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Von Crashs und Rallys Die schnellen Finger der Flash Boys

Broker an der New Yorker Börse schaut erschreckt nach oben

Die Mutter aller Flash Crashs - beim Dow Jones
Im Mai 2010 fiel der amerikanische Leitindex Dow Jones auf einen Schlag um über neun Prozent. Das war das größte Minus seit dem schwarzen Montag 1987. Es vernichtete eine Billion Dollar Börsenwert. Die Flash Boys hatten den Absturz überhaupt erst so heftig ausfallen lassen.

Von Crashs und Rallys Die schnellen Finger der Flash Boys

Broker an der New Yorker Börse schaut erschreckt nach oben

Die Mutter aller Flash Crashs - beim Dow Jones
Im Mai 2010 fiel der amerikanische Leitindex Dow Jones auf einen Schlag um über neun Prozent. Das war das größte Minus seit dem schwarzen Montag 1987. Es vernichtete eine Billion Dollar Börsenwert. Die Flash Boys hatten den Absturz überhaupt erst so heftig ausfallen lassen.

Monitor an der New Yorker Börse mit Aufschrift

Dow Jones, die zweite
Es ging noch eine Nummer größer: Im August 2015 fiel der Dow Jones um fast 1.000 Punkte und vernichtete 1,2 Billionen Dollar. Der bis dahin größte Flash Crash an einem Aktienmarkt. Es ging so rapide bergab, dass die Anzeigetafeln gar nicht mehr Schritt halten konnten. Ein Auslöser war die Abwertung beim chinesischen Yuan - passive ETFs mit hunderten Orders sorgten für die Turbulenzen. Unangenehmes Nebendetail: Experten geben ausgerechnet den 2010 eingeführten Sicherheitsmechanismen eine Mitschuld.

Kurssturz des Britischen Pfunds

Flash Crash beim britischen Pfund
Auch auf dem Devisenmarkt geht es immer wieder rund: Im Oktober 2016 hat eine heftige Kursbewegung das briitsche Pfund abstürzen lassen. Innerhalb von Minuten verlor die Währung mehr als zehn Prozent. Der heftigste Pfund-Sturz seit 31 Jahren. Offenbar hatte ein Händler der Citigroup die Talfahrt beschleunigt - dazu kam, dass die von ihm benutzte Software falsch programmiert war.

Neuselländische Dollars

Der Kiwi-Crash
Selbst bei den Kiwis mischen die Flash Boys mit: gemeint ist die Landeswährung in Neuseeland. Dort kam es im August 2015 zum größten Absturz seit 30 Jahren. Der Kiwi verlor acht Prozent - das Algotrading trägt Mitschuld.

Elefant auf einer Südafrikanischen Rand-Note

Südafrikas Rand bricht ein
Der Südafrikanische Rand war im Januar 2016 dran. Wegen der relativen geringen Liquidität zu dem Zeitpunkt hatte eine kleine Order großen Einfluss aufs Geschehen. Der Rand brach ein. Experten warnen vor schärferen Regeln, da diese die Liquidität verringern - und so könnte es häufiger zu solchen Crashs kommen, statt den Turbohandel zu bremsen.

US Treasury Building

Flash Rally bei "sicheren" US-Treasuries
Selbst die als so sicher geltenden amerikanischen Treasuries sind vor den Flash Boys nicht sicher. Im Oktober 2014 kam es zu einer kleinen Flash Rally.

CSI300

Flash Crash am Terminmarkt - beim chinesischen CSI 300
Auch am Terminmarkt gab es schon Flash Crashs - so im Mai 2016 bei Kontrakten auf den chinesischen CSI 300. Innerhalb von Minuten brachen sie um zehn Prozent ein und erholten sich sofort wieder. Nur ein einzelner Investor hatte dies vollbracht.

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