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Global Money Week Von klein auf Sparen lernen

Stand: 28.03.2017, 15:05 Uhr

In Zeiten niedriger Zinsen wirkt Sparen altmodisch, doch die Global Money Week möchte Kinder und Jugendliche gerne weiterhin darin bestärken zu sparen. Eröffnet wurde sie im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank.

Einmal im Jahr veranstaltet die Nicht-Regierungsorganisation Child and Youth Finance International gemeinsam mit etlichen nichtstaatlichen Organisationen, Bildungseinrichtungen und Finanzeinrichtungen die Global Money Week. Kinder und Jugendliche sollen auf über 30.000 Veranstaltungen in über 130 Ländern einen ordentlichen Umgang mit Geld lernen. Im letzten Jahr wurden so immerhin sieben Millionen Kinder und Jugendliche erreicht.

Lernen, sparen, verdienen

Das Motto 2017 lautet "Learn.Save.Earn", also lernen, sparen und verdienen. Kinder und Jugendliche sollen über ihre sozialen und wirtschaftlichen Rechte und Pflichten aufgeklärt werden und so auch Spargewohnheiten entwickeln. Gar nicht so einfach in unsicheren Zeiten mit niedrigen Zinsen, in denen des Deutschen liebste Anlage, das Sparbuch, in Verruf geraten ist. Mit dem Punkt "Earn" wird versucht, Kindern und Jugendlichen unternehmerisches Handeln näher zu bringen, um damit spätere Karrierechancen zu steigern.

Selfie Challenge, Geldmuseen und eine Königin

Königin Maxima der Niederlande

Königin Maxima der Niederlande. | Bildquelle: picture alliance / Patrick van Katwijk/Dutch Photo Press/dpa

Neben Diskussionen und Workshops sind für die GMW auch Herausforderungen und Besuche geplant. Eine Selfie-Challenge soll die Aufmerksamkeit auf das Thema lenken, indem es Gruppen zeigt, die an der GMW teilnehmen. Auch dürfen an diversen Börsen weltweit Kinder und Jugendliche mal selbst die Börsenglocke klingeln lassen. Im letzten Jahr zählte die Deutsche Börse in Frankfurt dazu. Der globale Start der GMW fand dabei im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank statt.

Unterstützung bekommt das Projekt nicht nur von Institutionen wie der Bundesbank oder der OECD, auch eine waschechte Königin ist an Bord. Königin Máxima der Niederlande unterstützt im Namen der Vereinten Nationen das Projekt. Für sie sei es wichtig, jungen Menschen das Sparen beizubringen, da dies ein Schritt zur Unabhängigkeit und Sicherheit sei.

Jugendliche mit Nachholbedarf

Wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche auf der Thema Finanzen und Sparen aufmerksam zu machen, zeigt eine aktuelle Forsa-Studie. Jugendliche und junge Erwachsene haben einen deutlichen Rückstand in Sachen finanzieller Angelegenheiten. 62 Prozent der Menschen zwischen 16 und 25 Jahren verstehen hier nur noch Bahnhof. Gleichzeitig wünschen sich aber auch 72 Prozent der Jugendlichen mehr Möglichkeiten sich über Finanzthemen zu informieren – der Ruf nach einem Schulfach wird schon seit Jahren laut.

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