Hedgefonds

US-Finanzminister Timothy Geithner

Früherer US-Finanzminister wechselt zu Heuschrecke Neuer Job für Timothy Geithner

Stand: 18.11.2013, 15:51 Uhr

Der frühere US-Finanzminister Timothy Geithner wird Präsident und geschäftsführender Direktor beim Finanzinvestor Warburg Pincus. Nach jahrelangem treuem Staatsdienst bringt die Privatwirtschaft nun neue Herausforderungen…

…und wahrscheinlich auch einen deutlich größeren Gehaltsscheck. Ende Januar hatte Geithner seine Posten als Finanzminister in der Regierung Barack Obamas aufgegeben. Im März des kommenden Jahres wechselt der Ex-Politiker die Seiten.

Timothy Geithner wird Co-Chief Executive Officer

Der 52jährige werde mit anderen hochrangigen Managern an der Firmenstrategie zu arbeiten, an der Investitionspolitik sowie der Finanzierungsstruktur und den Beziehungen zu den Kunden, teilte Warburg Pincus mit. Geithner wird mit Chip Kaye und Joe Landry zusammenarbeiten, die das Unternehmen seit 2000 leiten. Er wird den Titel eines Co-Chief Executive Officers tragen.

"Zunehmend vernetzte Welt"

»Er ist eine starke Führungsfigur und bringt ein tiefes Verständnis von Wirtschaft und Märkten mit - und eine wahrhaft globale Perspektive. Diese Attribute werden von enormem Wert für unsere Firma sein in der zunehmend vernetzten Welt.«

Chip Kaye, Co-Chief Executive Officer, Warburg Pincus

Neben seinem zweifellos tiefen Verständnis für ökonomische Zusammenhänge werden wohl vor allem seine Kontakte in die Politik, der kurze Draht nach Washington und in die US-Notenbank Fed, die entscheidenden Gründe für seine Anstellung sein.   

Architekt der Bankenrettung

Geithner gilt als einer der Architekten der Banken-Rettungsprogramme während der Finanzkrise. Er spielte eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Krise und war von 2003 bis 2009 Präsident der Federal Reserve Bank of New York, bevor er dann an die Spitze des US-Finanzministeriums wechselte. Als die Firmenleitung an ihn herangetreten sei, "war es klar, dass sie mich in einer substanziellen Rolle haben wollten", zitierte ihn das Wall Street Journal.

Mit verwalteten Geldern in Höhe von rund 40 Milliarden Dollar gehört Warburg Pincus allerdings nicht zu den Größten der Branche. Ende des zweiten Quartals verwaltete der Konkurrent Kohlberg Kravis Roberts & Co 83,5 Milliarden Dollar. Die Konkurrenten hatten sich im Mai mit dem zurückgetretenen CIA-Chef David Petraeus verstärkt.

ts