Scrooge McDuck Dagobert Duck

Dagobert Duck im Geburtstagsinterview "In Bitcoins kann man nicht schwimmen"

Stand: 30.11.2017, 12:03 Uhr

Die reichste Ente der Welt wird 70 Jahre alt. Durch wen der Fantastilliardär zur Börse kam und was er vom Bitcoin hält, verriet Dagobert Duck im exklusiven, aber gänzlich ausgedachten Interview mit boerse.ARD.de.

Dagobert Duck ist bekannt für seine Geldgier und seinen Geiz. Anlässlich seines 70. Geburtstags trafen wir die reichste Ente der Welt auf der Terrasse seines Geldspeichers in Entenhausen. Ein ganz und gar reales Interview.

boerse.ARD.de: Herr Duck, bevor wir mit den Interview anfangen, zunächst einmal: Alles Gute zum 70. Geburtstag!

Dagobert Duck: Quack, quack!

boerse.ARD.de: Entschuldigen Sie, aber wir beherrschen leider keine Entensprache…

Duck: Jaja, schon gut! Ich danke Ihnen für die Glückwünsche und heiße Sie herzlich Willkommen in meinem bescheidenen Heim.

boerse.ARD.de: Sie bauen gerade einen weiteren Geldspeicher, lief 2017 so gut?

Scrooge McDuck Dagobert Duck

Scrooge McDuck (Dagobert Duck). | Quelle: picture-alliance/dpa

Duck: Es lief sogar noch besser. Erst letzte Woche haben wir die Jahresprognosen nochmal deutlich nach oben korrigiert. Gerade im Geschäftsbereich der Eisbahn- und Fluglinien lief es hervorragend, wir haben von der Air Berlin-Pleite profitiert. Die Spielwarenfabrik wird zur Weihnachtszeit nochmal ordentlich was reinbringen. Und weil alle Gewinne direkt hierher fließen, brauchen wir mehr Platz.

boerse.ARD.de: Einige Experten halten Ihre Strategie, das Vermögen zu horten, für gefährlich. Manche sprechen sogar von Liquiditätsfalle – wie sehen Sie das?

Duck: Wohin denn sonst mit dem Geld? Denn sind wir doch mal ehrlich, bei dieser Nullzinspolitik bleibt einem doch nichts anderes übrig. Da wäre man ja schön blöd, sich die Mühe zu machen und die Moneten noch zur Bank zu bringen.

»Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle! Ich bin Dagobert Duck, Großbankier, Großindustrieller, Großhändler. Kurz, bei mir können Sie alles kaufen.«

boerse.ARD.de: Es muss ja nicht unbedingt die Bank sein. Wie sieht es bei Ihnen denn mit Aktien aus?

Duck: Ich habe das ja lange gescheut. Vor einigen Jahren lernte ich dann meinen guten Freund Warren Buffett kennen, er hat mich auf die Börse neugierig gemacht. Im Rahmen einer Feier bei seinem Freund Charlie Munger gab er mir ein paar Tipps. Am nächsten Tag habe ich meine ersten Aktien gekauft - das war ein besonderer Tag. Seitdem wächst mein Portfolio ständig – gerade heute traf ich mich noch mit Unternehmen, um weitere Investitionen zu planen.

boerse.ARD.de: Hört sich an, als wären Sie auf den Geschmack gekommen. Sind Sie denn auch ein Freund neuer Technologien und Trends, wie dem Bitcoin?

Dagobert Duck nimmt eine Münze unter die Lupe

Dagobert Duck. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Duck: Wenn Sie Fragen zur Blockchain-Technologie haben, müssen Sie sich an meine Großneffen wenden. Die drei haben sich kürzlich eine Mining-Farm auf Island gekauft und minen seitdem, was das Zeug hält. Ich habe auch schon Interesse bei den Kindern angemeldet. Generell bin ich eher ein Fan von handfesten Dingen! Damals in Klondike haben wir noch nach Gold gegraben - das kennen die Kinder heutzutage gar nicht mehr. Die schmeißen ihre Server an und los geht der Coin-Rausch. Außerdem hat die Krypto-Währung einen ganz entscheidenden Nachteil: Haben Sie schon einmal versucht, in Bitcoins zu schwimmen?

boerse.ARD.de: Ich hatte noch nie die Gelegenheit, in welchem Geld auch immer zu schwimmen. Sie bleiben also traditionell und lieber beim Gold?

Duck: Ein Thema, das weh tut! Wenn die Fed im kommenden Jahr die Zinsschraube weiterdreht, wird das für uns Goldanleger nicht rosig. Analysten rechnen ja in den kommenden Jahren mit einem weiterhin sinkenden Goldpreis. Aber das hält mich nicht davon ab – ganz im Gegenteil. Auch Ihre Landsleute sind scheinbar Goldfans. Deutsche Privatanleger sollen ja 2,5 Mal so viel Gold horten wie die Bundesbank. Die nächste Krise kommt bestimmt und dann wird das alles hier nur noch wertvoller!

boerse.ARD.de: Herr Duck, wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen noch einen schönen Geburtstag. Feiern Sie noch?

Duck: Bitte, bitte! Natürlich feiere ich nicht, eine Party wäre ja viel zu teuer. Aber Warren hat mich nach Omaha eingeladen auf ein Konzert – er spielt ja leidenschaftliche gern Ukulele.  


Wie Dagobert Duck zu dem wurde, was er heute ist
Dagobert Duck wurde in Glasgow in Schottland geboren und verdiente seinen ersten Taler als Schuhputzer. Mit zwölf Jahren wanderte er völlig mittellos nach Amerika aus. Seinen ersten Goldfund machte Duck am Klondike in Kanada. Heute besitzt er eine Bank, Eisenbahn- und Fluglinien, Bergbauwerke, Maklerbüros und eine Spielwarenfabrik.


jz

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Jung und mysteriös ist der Millionär, der im Roman von F. Scott Fitzgerald "The Great Gatsby" die Schönen und Reichen zu Partys einlädt, aber dabei immer dezent im Hintergrund bleibt. Er besitzt eine Villa in der fiktiven Stadt West Egg auf der Insel Long Island nahe New York City. Mit einem Vermögen von geschätzt einer Milliarde Dollar ist er ein "Self-Made-Millionär" und kommt im Forbes-Ranking auf Platz 15. In der jüngsten Verfilung mimt Leonardo DiCaprio den geheimnisvollen Liebenden.