Freiverkehr

Anders als der Regulierte Markt ist der Freiverkehr ein privatrechtliches Börsensegment, das von der Börse selbst reguliert wird. Im Sinne des Gesetzes gelten die hier einbezogenen Unternehmen nicht als "börsennotiert". Es gibt für sie einige Erleichterungen: Sie müssen keinen Zulassungsprospekt veröffentlichen, die Bilanzierung kann nach HGB erfolgen. Die geringeren Anforderungen sollen kleinen und mittelgroßen Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern. Allerdings unterliegen sie seit Einführung der EU-Marktmissbrauchsverordnung im Juli 2016 der Ad-hoc-Publizität.<br>

Seit Oktober 2005 heißt der Freiverkehr der Frankfurter Börse "Open Market" und hat mit dem "Entry Standard" einen Teilbereich, in dem etwas strengere Bestimmungen gelten.