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Von Unterfranken in die Welt Goldman Sachs in Bildern

Marcus Goldman

Gründer Marcus Goldman
Den Grundstein für die Bank legte Marcus Goldman. Der 1848 aus Unterfranken eingewanderte Mark Goldmann, Sohn eines jüdischen Viehhändlers, spezialisierte sich auf den Ankauf und Weiterverkauf von Schuldscheinen, den späteren "Commercial Papers".

Die Geschäfte entwickelten sich prächtig. Mitte der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts verfügte Goldman bereits über ein Kapital von 100.000 Dollar.

Von Unterfranken in die Welt Goldman Sachs in Bildern

Marcus Goldman

Gründer Marcus Goldman
Den Grundstein für die Bank legte Marcus Goldman. Der 1848 aus Unterfranken eingewanderte Mark Goldmann, Sohn eines jüdischen Viehhändlers, spezialisierte sich auf den Ankauf und Weiterverkauf von Schuldscheinen, den späteren "Commercial Papers".

Die Geschäfte entwickelten sich prächtig. Mitte der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts verfügte Goldman bereits über ein Kapital von 100.000 Dollar.

Samuel Sachs, 1882

Samuel Sachs
1882 trat Goldmans Schwiegersohn Samuel Sachs in die Geschäfte ein und wurde Partner.

Henry Goldman

Henry Goldman
Als drei Jahre später auch Goldmans Sohn Henry in die Firma eintrat, bekam sie den klangvolleren Namen M. Goldman & Sachs. Henry Goldman trieb die Expansion der Bank voran, zunächst in den USA und rasch auch nach Europa. Zudem weitete Goldman das Geschäft deutlich aus, bot auch Devisengeschäfte und Exportfinanzierungen an.

New Yorker Börse 1896

Händler an der Börse
Goldman Sachs profitierte von der Industrialiserung Amerikas und wuchs ebenso rasant wie die Wirtschaft des Landes. 1896 wurde dem Geldhaus die Ehre zuteil, der New Yorker Börse beizutreten. Zu diesem Zeitpunkt war Goldman zu einem erfolgreichen Verkäufer von Wertpapieren aufgestiegen und verfügte über mehr als 500.000 Dollar Eigenkapital. Marcus Goldman selbst hatte sich bereits zwei Jahre zuvor, 1894, aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen.

1906 managt Goldman Sachs den Börsengang von United Cigar

Börsengang United Cigar
Mit zwei seiner ersten Aktienplatzierungen, zunächst für General Cigar, dann für Sears Roebuck – betrat Goldman Sachs Neuland und machte Börsenemissionen zu einem extrem lukrativen Geschäft - für sich selbst, aber auch für die an den Aktienmarkt strebenden Firmen. Dabei zeigte sich Goldman höchst innovativ. Statt Unternehmen auf der Grundlage ihrer Sachanlagen zu bewerten, entschied sich die Bank, die Bewertung mit Blick auf die Ertragskraft zu ermitteln. Eine Methode, die sich als Standard in der Finanzbranche durchsetzen sollte. Zu den bekanntesten Firmen, die Goldman an die Börse brachte, gehörten berühmte Konzerne wie F.W. Woolworth, General Foods und Merck.

Sidney Weinberg, langjähriger Goldman Sachs Chef

CEO-Legende Sidney Weinberg
Dass Goldman Sachs auch die zahlreichen Verwerfungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrundert überlebt hat, allen voran die große Depression sowie den Zweiten Weltkrieg, ist ihrem legendären Chef, Sidney J. Weinberg, zu verdanken. Der stieg vom Hausmeistergehilfen mit einem Wochengehalt von drei Dollar zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) auf - und leitete die Bank fast 40 Jahre lang, von 1930 bis zu seinem Tod 1969. Weinberg, von der Presse "Mr. Wall Street" genannt, bewahrte die Bank vor dem Zusammenbruch und machte sie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zur ersten Adresse der amerikanischen Finanzindustrie.

Gustave Levy

Gustave Levy
Beinahe ebenso legendär wie sein Vorgänger Weinberg war Gustave "Gus" Levy, der die Geschicke von Goldman Sachs von 1969 bis zu seinem Tod 1976 leitete.

Fordwerbung von 1956

Ford-Börsengang
Als bestes Beispiel für die Stärke der Bank in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gilt der Börsengang des Autoherstellers Ford im Jahr 1956. Als Co-Manager gelang es Goldman, 10,2 Millionen Ford-Aktien im Wert von 700 Millionen Dollar zu platzieren.

Goldman Sachs 1999: erstes Anschreiben des Vorstandes

Börsengang von Goldman Sachs
In den folgenden Jahrzehnten bis Ende des 20. Jahrhunderts profitierte Goldman vom weltweiten Wirtschaftswachstum, was seine herausragende Stellung in der weltweiten Finanzbranche festigte.
1999 schließlich beschlossen die Partner der Bank, Goldman Sachs an die Börse zu bringen. Damit sollte das Haus mit dem nötigen Kapital und der Struktur ausgestattet werden, um auch die weltgrößten Unternehmen beiseite stehen zu können. Am 4. Mai 1999 wurden Goldman Sachs-Aktien unter dem Ticker-Symbol "GS" zum Handel an der New Yorker Börse zugelassen.

Henry Paulson

Henry Paulson
Unmittelbar nach dem Börsengang wurde Henry M. Paulson zum Chairman und Chief Executive Officer ernannt. Einige Jahre später, 2006, folgte dann die Berufung zum US-Finanzminister. In der Finanzkrise 2008 geriet auch Goldman Sachs in Bedrängnis, Paulson entschied sich jedoch, die Konkurrentin Lehman Brothers pleite gehen zu lassen. Goldman Sachs wurde von dem legendären Milliardär Warren Buffett unterstützt, der bis heute zu ihren größten Aktionären gehört.