Hillary Clinton

Waffengegner befeuern Waffenindustrie Smith & Wesson Vorbote von Clintons Wahlsieg?

Stand: 02.09.2016, 11:20 Uhr

Die Angst vor Restriktionen im Waffenhandel kurbelt zurzeit die Waffenindustrie kräftig an. Die Aktie von Nordamerikas größtem Handfeuerwaffenhersteller ist erneut stark gestiegen. Das deutet möglicherweise auf einen Wahlsieg von Hillary Clinton hin.

Die US-Präsidentschaftskandidatin distanzierte sich in ihrem Wahlkampf deutlich von der Waffenlobby. Stimmen die Umfragen, darf Clinton mit dem Einzug ins Weiße Haus rechnen. Zugleich nimmt die Nachfrage nach Handfeuerwaffen in den USA spürbar zu. Offensichtlich rechnen die Bürger bei einem Wahlsieg Clintons mit einer Verschärfung der Waffengesetze.

Ein solcher Vorzieheffekt zeigte sich zum Beispiel auch nach dem Massaker in Orlando. Die daraus folgende Debatte über den Zugang zu Schusswaffen schürte die Angst der Amerikaner vor Restriktionen im Waffenhandel. Das Waffengeschäft erlebte einen Aufschwung - die Smith & Wesson-Aktie stieg.

Paradoxerweise lösten Waffengegner schon öfter einen Boom in der Waffenindustrie aus. Auch nach Präsident Obamas Ankündigung im Januar, die Waffengesetze zu verschärfen, deckten sich US-Amerikaner mit neuen Handfeuerwaffen ein. Obama forderte in einer Rede, dass Käufer und Verkäufer von Waffen besser überprüft werden sollen.

al