Bitcoin FAQs

Fragen und Antworten FAQ: Bitcoin für Fortgeschrittene

Stand: 20.11.2017, 11:06 Uhr

Sie haben bereits eine Vorstellung davon, was der Bitcoin ist, aber noch offene Fragen? Dann sind Sie hier richtig.

FAQ: Die wichtigsten Bitcoin-Fragen für Fortgeschrittene - leicht und verständlich erklärt:

Wie entstehen Bitcoins?


Kann ich Bitcoins auch selber herstellen?


Wie kommt der Preis des Bitcoins zustande?


Was sind Transaktionsgebühren beim Bitcoin?


Wo kann ich den Bitcoin handeln?


Wer hat den Bitcoin erfunden?


Was halten die Banken von der neuen Konkurrenz?


Wie sicher ist die Blockchain-Technologie?


Was ist ein ICO?


Was sind smart contracts?


Wie entstehen Bitcoins?

Der Erfinder Satoshi Nakamoto hat einen Algorithmus geschrieben, der den Rechnern des Bitcoin-Netzwerkes vereinfacht gesagt ständig neue Rechenaufgaben stellt. Wird die Lösung gefunden, im Falle des Bitcoins ist das der nächste Block der Blockchain, bekommt der Rechner, der die Lösung als erstes findet, eine Belohnung. Momentan sind das 12,5 Bitcoins. Alle vier Jahre halbiert sich die Belohnung. Damit der Bitcoin nicht inflationär wird, gibt es nur 21 Millionen Bitcoins. Erst 2140 werden alle Bitcoins geschürft sein.
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Kann ich Bitcoins auch selber herstellen?

Es gibt mehrere Wege Bitcoins zu minen, also zu schürfen. Sie können sich spezielle Hard- und Software zulegen und von zu Hause minen, also Bitcoins erzeugen. Dazu benötigen Sie speziell für den Bitcoin hergestellte ASIC-Chips und die entsprechende Software. Sobald Sie mit dem Bitcoin-Netzwerk vernetzt sind, läuft ihr Rechner rund um die Uhr, um für Sie die den nächsten Block der Blockchain zu errechnen. Beim Bitcoin kommt es allerdings auf einen niedrigen Strompreis an, denn das Mining verbraucht Unmengen an Strom.

Mittlerweile gibt es in Ländern mit niedrigen Strompreisen wie China oder Island große Mining-Farmen. Dort rechnen Hunderttausende Computer rund um die Uhr, um die nächste Rechenaufgabe zu lösen. Um auch aus Deutschland Minen zu können, können Sie sich einem Mining-Pool anschließen. Diese Pools vermieten Rechenleistungen der Mining-Farmen. So gehört Ihnen ein Bruchteil einer Mining-Farm und Sie bekommen prozentual auf Ihren Einsatz eine tägliche Ausschüttung auf die vom Pool erzeugten Bitcoins. Allerdings tummeln sich in diesem Bereich einige schwarze Schafe, die vor allem an Vermittlungsprovisionen verdienen.
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Wie kommt der Preis des Bitcoins zustande?

Dem Bitcoin ist kein realer Wert hinterlegt. Der Preis regelt sich alleine durch Angebot und Nachfrage. Allerdings spielt wie beim Euro oder dem Dollar auch Vertrauen eine große Rolle. Je größer das ist, desto eher sind Menschen bereit in Bitcoin zu investieren.
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Was sind Transaktionsgebühren beim Bitcoin?

Eigentlich sollte eine Überweisung mit Bitcoin kostenfrei sein. Allerdings ist der Andrang auf das Bitcoin-Netzwerk so hoch, dass das System Überweisungen mit Transaktionsgebühren bevorzugt. Eine Transaktionsgebühr ist kein Muss. Allerdings kann die Überweisung dann auch mehrere Stunden oder Tage dauern. Auf Blockchain.info können Sie sehen, wie viele Transaktionen noch offen sind und somit auch einen Eindruck bekommen, wie stark das Netzwerk momentan überlastet ist.
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Wo kann ich den Bitcoin handeln?

Wikipedia nimmt Spenden in Form von Bitcoin an und beim Computerhersteller Dell beispielsweise können Sie Ihren neuen PC mit Bitcoins bezahlen. Die Zahl der Unternehmen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, wächst jedoch nur langsam. Denn der rasante Preisanstieg des Bitcoins macht Zahlungen mit der Kryptowährung unattraktiv. Mit einer entsprechenden Kreditkarte können Sie aber im Grunde überall dort mit Bitcoin bezahlen, wo auch Kreditkarten akzeptiert werden. Dabei werden während Ihrer Zahlung ihre Bitcoins in Euro umgerechnet und dem Händler gutgeschrieben. Sie zahlen also mit Bitcoin und der Händler erhält die gewünschten Euros. Der Legende nach waren übrigens die ersten Produkte, die mit einem Bitcoins bezahlt wurde, zwei Pizzen. Kostenpunkt : 10.000 Bitcoins, heute etwa 67 Millionen Euro.
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Wer hat den Bitcoin erfunden?

Im Jahr 2008 erschien eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema “A Peer-to-Peer electronic Cash System”. Der Verfasser: Satoshi Nakamoto. Bis heute ist nicht klar, wer sich hinter dem Namen versteckt. Satoshi Nakamoto beschreibt darin eine Währung, die dezentral Geld zwischen zwei Parteien in kurzer Zeit und ohne Gebühren transferiert. Bei einem Peer-to-Peer Zahlungssystem fällt eine dritte Partei, wie zum Beispiel eine Bank, weg. Die Währung soll nicht nur auf Vertrauen, sondern auf Kontrolle basieren. Die Blockchain-Technologie, auf die der Bitcoin basiert, ist eine Art Logbuch.
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Was halten die Banken von der neuen Konkurrenz?

Die Blockchain, in der alle Transaktionen anonymisiert einsehbar sind, könnte die Bankenlandschaft revolutionieren. So ist es nicht überraschend, dass viele Banken der neuen Technologie skeptisch gegenüberstehen.
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Wie sicher ist die Blockchain-Technologie?

Sobald ein Block der Blockchain an die Kette aufgereiht und verschlüsselt wurde, ist es nachträglich nicht mehr möglich etwas daran zu verändern. Jeder Rechner des Bitcoin-Netzwerkes erhält sofort eine Kopie der Blockchain. Sollte nun ein Angreifer versuchen etwas nachträglich zu ändern, so würde der Schwindel sofort auf den anderen Rechnern auffliegen. In den Knapp zehn Jahren hat es keinen erfolgreich Angriff auf die Blockchain gegeben.
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Was ist ein ICO?

Das sogenannte „Initial Coin Offering“ (kurz ICO) ist eine neue Methode der Kapitalbeschaffung basierend auf der Blockchain-Technologie. Unternehmen verkaufen dabei eine eigene virtuelle Währung an Investoren, die im Gegenzug mit echtem Geld für die neue Währung zahlen und darauf hoffen, dass die Kryptowährung im Wert steigen wird.
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Was sind Smart Contracts?

Auf der Blockchain basierende Smart Contracts ermöglichen automatische Verträge, die bei bestimmten Ereignissen in Kraft treten. So kann etwa eine automatische Bezahlung nach Installation einer Software oder der Lieferung einer Ware vereinbart werden.
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