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Wie die Deutschen bei der Anlage ticken Bundesweite Befragung der AXA

Anleger mit Aluminiumkoffer auf dem Schoß

Wie tickt der Deutsche in Sachen Geldanlage?
Zum Thema "Anlageverhalten der Deutschen 2017" hat der Versicherer 2.103 Online-Interviews geführt, dabei wurde die Wohnbevölkerung repräsentativ in allen Bundesländern befragt. Durchgeführt wurde die Befragung zusammen mit dem Marktforschungsinstitut YouGov.

Wie die Deutschen bei der Anlage ticken Bundesweite Befragung der AXA

Anleger mit Aluminiumkoffer auf dem Schoß

Wie tickt der Deutsche in Sachen Geldanlage?
Zum Thema "Anlageverhalten der Deutschen 2017" hat der Versicherer 2.103 Online-Interviews geführt, dabei wurde die Wohnbevölkerung repräsentativ in allen Bundesländern befragt. Durchgeführt wurde die Befragung zusammen mit dem Marktforschungsinstitut YouGov.

Fonds, Bulle und Bär

Aktienfonds besonders beliebt
Die Deutschen sind immer ängstlicher, was ihre Altersvorsorge betrifft. 61 Prozent erklären, sie sehen sich nicht mehr ausreichend für den Ruhestand abgesichert. Aber was tun? Mehr Aktien wäre eine Möglichkeit. Wenn es aber um Aktien geht, sind die Deutschen nicht konsequent. Zwar besitzt laut Daten des "Deutschen Aktieninstituts" (DAI) nur rund jeder siebte Deutsche überhaupt Aktien. 42 Prozent der Befragten (mehrheitlich Männer) glauben aber, dass eine Geldanlage an der Börse hochinteressant sei. Bei der Frage, welche Anlageform zu bevorzugen wäre, landen Aktienfonds als Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau an erster Stelle. Vier von zehn Erwachsenen sagen aber auch, dass ihnen das Wissen fehle, um an der Börse anzulegen.

Börse und Spielcasino

"Wie ein Besuch im Spielcasino"
Warum gibt's also nur so wenig Aktienbesitzer? AXA-Manager Patrick Dahmen spricht von "Mythen und Fakten", wenn es um die Börse geht. Nur langsam führen die Nullzinsen dabei zu einem Umdenken. Denn noch immer 58 Prozent glauben, mit einer Geldanlage an der Börse "unkontrollierbare Risiken" einzugehen. Für fast die Hälfte (46 Prozent) ist eine Anlage an der Börse sogar genau so riskant "wie ein Besuch im Spielcasino".

Bundesländer - Geld an der Börse

Die Bayern und die Aktien
Ein weiteres Beispiel für "Mythen und Fakten" rund um die Anlage in Aktien ist die Tatsache, dass fast die Hälfte der Bundesbürger die Wahrscheinlichkeit auf mindestens 50 Prozent schätzen, nach 20 Jahren Anlagedauer weniger zurückzubekommen, als sie eingezahlt haben. Diese Meinung ist in Thüringen am häufigsten, am seltensten in Bayern vertreten. Dem widersprechen aber die Fakten. So erklärt das DAI, dass über so einen langen Anlagezeitraum seit 1965 noch nie ein Verlust entstanden sei. Im Gegenteil, meist waren Renditen deutlich über der Inflationsrate und nicht selten prozentual zweistellig zu erzielen gewesen.
Generell stimmen der Aussage, "Geld an der Börse anzulegen, lehne ich aus Prinzip ab", bundesweit noch drei von zehn Erwachsenen zu. Deutlich mehr (44 Prozent) sind es wieder in Thüringen, in Bayern und Hamburg nur 21 Prozent.

German Angst
Überhaupt: Die Angst vor Verlusten ist groß bei den deutschen Anlegern. 54 Prozent der Deutschen wären immerhin bereit, an der Börse zu investieren, wenn sie eine Sicherheit für ihr eingesetztes Kapital erhalten würden. AXA-Vorstand Patrick Dahmen verweist darauf, dass es Produkte mit Sicherungsmechnismen gebe und sich damit das Schwankungsrisko an der Börse wirksam und kostengünstig reduzieren lasse. Vielleicht ist aber nicht nur die Angst, sondern auch der Respekt einfach zu groß. Immerhin sechs von zehn Bundesbürgern sind der Meinung, Geld an der Börse anzulegen sei nur etwas für Experten.

Sparbuch

Wer hat denn noch ein Sparbuch?
Und was macht abseits der Börsendiskussion das gute alte Sparbuch? Die Nullzinsen haben durchaus ein gewisses Umdenken bewirkt. Denn nur noch bei den Erwachsenen unter 25 Jahren steht es an erster Stelle der Anlagealternativen. Tatsache ist, dass es fast gar keine Zinsen mehr auf die lange Jahre so beliebten Sparbücher gibt. Man könnte das Geld also auch getrost in einen Schuhkarton legen.

Würfel

Ist Börse Glückssache?
Erstaunlich dürfte auch sein, dass immerhin 61 Prozent der Deutschen der Meinung sind, man müsse einfach Glück haben bei der Geldanlage. Damit kommt der Glücksfaktor gleich hinter den Kriterien "gutes Anlageprodukt" (85 Prozent), oder der Tugend "Geduld" (83 Prozent). Besonders bei den Älteren, den über 55-Jährigen, ist der Glücksfaktor besonders wichtig. Immerhin jeder dritte dieser Altersgruppe stuft den Faktor Glück sogar als "sehr wichtig" ein.