Marktbericht 20:15 Uhr

Marktbericht positiv
Video

Trump bleibt unberechenbar Aufwärts mit ungutem Gefühl

Stand: 21.05.2019, 20:15 Uhr

Die Bullen konnten nach den Verlusten des Vortages heute durchschnaufen. Der Dax machte Boden gut, bleibt aber auf Gedeih und Verderb von den Launen des US-Präsidenten Trump abhängig.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
12.011,04
Differenz relativ
+0,49%

Womit sich ein Ende der Schaukelbörse auch weiterhin nicht abzeichnet. Nach den Verlusten des Vortages hat der deutsche Leitindex immerhin heute 0,85 Prozent gut gemacht. Am Ende ging der Dax bei 12.143 Punkten aus dem Handel und behauptet damit weiter die Marke von 12.000 Punkten.

Trotz der latent großen Unsicherheit darüber, welcher Tweet wohl als nächster aus dem Weißen Haus kommen könnte, überwog heute das Prinzip Hoffnung bei den Anlegern - auch weil Präsident Trump (bis jetzt) eine kreative Pause beim Umbau der Welt nach seinem ureigenen Gusto einlegt(e).

Atempause im Huawei-Streit

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
Kurs
25.602,37
Differenz relativ
+0,45%

Die Hoffnung auf eine Einigung im schwelenden Handelsstreit wurde heute vielmehr von einem konzillianteren Umgang der USA mit dem chinesischen Technologieriesen Huawei getragen. Die Amerikaner setzten das Geschäftsverbot für Huawei für 90 Tage aus, damit das Unternehmen seine Netze in Betrieb halten und Smartphones mit Software-Updates versorgen kann.

"Dies sorgt für Erleichterung, weil es die Furcht der Marktteilnehmer dämpft, dass wir uns in Richtung eines ausgewachsenen Handelskrieges bewegen", sagte Andrew Milligan, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter Aberdeen Standard.

ARD-Börsenstudio: Jan Plate
Audio

Börse 20.00 Uhr Das war der Tag

Die USA haben Huawei wegen angeblich drohender Spionage auf eine Schwarze Liste gesetzt. Firmen benötigen nun eine Genehmigung, um mit dem chinesischen Konzern Geschäfte zu machen.

Auch an der Wall Street holen die Anleger etwas Luft und treiben den Leitindex Dow Jones rund 0,6 Prozent nach oben. Die Kauflaune der Anleger könne aber schnell verpuffen, solange es keine nachhaltige Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China gebe, warnte Rupert Thompson, Chef-Analyst des Vermögensverwalters Kingswood. Zumal der nächste Kriegsschauplatz, dieses Mal in Europa, von der Trump-Administration schon ausgeguckt ist.

US-Gesetz gegen Nord Stream 2 kommt bald

Wieder mal schwingen die USA die Sanktionskeule. Dieses Mal geht es gegen die am Bau der Gaspipeline von Russland nach Deutschland beteiligten Firmen. Ein Gesetz, das Strafen gegen an dem Projekt beteiligte Unternehmen vorsehe, werde "in nicht zu ferner Zukunft" vorliegen, sagte Energieminister Rick Perry am Dienstag während eines Besuchs in Kiew.

Die US-Regierung hat wiederholt Kritik an Nord Stream 2 geübt. Ihrer Auffassung nach macht sich Europa zu sehr abhängig von russischen Energielieferungen. Betroffen sind namhafte europäische Konzerne, so BASF (mit der Tochter Wintershall), Uniper, OMV, Royal Durch Shell und die französische Engie. Federführend für den Bau ist die russische Gazprom. Wie die Sanktionen konkret aussehen sollen, sagte der Minister nicht.

ThyssenKrupp und Wirecard im Dax ganz vorne

Am Nachmittag setzt die Aktie des Zahlungsabwicklers Wirecard ihre Erholung fort. Damit sorgt ausgerechnet Wirecard für etwas Kontinuität an der Börse, ein Stück verkehrte Welt. Immerhin steht das Wirecard-Papier wieder bei fast 150 Euro und ist damit nicht mehr weit entfernt vom dem Januar-Niveau, von dem aus der Abstieg begann.

Auch Thyssenkrupp-Papiere zogen kurz vor Handelsschluss noch stark an und gingen mit einem Plus von 4,79 Prozent als Tagessieger durchs Ziel. Hintergrund ist die einstimmige Zustimmung des Aufsichtsrats zu den jüngst bekannt gegebenen Umbauplänen des Konzerns. Vor allem der geplante Börsengang der profitablen Aufzugssparte kommt an der Börse sehr gut an.

