"The Wolf of Wall Street" vor Gericht

Leonardo DiCaprio spielt den Betrüger Jordan Belfort. Still aus dem Kinofilm „Wolf of Wall Street“.

Ruf eines Börsenmaklers beschädigt Leo DiCaprio soll als Zeuge aussagen

Stand: 19.06.2016, 13:26 Uhr

Der Scorsese-Film "The Wolf of Wall Street" hat ein Nachspiel vor Gericht. Ein früherer Börsenmakler sieht sich im Film unvorteilhaft getroffen und verlangt 15 Millionen Dollar als Ausgleich und Genugtuung von Paramount Pictures.

"Ich freue mich darauf, meine Rechte zu verfolgen und die schwerwiegenden Ungenauigkeiten des Films darzulegen, die mich zutiefst persönlich und beruflich verletzt haben", zitierte die britische Zeitung "The Telegraph" den früheren Börsenmakler Andrew Greene.

Greene hat das Studio Paramount und die Produzenten des Films, zu denen auch DiCaprio mit seiner Firma Appian Way gehört, vor einigen Monaten wegen Rufschädigung verklagt. Er werde in dem Film als sex- und drogenbesessener Toupet-Träger namens Nicky Koskoff  (von P.J. Byrne gespielt) dargestellt.

Was darf die Kunst?

Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio (41, "The Revenant - Der Rückkehrer") muss in diesem Gerichtsstreit um den Film "The Wolf of Wall Street" deshalb in den Zeugenstand treten. Wie das Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtet, hat ein Richter in New York jetzt zugelassen, dass der Schauspieler vor den Klägern eine eidesstattliche Erklärung abgeben muss.

DiCaprio spielte unter der Regie von Martin Scorsese in "The Wolf of Wall Street" (2013) den überheblichen Finanzjongleur Jordan Belfort, der auf Geld, Sex und Drogen steht. Greene hatte zeitweise mit Belfort zusammengearbeitet. Unsere Filmkritik finden Sie hier.

In dem laufenden Verfahren mussten bereits Scorsese und Drehbuchautor Terence Winter aussagen. DiCaprios Anwälte hatten sich darum bemüht, einen Auftritt des Schauspielers vor Gericht zu verhindern. Ein Termin für DiCaprios Befragung wurde zunächst nicht bekannt.