Natascha Wegelin
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Frauen und Finanzen "Wenn ich mich nicht um mein Geld kümmere, macht's ein anderer"

Stand: 28.02.2018, 10:32 Uhr

Wer sich nicht mit Geld und Finanzen auskennt, wird leicht über den Tisch gezogen. Vor allem Frauen verlassen sich bei diesem Thema lieber auf andere – dabei können sie das auch selbst, sagt Finanzbloggerin Natascha Wegelin im Interview mit boerse.ARD.de.

Eine Rentenversicherung für die Altersvorsorge, das klang für Natascha Wegelin nach einer guten Idee. Als sie jedoch die monatlichen Kosten sah, war es leider schon zu spät: Mehrere tausend Euro waren da bereits in die Taschen der Versicherung geflossen.

Frauen müssen selbst Verantwortung übernehmen

Mit solchen Erfahrungen ist Wegelin nicht allein: Viele unterschätzen die Kosten und Gebühren bei Versicherungen oder anderen Finanzprodukten, meist aus einem einfach Grund: Sie informieren sich vorher nicht richtig. Gerade Frauen verlassen sich in finanziellen Angelegenheiten noch immer oft auf andere. Das kann ihnen später einmal zum Verhängnis werden - und zu hohen Kosten, bis hin zur Altersarmut führen.

Damit sich daran etwas ändert, will Wegelin Frauen motivieren, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Auf ihrem Blog "Madame Moneypenny" zeigt sie Schritt für Schritt, wie der Weg in die eigene finanzielle Unabhängigkeit gelingen kann. Auch in ihren Seminaren und in ihrem Buch "Bali statt Bochum" steht das Thema im Mittelpunkt.

Über 6.800 Frauen beraten sich auf Facebook

So will Wegelin Frauen die Angst nehmen und ihnen "direkt Werkzeuge mit an die Hand geben, um in die Umsetzung zu starten". Der erste Schritt sei oft der schwierigste, so Wegelin. Sie möchte daher einen leichten Einstieg bieten und Frauen auf ihrem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit begleiten.  

Was 2016 mit dem Blog anfing, ist mittlerweile zu einer großen Community herangewachsen: Allein in der Facebook-Gruppe "Madame Moneypenny - Finanzielle Unabhängigkeit für Frauen" tauschen sich täglich fast 7.000 Frauen über Geld und Finanzen aus und zeigen einmal mehr: Frauen und Finanzen – natürlich geht das.

jz