B5-Moderator Rigobert Kaiser Audio

B5 Börse 17.14 Uhr: Mobilfunkfusion noch nicht unter Dach und Fach

B5-Moderator Rigobert Kaiser
Audio

B5 Börse 14.49 Uhr: Wirbel vor Deutsche-Bank-HV

Dem Dax half es aber deutlich mehr, dass die beiden Schwergewichte Siemens und SAP zu den größten Gewinnern gehören. Siemens profitierten dabei von einer Kaufempfehlung der Credit Suisse. Verlierer waren Beiersdorf und die T-Aktie. Letztere wegen möglicher Probleme bei der Genehmigung der Fusion der Tochterfirma T-Mobile US mit Sprint in den USA durch das US-Justizministerium.

Deutsche Bank-Aktien haben heute bei 6,58 Euro ein neues Rekordtief markiert, sich danach aber mit dem Markt erholt. Vor der Hauptversammlung am Donnerstag bleibt die Stimmung angespannt.

Euro bleibt unter 1,12 Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Nachmittag etwas schwächer bei 1,1158 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1161 (Montag: 1,1167) Dollar fest.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1,1206
Differenz relativ
+0,02%

Das Verbrauchervertrauen hat sich in der EU im Mai verbessert. Der entsprechende Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte auf minus 6,5 Punkte gestiegen, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten hingegen mit minus 7,7 Punkte gerechnet.

Die Verkäufe bestehender Häuser in den USA sind derweil im April gesunken. Auf das Jahr hochgerechnet wurden im April 5,19 Millionen Häuser verkauft. Ökonomen hatten mit 5,35 Millionen Häusern gerechnet. Die Bestandsverkäufe sind von großer Bedeutung für den Immobilienmarkt, sie machen in den USA etwa 90 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens aus.

"Der zweite Rückgang in Folge enttäuscht. Insgesamt sollten die Konjunktursorgen nicht kleiner werden und mit einer Verdrängung der Zinssenkungsfantasien ist nicht zu rechnen", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

May will zweites Referendum, Pfund löst sich vom Tief

Die britische Premierministerin Theresa May will das Parlament in London über ein zweites Brexit-Referendum abstimmen lassen. Das sagte sie bei einer Rede in London am Dienstag. Am Mittwoch will sie eine Erklärung vor dem Parlament geben.

Am Devisenmarkt hatten sich bereits im Vorfeld der Ansprache entsprechende Gerüchte verdichtet, die das Pfund bis über 1,28 Dollar nach oben getrieben hatten. Aktuell kostet die Währung 1,2750 Dollar, zeitweilig war sie bis auf 1,2689 Dollar abgerutscht, so wenig wie zuletzt vor vier Monaten.

Die Ölpreise haben am Dienstag anfängliche Gewinne größtenteils wieder abgegeben und lagen zwischenzeitlich sogar leicht in der Verlustzone. Aktuell legen sie leicht zu. Nach wie vor werden die Ölpreise durch die Aussicht auf eine anhaltend knappe Produktion gestützt.

Das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderländer könnten bald eine entsprechende Entscheidung treffen. Ursprünglich sollte das entscheidende Treffen der in der "Opec+" zusammengefassten Staaten Ende Juni stattfinden. Rohstoffexperten der Commerzbank verwiesen auf Meldungen vom Vortag, wonach das Treffen möglicherweise auf Anfang Juli verschoben werden könnte.

Eine Verschiebung des Treffens würde auf bestehende Meinungsverschiedenheiten innerhalb der "Opec+" hindeuten, hieß es in der Commerzbank-Analyse. "Insbesondere Russland scheint mit der am Wochenende von Saudi-Arabien in Aussicht gestellten Verlängerung des Kürzungsabkommens nicht glücklich zu sein", schreiben die Experten. Der Goldpreis sank derweil auf 1.279 Dollar je Feinunze.

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
68,41
Differenz relativ
+1,60%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum Intraday
Kurs
58,49
Differenz relativ
+1,16%
Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.284,52
Differenz relativ
-0,03%

Thyssenkrupp-Aufsichtsrat macht den Weg frei

Thyssenkrupp: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
11,95
Differenz relativ
-1,93%

Der Aufsichtsrat des kriselnden Stahl- und Industriekonzerns Thyssenkrupp hat die Pläne des Managements zur Neuausrichtung des Unternehmens genehmigt. Die Entscheidung sei einstimmig erfolgt, teilte das Unternehmen am frühen Dienstagabend in Essen mit. Die Thyssenkrupp-Aktie setzte sich daraufhin im Dax an die Spitze.

