Porträt

Marianne Lake, CFO JPMorgan Chase

Marianne Lake, Wall-Street-Star "Eigentlich wollte ich Filmstar werden"

von Bettina Seidl

Stand: 02.11.2015, 17:07 Uhr

Das Rampenlicht gefällt ihr. Als Kind träumte Marianne Lake davon, ein Kino-Star zu werden. Jetzt ist sie ein Star auf der Finanzbühne. Eine der mächtigsten Frauen der Wall Street. Herrin der Zahlen von JPMorgan. Doch auch als Finanzvorstand liebäugelt sie noch mit der Filmleinwand.

"Ich wurde jüngst gefragt, ob ich als Kind davon geträumt hätte, Finanzvorstand zu werden", erzählt Marianne Lake in einem Interview. "Oh mein Gott! Nein!, war meine Reaktion. Ich wollte ein Kinostar werden." Wie kann man diese Frage auch anders als ironisch verstehen. Nach Kindertraum klingt dieser Job wahrhaftig nicht: Finanzchefin zu sein, noch dazu Finanzchefin der größten Bank der Vereinigten Staates, das heißt: Zahlen, Zahlen, Zahlen.

Top-Bankerin Nummer 2

Die Kosten unter Kontrolle haben, die Zahlen nett verpacken und jedes Quartal Analysten und Wirtschaftsjournalisten präsentieren, dazu noch die Aktionäre und Anleger bei Laune halten: das ist kein Beruf, an den Kinder auch nur denken. Statt dessen der Jungmädchentraum: "Ich wollte ein Kinostar werden."

Ein Star ist sie auch geworden: Als Finanzchefin bei JPMorgan ist sie die höchst dekorierte Frau der Wall-Street-Bank - und damit auch eine der höchst dekorierten in der männerdominierten Finanzszene. Das Magazin "American Banker" kürte die 46-Jährige jüngst zur zweitmächtigsten Bankerin des Jahres 2015.

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