Studie

Alte Frau am Laptop und Kurstafeln des Dax

Deutschlands beste Privatanleger Hamburger Omis wissen, wie man's macht

Stand: 05.10.2015, 16:26 Uhr

Weiblich, älter als 76 Jahre und wohnhaft in Hamburg - wer diese drei Attribute erfüllt, hat gute Chancen, an der Börse erfolgreich zu sein. Das besagt zumindest die Studie einer Direktbank.

Die ING-Diba hat die Durchschnittsrenditen von über einer halben Million Wertpapierdepots ausgewertet. Die anonymisierten Daten ergaben: Die erfolgreichsten Anleger in Deutschland sind weibliche Hamburgerinnen jenseits der 76 Jahre.

Allerdings scheint der Erfolg nicht zwangsweise etwas mit der (Lebens)Erfahrung zu tun zu haben: Denn nach den Senioren folgen auf Platz zwei im Alters-Ranking nicht etwa Anleger in der "Blüte ihres Lebens" - sondern die Minderjährigen. Die höchstens 17-Jährigen erzielten eine durchschnittliche Rendite von 5,8 Prozent, die Seniorinnen schafften 6,5 Prozent.

Dresden ist nicht gut fürs Depot

Hamburg hatte im Städtevergleich mit 6,3 Prozent die Nase vorn, danach folgten München und Bremen. Das Schlusslicht gaben die Sachsen: Anleger aus Dresden konnten nur eine Durchschnittsrendite von 2,9 Prozent mit ihren Wertpapieren erzielen.

Bei den Bundesländern bildeten die "Zwerge" die Top Drei: Hamburg setzte sich hier ebenso an die Spitze, gefolgt von Berlin und Bremen. Tendenziell waren die alten Bundesländer erfolgreicher als die neuen.

Frauen erfolgreicher

Insgesamt konnten die Anleger der ausgewerteten Depots eine positive Rendite von 4,8 Prozent erreichen. Dabei zeigten sich die weiblichen Anleger eher als Börsen-Cracks: Frauen schafften eine Durchschnittsrendite von 5,8 Prozent, Männer brachten es auf 4,1 Prozent.

cw

Containerschiffe im Containerterminal Burchardkai, Hamburg

Die erfolgreichsten Anleger wohnen in Hamburg. | Bildquelle: picture alliance / dpa