Die einzelnen Sparten sollen nun selbstständiger werden. Für das Geschäft mit Autokomponenten und dem Anlagenbau will Thyssenkrupp Partner suchen. Möglich wäre auch die Abgabe von Teilbereichen.

Ähnliches gilt auch für die Werftensparte, die U-Boote und Schiffe für das Militär produziert. Ein Börsengang der Aufzugsparte soll Geld in die Kassen spülen. Unterstützt wird das ganze durch eine schlanke Holding. Flankiert werden soll die Neuausrichtung durch massive Einschnitte bei den Kosten, die auch den Abbau von 6.000 Stellen beinhalten.

Thyssenkrupp Quartier Audio

B5 Börse 19.43 Uhr: Thyssenkrupp will Aufzugssparte an die Börse bringen

Deutsche Bank: Turbulenzen nehmen kein Ende

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
6,37
Differenz relativ
-1,39%

Im Vorfeld der Hauptversammlung ist die Aktie der Deutschen Bank weiter billig wie nie. Am Dienstag rutschte die Aktie zeitweise auf ein neues Rekordtief von 6,58 Euro. Neben Verkaufsempfehlungen und dem wieder aufkochenden Geldwäsche-Skandal um US-Präsident Donald Trump steht auch Aufsichtsratschef Paul Achleitner unter massivem Druck.

Einige Großaktionäre drängen Achleitner offenbar zu einem vorzeitigen Abgang. Sie forderten eine Nachfolge-Regelung für den Österreicher, um ihn vorzeitig ablösen zu können, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Deutschlands größtem privaten Geldhaus steht am Donnerstag einmal mehr eine turbulente Hauptversammlung bevor. Erstmals haben die beiden mächtigen Stimmrechtsberater Glass Lewis und Institutional Investor Services (ISS) den Anteilseignern empfohlen, Vorstand und Aufsichtsrat der Bank nicht zu entlasten.  | mehr

Schock für T-Mobile US und Sprint: Fusion in Gefahr?

Das US-Justizministerium neigt einem Medienbericht zufolge zu einer Ablehnung der geplanten Milliardenfusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem US-Rivalen Sprint. Das Ministerium habe trotz Zugeständnissen der beiden Unternehmen noch Wettbewerbsbedenken, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Prüfung vertrauten Person.   | mehr

Daimler will kräftig sparen

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
47,43
Differenz relativ
+0,21%

Daimler will laut einem "Handelsblatt"-Bericht massiv in der Verwaltung sparen. Die Kosten in den Zentralbereichen des Autobauers sollen um 20 Prozent sinken, berichtete die Finanzzeitung unter Berufung auf Insider des Konzerns. Es gehe um mehrere Milliarden Euro an Effizienzpotenzial. Der designierte Daimler-Chef Ola Källenius (Foto) feilt dem Bericht zufolge schon seit Monaten an "Gegenmaßnahmen", um die Margenziele zu retten. Die Vorarbeiten für die Initiative "Move" seien weit gediehen, im Sommer solle das Sparpaket stehen. Daimler wollte sich dazu nicht äußern.

Adidas, Nike und Puma appelieren an Trump

Adidas, Nike und Puma haben zusammen mit anderen Schuhherstellern vor den Konsequenzen der neuen Zollpläne von US-Präsident Donald Trump gewarnt. In einem gemeinsamen Brief bezeichneten am Dienstag mehr als 170 Unternehmen aus der Schuhindustrie solche Pläne als "katastrophal". Sie forderten Trump auf, Schuhe von der Liste der Waren, die er möglicherweise mit neuen Strafzöllen belegen wird, zu streichen.

Der vorgeschlagene zusätzliche Zoll von 25 Prozent auf Schuhe "wäre katastrophal für unsere Kunden, unsere Unternehmen und die amerikanische Wirtschaft im allgemeinen", heißt es in dem Schreiben. Die Schuhkonzerne widersprachen zudem Trumps falscher Behauptung, solche Zölle würden von China bezahlt. Es dürfe kein Missverständnis darüber geben, dass US-Bürger die Zölle auf importierte Güter bezahlten, erklärten die Unternehmen.

