econo=me-Preisträger

Schülerwettbewerb "Econo=me" Was Jugendliche übers Sparen denken

Stand: 02.06.2017, 09:22 Uhr

Lohnt Sparen überhaupt noch? Mit dieser Frage haben sich Jugendliche im Rahmen des Schülerwettbewerbs "Econo=me" beschäftigt. Am Donnerstag wurden die besten Beiträge ausgezeichnet. Sie sind kreativ, sehr multimedial und teilweise sogar lustig.

Nirgendwo in Deutschland sparen die Menschen so fleißig wie in Baden-Württemberg. Durchschnittlich fast 2.700 Euro legen die Bewohner aus dem "Musterländle" pro Jahr auf die hohe Kante.

Erster Preis für Spar-Community "Sparship"...

Auch die baden-württembergischen Jugendlichen kennen sich mit dem Sparen aus. Beim Schülerwettbewerb "Econo=me", einer Initiative von "Handelsblatt macht Schule" und der Flossbach von Storch Stiftung, landete das Martin-Schleyer-Gymnasium aus dem badischen Lauda in der Sekundarstufe II ganz vorne. Die Schüler der 12. Klasse schufen die Spar-Community Sparship, nach eigenen Angaben Deutschlands größte Sparvermittlung. Auf der von den Schülern gestalteten Webseite bekennen Anleger: "Ich sparshippe jetzt!"

... und "Sparen oder Ausgeben"

Was den Gymnasiasten aus Lauda in der Sekundarstufe II gelang, schafften die jüngeren Schüler von der Wilhelm-Raabe-Schule aus Lüneburg in Niedersachsen in der Sekundarstufe I: Sie holten mit ihrem Beitrag "Sparen oder Ausgeben" den Titel. In einem zehnminütigen Film überzeugen Norman und André ihre Mitschülerin Laura, ihr Geld auf der Bank in einem Girokonto anzulegen statt es für ein iPhone auszugeben. Ein Gespräch beim Bankberater hilft den Schülern bei ihrer Entscheidung.

Die beiden Beiträge aus Lüneburg und Lauda setzten am besten das vorgegebene Thema des Wettbewerbs "Vom Sinn und Unsinn des Sparens" um. Sie erklärten am anschaulichsten, was die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Staat, die Unternehmen und Otto Normalsparer bedeutet.

Förderung der finanziellen Allgemeinbildung

Mit dem Wettbewerb soll die finanzielle Allgemeinbildung Jugendlicher gefördert werden. "Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, kann Zusammenhänge verstehen, sich eine eigene Meldung bilden und Plausibilitätsfragen stellen", sagt Verena von Hugo, Projektmanagerin von "Handelsblatt macht Schule". Die Zeitung hat zusammen mit der Flossbach von Stiftung die Initiative gegründet.

Teilnehmen am Wettbewerb konnten Gruppen von drei bis zehn Schülern. Die Beiträge mussten von einer Lehrkraft angemeldet werden. Die zulässigen Formate waren breit gestreut. So konnte als Beitrag ein Kurzfilm, ein Zeitungsartikel, ein Comic, ein Radiobeitrag, ein Theaterstück, ein Online-Spiel, eine Website oder ähnliches eingereicht werden.

nb

1/6

Die sechs Gewinnerbeiträge Von Censusphobie bis Sparship

Econo=me Sekundarstufe I Platz 1

Wilhelm-Raabe-Schule Lüneburg: "Sparen oder ausgeben"
Der Sieger in der Sekundarstufe I ist die Wilhelm-Raabe-Schule aus Lüneburg in Niedersachsen. In dem zehnminütigen Film "Sparen oder Ausgeben" geht es um die leidige Frage, ob man besser das Geld spart und anlegt oder es verkonsumiert. Exemplarisch wird es an den drei Freunden Norman, André und Laura dargestellt. Während Norman und André lieber sparen möchten, will Laura das Geld für ein iPhone ausgeben. Die Drei diskutieren, sind sich aber nicht einig. Hilfe soll ein Gespräch beim Bankberater bringen. Tatsächlich klärt er sie auf, unter welchen Umständen es sich lohnt zu sparen. Laura entscheidet sich daraufhin, ihr Geld in ein Girokonto zu stecken. Norman wählt einen Fonds.

Hier geht's zum Beitrag (econome.handelsblattmachtschule.de)