beeinträchtigungen von Produktion, Lieferketten und Nachfrage nehme der Vorstand den Ausblick zurück, wie Continental mitteilte. Es sei nicht absehbar, wann ein neuer Ausblick gegeben werden könne. Die Conti-Aktie rutschte am Vormittag um 7,79 Prozent ab.

Deutsche Bank denkt über Bonus-Verzicht nach

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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5,88
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Die Deutsche Bank denkt - wie von den Aufsichtsbehörden angeregt - über einen möglichen Bonusverzicht des Topmanagements nach. Das Institut sei sich der Gesamtlage der Wirtschaft und der Politik bewusst und spreche intern natürlich über das Thema, hieß es aus Insiderkreisen. Dabei gehe es um mehr als nur um reine Kürzungen bei Bonuszahlungen. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Das "Handelsblatt" hatte zuerst darüber berichtet. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab.

Die Europäische Bankenbehörde EBA legte den Banken wegen der Corona-Krise einen "besonnenen Umgang" mit Bonuszahlungen nahe. Die Herangehensweise sollte "konservativ" sein und die aktuelle wirtschaftliche Situation widerspiegeln. Einen kompletten Stopp der Boni verlangte die Behörde allerdings nicht.

Aus Commerzbank-Arena wird der "Deutsche-Bank-Park"

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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5,88
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Die Deutsche Bank hat die Spekulationen bestätigt. Sie wird neuer Sponsor des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Bei der auf mindestens sieben Jahre angelegten Partnerschaft gehe es um mehr als Sport-Sponsoring, teilten der Club und die Deutsche Bank mit. So sollen unter anderem auch digitale Geschäftsmodelle und Produkte entwickelt werden. Die Commerzbank-Arena, in der die Eintracht vor mehr als 50.000 Zuschauern spielt und in dem regelmäßig große Konzerte stattfinden, wird umbenannt in "Deutsche Bank Park".

T-Mobile US schließt Sprint-Übernahme ab

Die Telekom-Tochter T-Mobile US vollzieht ihre lange angepeilte Fusion mit dem Rivalen Sprint. Führen werde das neue Unternehmen Mike Sievert, teilte T-Mobile US am Mittwoch mit. Der bisherige T-Mobile-Chef John Legere werde bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit Mitglied des Verwaltungsrates bleiben.

Das neue Unternehmen will eine starke Nummer drei auf dem US-Mobilfunkmarkt hinter den Platzhirschen AT&T und Verizon werden - mit 140 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 77 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss war in den vergangenen Jahren schon zwei Mal gescheitert, ein dritter Anlauf wurde zuletzt von den Behörden aber genehmigt. An der neuen T-Mobile soll die Deutsche Telekom 43 Prozent halten, der japanische Sprint-Großaktionär Softbank etwa 24 Prozent. "Dies ist in herausfordernden Zeiten ein historischer Tag für die Deutsche Telekom", sagte Telekom-Chef Tim Höttges

T-Mobile US: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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79,22
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Sprint: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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7,37
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Deutsche Telekom: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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11,54
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Adidas zahlt jetzt doch Miete

Adidas: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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198,80
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Nach der harschen Kritik an den ausgesetzten Mietzahlungen für seine deutschen Shops hat der Adidas-Konzern eingelenkt. Künftig wollen die Herzogenauracher doch die Mieten zahlen. "Wir haben einen Fehler gemacht und damit viel Vertrauen verspielt. Es wird dauern, Ihr Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Aber wir werden alles dafür tun", beteuerte Adidas in einem offenen Brief. Wegen der Corona-Krise hat der Sportartikelhersteller zudem sein Aktienrückkaufprogramm für dieses Jahr gestoppt.  | mehr

Bedenken bei Osram-Anlegern

Osram: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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31,20
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Osram-Aktien sind am Mittwoch um mehr als elf Prozent auf 28,85 Euro abgesackt. Die Papiere des Leuchtenspezialisten lagen damit rund 30 Prozent unter den von der kriselnden AMS für die Übernahme gebotenen 41 Euro. Die wenig überzeugende Kapitalerhöhung des österreichischen Halbleiterherstellers zur Finanzierung des Deals konnte die Bedenken der Anleger nicht zerstreuen. AMS konnte nur 70 Prozent der angebotenen Aktien direkt unterbringen. Bei den restlichen 30 Prozent mussten die Konsortialbanken einspringen. AMS sackten an der Schweizer Börse auf einen Tiefstand seit 2012 ab.

Auch Salzgitter fährt Hochöfen runter

Salzgitter: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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10,49
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Der niedersächsische Stahlkonzern Salzgitter fährt angesichts der Corona-Krise seine Produktion zurück. Die Hochöfen A und B hätten ihren Ausstoß verringert, erklärte der Konzern am Mittwoch. Die Produktion könne im Rahmen der Marktentwicklung noch stärker heruntergefahren werden. Die Schwerindustrie ist von der Krise besonders betroffen, weil die Nachfrage wichtiger Kunden etwa aus der Automobilindustrie stark nachgelassen hat. Der deutsche Branchenführer Thyssenkrupp hat ebenfalls eine Senkung der Produktion und auch Kurzarbeit angekündigt.