Metro: Ärger beim Real-Verkauf

Metro-Chef Olaf Koch stößt mit seinen Plänen für einen Verkauf der Supermarktkette Real bei Großaktionär Daniel Kretinsky auf wenig Gegenliebe. Dessen EPH-Gruppe sei enttäuscht über den Stand der Transaktion, sagte ein Insider aus dem Umfeld der Kretinsky-Firma am Dienstag.

Koch hatte Anfang Mai exklusive Verhandlungen mit dem Immobilien-Investor Redos über den Verkauf von Real vereinbart. Die Übereinkunft sieht vor, dass Real als Ganzes an das von Redos geführte Konsortium veräußert werden soll, zu dem auch die Immobilieninvestoren ECE und Morgan Stanley Real Estate gehören. Metro soll zunächst einen Anteil von 24,9 Prozent an Real behalten. Kretinsky könnte bei Übernahme der Anteile der Duisburger Familienholding Haniel sowie dem Ceconomy-Anteil an Metro über die Schwelle von 30 Prozent kommen.

Viel Unruhe vor der Uniper-HV

Am Tag vor der Hauptversammlung des Energiekonzerns Uniper zog Invesor Paul Singer mit seinem Hedgefonds Elliott seinen Antrag auf Abschluss eines Beherrschungsvertrags zurück. Das teilte der Finanzinvestor, der zuletzt mit knapp 18 Prozent an den Düsseldorfern beteiligt war, am Dienstag in London mit. Elliott hatte Ende März gefordert, dass Uniper einen Beherrschungsvertrag mit seinem finnischen Großaktionär Fortum vorbereiten soll. Darüber sollte die am Mittwoch stattfindende Hauptversammlung abstimmen.

Fortum hatte Mitte des vergangenen Jahres den Anteil von Eon von 46,65 Prozent übernommen und hält aktuell knapp unter 50 Prozent. Eine Übernahme wird derzeit allerdings von einem Veto der russischen Kartellbehörden blockiert.

Uniper-Logo in der Unternehmenszentrale Audio

B5 Börse 20.14 Uhr: Streit vor Uniper Hauptversammlung

Ceconomy: Niedergang gestoppt?

Die kriselnde Elektronikhandelsholding Ceconomy mit ihren Töchtern Media Markt und Saturn hat unter neuem Management den Rückgang des operativen Ertrags gebremst. Der Umsatz sei allerdings im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 währungsbereinigt um 1,1 Prozent auf fünf Milliarden Euro zurückgegangen, teilte Ceconomy am Dienstag mit. Der bereinigte operative Ertrag (Ebitda) stagnierte dagegen bei 80 Millionen Euro.  | mehr

1&1 Drillisch und United Internet kürzen die Dividenden

United Internet und seine Telekommunikationssparte 1&1 Drillisch haben ihre Ankündigung wahr gemacht: Beide Unternehmen kündigten am Montagabend an, wegen der immer noch andauernden 5G-Frequenzversteigerung den jeweiligen Hauptversammlungen eine nur noch eher symbolische Dividende vorschlagen zu wollen. In beiden Fällen sollen fünf Cent je Anteilschein ausgeschüttet werden.

Die Unternehmen wollen so verhindern, dass wegen einer höheren Dividendenzahlung nicht mehr ausreichend Geld für die Ersteigerung von Lizenzen vorhanden ist. Ursprünglich hatte United Internet im Falle eines Nichterhalts einer Lizenz 90 Cent je Aktie und 1&1 Drillisch 1,80 Euro je Aktie ausschütten wollen. Im späten Aktienhandel auf Tradegate gab der Kurs von 1&1 Drillisch leicht nach, während sich die Papiere von United Internet stabil zeigten.

1&1 Drillisch: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
27,64
Differenz relativ
-2,19%
United Internet: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
32,02
Differenz relativ
-1,17%

Evotec nimmt viel Geld in die Hand

Das Biotech-Unternehmen Evotec will Just Biotherapeutics übernehmen. Der vereinbarte Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile liegt bei bis zu 90 Millionen US-Dollar in bar. Mit einem Abschluss der Übernahme rechnet Evotec im zweiten Quartal des laufenden Jahres. Die Amerikaner haben laut Evotec 2018 einen Umsatz von 20 Millionen Euro erwirtschaftet und zur Zeit etwa 90 Mitarbeiter.

