Panda Shin Shin im Ueno-Zoo inTokio
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Kursgewinne japanischer Restaurantketten Bullish wegen Pandabär

Stand: 12.06.2017, 11:36 Uhr

An der Tokioter Börse sind viele Investoren ganz aus dem Häuschen: Die Geburt eines Pandababys im dortigen Zoo hat den Aktien örtlicher Restaurantbetreiber am Montag zu teils spektakulären Gewinnen verholfen.

Marktteilnehmer zufolge spekulierten Anleger darauf, dass das Neugeborene nicht nur dem Ueno Zoo, sondern auch den Gastronomen in der unmittelbaren Umgebung zusätzliche Besucher beschert. Die Papiere der Restaurant-Kette Totenko stiegen deshalb um bis zu 38 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 290 Yen. Die Titel des Konkurrenten KK Seiyoken gewannen in der Spitze gut elf Prozent und waren mit 978 Yen so teuer wie zuletzt vor dreieinhalb Jahren.

Shin Shin + Ri Ri = Baby

Börse Tokio

Börse Tokio. | Bildquelle: Imago

Die Geburt ist in der Tat etwas Besonderes: Erstmals seit rund fünf Jahren ist in Japans ältestem Zoo wieder ein Panda auf die Welt gekommen. Panda-Star Shin Shin habe am Montag Nachwuchs gekommen, hatten japanische Nachrichtenagenturen gemeldet. Die elfjährige Pandadame hatte 2012 ein Junges zur Welt gebracht, das aber nur sechs Tage nach der Geburt an einer Lungenentzündung gestorben war. Der Tod des kleinen Pandas hatte in ganz Japan Trauer ausgelöst.

Shin Shin hatte kürzlich Anzeichen einer Schwangerschaft gezeigt und war daraufhin den Blicken der Öffentlichkeit entzogen worden. Sie hatte sich Ende Februar drei Mal mit ihrem Partner Ri Ri gepaart. Die beiden Pandas waren im Februar 2011 aus China ausgeliehen worden.

Asiatische Börsen tendenziell schwach

Insgesamt schlossen die asiatischen Börsen am Montag schwächer. Grund dafür war der freitägliche Kursrutsch bei den US-Technologiewerten. Der japanische Leitindex Nikkei schloss 0,5 Prozent tiefer bei 19.908,58 Punkten. Damit rutschte er wieder unter die viel beachtete Marke von 20.000 Punkten, die er am Freitag noch verteidigt hatte.

Nikkei 225: Kursverlauf am Börsenplatz Tokio SE für den Zeitraum Intraday
Kurs
23.940,26
Differenz relativ
+0,29%

In China hielt sich der CSI-300-Index, der die größten Werte an den Börsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 3.574,39 Punkte vergleichsweise gut. Dagegen sackte der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong, wo auch ausländische Investoren uneingeschränkt handeln können, um 1,2 Prozent auf 25.708,04 Zähler ab.