Comdirect streicht Dividende

Wie die Konzernmutter Commerzbank wird auch die Direktbank Comdirect für das abgelaufene Jahr keine Dividendenzahlung vorschlagen. Die Bank folge damit der Empfehlung der Europäischen Zentralbank (EZB), bis mindestens zum 1. Oktober 2020 keine Dividenden zu zahlen, hieß es am Mittwoch von dem Geldinstitut aus Quickborn. Vor einem Jahr hatte die Onlinebank 0,25 Euro je Aktie gezahlt.

Die Commerzbank als Haupteigentümerin war dem Vorschlag der EZB bereits vor zwei Tagen gefolgt. Die Commerzbank besitzt nach jüngsten Angaben über 90 Prozent der Anteile an der Comdirect und will die restlichen Aktionäre über einen sogenannten Squeeze-Out aus dem Unternehmen drängen. Dafür ist ein Beschluss der Hauptversammlung notwendig, die für den 5. Mai geplant ist.

Comdirect: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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12,78
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Commerzbank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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3,25
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Patrizia verkauft Portfolio

Patrizia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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19,80
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Der Immobilienkonzern Patrizia hat ein großes Wohnungsportfolio in den Niederlanden für 375 Millionen Euro an die schwedische Wohnimmobiliengesellschaft Heimstaden verkauft. Insgesamt umfasst das Portfolio 2023 Wohnungen sowie 60 Gewerbe-Einheiten in 29 Städten. Rund 60 Prozent der Immobilien liegen in der Metropolregion in und um die beiden Großstädte Amsterdam und Rotterdam, wie es weiter hieß.

Erst kürzlich hatte Patrizia angekündigt, seinen Aktionären trotz der Corona-Krise eine höhere Dividende für das vergangene Jahr zahlen zu wollen und an seiner Mitte Februar abgegebenen Prognose festzuhalten.

Olympia-Verschiebung kostet Münchener Rück die Jahresprognose

Münchener Rück: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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176,50
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Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio und die Absage anderer Großveranstaltungen bringt die Münchener Rück in diesem Jahr nun doch aus dem Takt. Im ersten Quartal werde nur ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag als Gewinn übrigbleiben, warnte der weltgrößte Rückversicherer am Abend. Im vergangenen Jahr hatte er in den ersten drei Monaten noch 633 Millionen Euro verdient. Auch die 2,8 Milliarden Euro Gewinn, die sich der Konzern für das Gesamtjahr 2020 vorgenommen hatte, seien nicht mehr zu erreichen.

Das Ende Februar angekündigte Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro werde wegen der Unsicherheiten nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie ausgesetzt. Das gelte solange, bis man klarer sehe, wie teuer die weltweiten Virusinfektionen für den Rückversicherer würden. Vorstand Torsten Jeworrek hatte die Schäden in der Lebens- und Krankenversicherung im schlimmsten Fall auf bis zu 1,4 Milliarden Euro veranschlagt.

Vonovia begibt Anleihe

Vonovia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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43,82
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Der Wohnimmobilienkonzern Vonovia hat zwei Anleihen mit einem Volumen von insgesamt einer Milliarde Euro platziert. Die Papiere mit Laufzeiten von vier und zehn Jahren seien stark nachgefragt gewesen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Bochum mit. So habe das Ordervolumen bei mehr als drei Milliarden Euro gelegen. Die zusätzliche Liquidität werde für die planmäßige Rückzahlung einer Portfoliofinanzierung im zweiten Quartal sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet.

Bilfinger zieht Prognose zurück

Bilfinger: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
13,40
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+2,29%

Der Industriedienstleister Bilfinger streicht seine Prognose für das laufende Jahr. Hintergrund sei neben der Virus-Krise auch der zeitgleiche Ölpreisverfall, hieß es in einer am Dienstagabend veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens. Den Dividendenvorschlag werde der SDax-Konzern "überdenken". Der Aktienkurs von Bilfinger sackte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um mehr als fünf Prozent ab. Das Management reagiere mit "Maßnahmen zur Kostensenkung, zur Erhöhung der Liquidität und zur Verbesserung der finanziellen Flexibilität", hieß es weiter.

Michelin und Engie rudern zurück

Mit dem Reifenhersteller Michelin und derm Versorger Engie haben zwei Unternehmen aus dem französischen Leitindex CAC40 in Anbetracht der Coronakrise am Mittwoch nach Börsenschluss zurückgerudert. Continental-Konkurrent Michelin streicht seine Dividende von den bisher in Aussicht gestellten 3,85 Euro auf 2,00 Euro zusammen.