Leoni taumelt weiter nach unten

Die Leoni-Aktie ist der mit Abstand größte Verlierer im SDax. Das Bankhaus Lampe hat die Papiere nach "erneut desaströsen Ergebnissen" zum Verkauf empfohlen und das Kursziel von 21 auf 12 reduziert. Es sei zweifelhaft, dass die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um bei immer angespannterer Schuldensituation rechtzeitig die Trendwende zu schaffen. Leoni sei in der denkbar schlechtesten Verfassung, um mit einer möglichen Rezession umzugehen. Die Refinanzierung werde extrem schwierig und es drohe eine Kapitalerhöhung mit massiven Verwässerungseffekten für die Anleger.

Tesla-Aktie könnte auf zehn Dollar fallen

Die Tesla-Aktie bleibt auch am Dienstag unter Druck und kämpft mit der Marke von 200 Dollar. Das Minus summiert sich seit Jahresbeginn auf etwa 40 Prozent. Der Technologie-Index Nasdaq legte im gleichen Zeitraum rund 16 Prozent zu.

"Im Vergleich zum kurzfristigen Bedarf ist Tesla zu stark gewachsen", kritisierte Analyst Adam Jonas von der Bank Morgan Stanley. Der Aderlass im Management, Preisnachlässe und die angekündigten Sparmaßnahmen zeichneten das Bild eines Unternehmens, das unter Druck stehe.

Angesichts der hohen Schuldenlast und der Abhängigkeit von der Nachfrage aus China, die wegen des Handelsstreits mit den USA einbrechen könnte, müsse im schlimmsten Fall mit einem Absturz der Tesla-Aktie auf zehn Dollar gerechnet werden. Sein aktuelles Kursziel liege bei 230 Dollar, fügte Jonas hinzu.

Home Depot trotzt dem Wettergott

Die US-Baumarktkette Home Depot aus dem Leitindex Dow Jones sieht sich nach einem Umsatz- und Ergebniszuwachs im ersten Quartal auf Kurs zu den Jahreszielen. "Trotz des schlechten Wetters im Februar und im Vergleich zum Vorjahr gestiegener Bauholz-Preise sind wir zufrieden mit der grundsätzlichen Entwicklung in unserem Kerngeschäft", sagte Konzernchef Craig Menear laut Mitteilung vom Dienstag in Atlanta.

Im ersten Quartal erzielte Home Depot einen Umsatz von 26,4 Milliarden US-Dollar (rund 23,6 Milliarden Euro) und damit sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auf vergleichbarer Basis betrug das Plus noch 2,5 Prozent, im Heimatmarkt USA waren es 3,0 Prozent. Das operative Ergebnis stieg in ähnlichem Maße auf 3,6 Milliarden Dollar. Home Depot bekräftigte seine Jahresprognosen. 2019 will der Vorstand ein Umsatzplus von rund 3,3 Prozent erreichen, auf vergleichbarer Basis peilt er etwa fünf Prozent an.

Viel Stress für Apple mit Notebook-Tastaturen

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
160,70
Differenz relativ
+0,06%

Die Apple-Aktie könnte wegen einer Abstufung durch die Experten von Goldman Sachs am Mittwoch belastet werden. Die Analysten monieren die starke Abhängigkeit des Unternehmens vom chinesischen Markt. Apple kämpft derzeit aber vor allem mit den Tastaturen seiner Macbook-Laptops. Nach fortlaufenden Nutzer-Beschwerden weitete der Konzern das Austausch-Programm am Dienstag auch auf Notebook-Modelle aus dem vergangenen und diesen Jahr aus.

rm

1/10

Womit Apple sein Geld verdient Viel mehr als iPhone und iPad

Apple-Logo am Sternenhimmel

Apple ist der Gigant unter den weltweit agierenden Technologieunternehmen: Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 265,6 Milliarden Dollar, der Gewinn bei 59,5 Milliarden. Der Löwenanteil kommt dabei immer noch vom iPhone.

Tagestermine am Montag, den 27. Mai

Unternehmen:
Hornbach Holding: Bilanz-PK zum Geschäftsjahr 2018/2019 , 11:00 Uhr
Müller- Die lila Logistik: Hauptversammlung in Stuttgart, ab 11:00 Uhr
S-Immo: Q1-Zahlen

Sonstiges:
USA: Börsen wegen Feiertags geschlossen
Großbritannien: Börse wegen Feiertags geschlossen