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Zocken verboten BaFin plant Verbot binärer Optionen

Stand: 30.11.2018, 11:41 Uhr

Mit binären Optionen verlieren Menschen weltweit Milliarden. Im Sommer hat die Europäische Finanzaufsicht ESMA die hochriskanten Finanzprodukte deshalb verboten. Weil das Verbot aber ausläuft, sieht nun die deutsche Finanzaufsicht BaFin Handlungsbedarf.

Den Entwurf einer Allgemeinverfügung hat die BaFin nun veröffentlicht. Die Finanzaufsicht sieht "Risiken und damit erhebliche Anlegerschutzbedenken" bei binären Optionen. „Sie können auf leicht zugänglichen Online-Plattformen gehandelt werden und versprechen hohe Renditen. Die Praxis hat aber gezeigt, dass die Produkte für Kleinanleger extrem verlustreich und sehr riskant sind.“, mahnt BaFin-Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele.

Die Erkenntnis ist nicht ganz neu. Im Sommer hat boerse.ARD.de ausführlich über die Milliarden-Abzocke mit Binären Optionen durch dubiose Onlinebroker berichtet. Damals sah die BaFin keinen weiteren Handlungsbedarf.

Mittlerweile hat auch die BaFin realisiert, dass die Anbieter von binären Optionen regelmäßig als direkte Gegenpartei ihrer Kunden agieren und die Interessen der Anbieter in direktem Konflikt zu den Interessen der Kunden stehen. Da die binären Optionen nicht am Markt gehandelt würden und der Anbieter selbst über Kurse und Laufzeiten bestimme, seien Manipulationen bei Preisen und Zeiten möglich.

Nach dem Auslaufen des ESMA-Verbots soll in Deutschland Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von binären Optionen an Privatkunden durch die Allgemeinverfügung weiterhin verboten bleiben. Bis zum 20. Dezember 2018 besteht Gelegenheit, schriftlich Stellung zur "Allgemeinverfügung bezüglich binärer Optionen" zu nehmen.

jh