Börsenwissen

Dax saisonal 30 Jahre

Der Januar-Effekt Schwach anfangen, stark nachlassen?

Stand: 03.02.2014, 11:17 Uhr

Der Januar gilt als guter Indikator für den Verlauf des gesamten Börsenjahrs. Wenn die Statistik recht behält, könnte es knapp werden mit den herbeigesehnten 10.000 Punkten im Dax.

Der Dax hat den Januar mit einem Abschlag von 2,6 Prozent beendet. Zwar ist das Jahr nun wirklich noch jung und allerhand wird noch passieren. Trotzdem sollte das Minus sollte den Investoren zu denken geben. Und das tut es auch, denn viele Anleger sehen den Kursverlauf im Januar als Zeichen dafür, wie es im Gesamtjahr an den Börsen laufen wird. Mehr zum Januar-Effekt und seiner Bedeutung können sie hier nachlesen.

Ein schlechtes Omen

Statistisch ist dieses Phänomen jedenfalls gut belegt - vor allem natürlich für die US-Leitbörsen, die aber weltweit die Richtung vorgeben. Auch der Dow Jones erlebte im Januar einen verkorksten Jahresstart. Bis heute ist der Index um mehr als fünf Prozent eingeknickt.  Im Falle eines positiv verlaufenen Januars im Dow-Jones-Index hätte eine Wahrscheinlichkeit von 83 Prozent bestanden, dass das Jahr ebenfalls positiv verläuft, schreibt Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.

Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum 1 Monat
Kurs
25.012,62
Differenz relativ
+0,87%
S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum 1 Monat
Kurs
2.715,23
Differenz relativ
+0,51%

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Monat
Kurs
12.461,91
Differenz relativ
-0,07%

Der Januar-Effekt lässt sich natürlich auch für den Dax beobachten. Und die vergangenen beiden Jahre untermauern dessen Bedeutung. 2012 folgte auf einen fulminanten Jahresauftakt im Dax trotz des Einbruchs im Frühling ein sattes Jahresplus von 29 Prozent. Und auch im vergangenen Jahr 2013 schloss der deutsche Leitindex nach einem starken Januar mit einem Aufschlag von fast 25 Prozent ab.

Ausnahme oder Regel?

Robert Rethfeld

Robert Rethfeld, Wellenreiter Invest. | Bildquelle: Unternehmen

Die von Rethfeld präsentierten Argumente lassen für das laufende Jahr leider nichts Gutes erwarten. Bei einem Dow Jones, der den Januar mit einem Minus von vier Prozent beendete, liege die Wahrscheinlichkeit für ein Negativjahr bei 80 Prozent: "Ein Minusjahr 2014 wäre jetzt normal, ein schwaches Plus-Jahr könnte bei optimalen Bedingungen herauskommen", folgert Rethfeld.

ts

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