Noch drastischer geht es beim Versorger Engie zu. Dieser streicht sowohl seine Dividende für das vergangene Jahr als auch den Ausblick auf 2020. Engie hatte eigentlich vor, seine Dividende um sieben Prozent zu steigern. Engie gehört zu 24 Prozent dem französischen Staat.

Michelin: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
80,00
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-0,55%
Engie S.A. : Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
8,80
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BP tritt auf die Bremse

BP

BP: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
4,12
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+7,87%

Angesichts der Corona-Krise will der britische Ölkonzern seine Ausgaben um 25 Prozent kürzen und die Produktion in seinem Schieferöl- und Gasgeschäft herunterschrauben. Die Ausgaben sollen 2020 auf zwölf Milliarden Dollar sinken, teilte BP mit. Zuvor hatte der Ölriese das untere Ende der Spanne von 15 bis 17 Milliarden Dollar angepeilt. In der US-Schieferölsparte BPX sollen die Investitionen um eine Milliarde Dollar gekürzt werden. Die Ölproduktion von BPX soll um rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen.

"Dies ist wahrscheinlich das brutalste Umfeld für Öl- und Gasunternehmen seit Jahrzehnten", erklärte BP-Chef Bernard Looney. Aufgrund der weltweiten Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie ging die Nachfrage nach Öl stark zurück, so dass die Ölpreise im ersten Quartal um 65 Prozent einbrachen.

Corona-Krise: Harter Rückschlag am US-Automarkt

Der US-Automarkt leidet unter den Folgen der Corona-Pandemie. Die Branchenriesen General Motors (GM) und Fiat Chrysler meldeten am Mittwoch starke Rückgänge bei den Verkaufszahlen für das erste Quartal. Bei Herstellern, die monatliche Absatzbilanzen veröffentlichen, wurde der Einbruch aufgrund der Corona-Krise noch deutlicher. Hyundai wurde im März 43 Prozent weniger Neuwagen bei US-Kunden los als im Vorjahreszeitraum. Mazda und Mitsubishi erlitten Einbußen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent.

Bei Marktführer GM hielt sich der Absatzrückgang in den ersten drei Monaten 2020 mit minus sieben Prozent noch in Grenzen. Allerdings nahm die Corona-Krise in den USA erst im März richtig Fahrt auf - nur für diesen Zeitraum weist der Autokonzern keine Zahlen aus. Am deutlichen Quartalsminus lässt sich aber schon erkennen, wie düster die Lage derzeit ist. Fiat Chrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt.  | mehr

General Motors: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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17,65
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Ford: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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4,40
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Fiat Chrysler: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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6,28
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Amazon wegen Kündigung unter Druck

Amazon: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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1.760,80
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+0,24%

Dem weltgrößten Online-Händler Amazon droht Ärger wegen der Kündigung eines Mitarbeiters, der einen Streik wegen angeblich schlechter Arbeitsbedingungen in der Corona-Krise mitorganisiert hatte. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio gab am Dienstag (Ortszeit) bekannt, dass er eine Untersuchung des Vorfalls durch den Menschenrechtsbeauftragten der Stadt angeordnet habe. Der gefeuerte Mitarbeiter hatte eine Protestaktion mitgestartet, weil Amazon seine Angestellten in einem Warenlager im New Yorker Stadtteil Staten Island unzureichend vor dem Coronavirus schütze.

Xerox bläst HP-Übernahme ab

Der Drucker- und Kopierer-Hersteller Xerox stellt angesichts der Corona-Krise die Bemühungen ein, den größeren Rivalen HP zu übernehmen. Aufgrund der schwierigen Markt- und Wirtschaftslage wegen der Pandemie werde die Kaufofferte zurückgezogen, teilte Xerox am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Der Konzern hatte sich seit dem Herbst um HP bemüht und zuletzt fast 35 Milliarden Dollar für den Konkurrenten geboten, war dort aber ohnehin stets abgeblitzt. Als treibende Kraft hinter dem versuchten Deal galt der umstrittene US-Investor Carl Icahn, der an beiden Konzernen große Anteile hält. HP-Aktien reagierten nachbörslich mit Kursverlusten.

Tagestermine am Donnerstag, den 2. April

Firmen:
Grenke: Neugeschäftszahlen Q1, 07:00 Uhr
Voltabox: Jahreszahlen, 07:00 Uhr
Rocket Internet: Jahreszahlen, 08:00 Uhr
Walgreens Boots Alliance: Q2-Zahlen, 13:00 Uhr
Hella: Q3-Zahlen (detailliert)
Stratec: Jahresergebnis

Konjunktur:
EU: Erzeugerpreise 02/20, 11:00 Uhr
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (wöchentlich), 14:30 Uhr
USA: Handelsbilanz 02/20, 14:30 Uhr
USA: Auftragseingänge Industrie 02/20, 16:00 Uhr
USA: Auftragseingang langlebige Güter 02/20, 16:00 Uhr

Sonstiges:
EU: Tagung des Rates der EZB, Frankfurt a.M.