Der Z8 BMW von Steve Jobs

Unter dem Hammer Ein Auto für Jobs und Bond

Stand: 06.12.2017, 08:41 Uhr

Er eint die Ansprüche von Automobil-Liebhabern: der BMW Z8. Nur wenige Exemplare des Roadsters wurden damals produziert - das ließen sich James Bond und Steve Jobs nicht zweimal sagen. Der Wagen eines der beiden wird heute versteigert.

Er ist silbern, rundlich geformt und wiegt nur knapp 1.650 Kilogramm – der "2000 BMW Z8" zählt zu den Bestsellern aus dem Hause BMW. Dem gelang damals ein großer Werbecoup: Im Bond-Film "Die Welt ist nicht genug" hatte der Wagen 1999 seinen großen Auftritt - inklusive Geheimagentenausrüstung für James Bond. Am Ende wurde er jedoch in der Mitte zersägt.

Ein gepflegtes Exemplar stand hingegen einige Jahre in der Garage von Steve Jobs. Er sicherte sich im Jahr 2000 eines der wenigen Modelle. Am Nikolaustag kommt der ehemalige Wagen von Jobs beim New Yorker Auktionshaus "RM Sotheby's" unter den Hammer.

Steve Jobs' BMW Z8 wird versteigert

BMW Z8 Steve Jobs. | Bildquelle: Sotheby's

"Ikonen der Automobil-Industrie" nennt das börsennotierte Auktionshaus die Versteigerung, bei der auch Ferraris, Jaguars und weitere Schätze der Automobilwelt angeboten werden. Doch der Z8 wird wohl eines der meistbegehrten Objekte sein – nicht nur, weil er weniger als 25.000 Kilometer gefahren ist und aus dem ehemaligen Besitz des Apple-Gründers stammt.

Steve Jobs 2008. | Bildquelle: picture alliance / AP Photo

Denn dort stand er nur drei Jahre lang: Jobs verkaufte den Roadster schon 2003 an den nächsten Besitzer – der ihn wiederum weiterverkaufte. Nach 18 Monaten bedauerte der zweite Besitzer den Verkauf - und kaufte das Schätzchen kurzerhand wieder zurück. Er ist es auch, der dem Wagen das Kennzeichen "Jobs Z8" zulegte und ihn nun zur Auktion anbietet.

Dort dürfte der Kaufpreis von rund 129.000 Dollar deutlich überboten werden. Denn der Wagen ist rar: Als das Modell im Jahr 2000 in Serie ging, produzierte BMW nur exakt 5.703 Exemplare.

Experten rechnen normalerweise mit einem heutigen Verkaufspreis von rund 200.000 Dollar – "Jobs Z8" soll sogar zwischen 300.000 bis 400.000 Dollar einbringen. Damit würde das Auto zum teuersten seiner Serie werden.

Design und Technologie – alles entsprach damals dem höchsten Leistungsniveau des bayerischen Autobauers. Als Fan der deutschen Automobilindustrie, der auch einen Mercedes-Benz SL und einige Motorräder von BMW besaß, kaufte Jobs eines der begehrten Modelle. Was ihn damals gewurmt haben dürfte: Zur Ausstattung gehörte ein Motorola Flip-Telefon – gerade das soll Jobs bekanntlich gehasst haben.

Das Auto von Jobs ist nicht das einzige, was am 6. Dezember unter den Hammer kommt: Nur eine halbe Stunde Fußweg entfernt, wird im Auktionshaus Bonhams eine "Blue Box" der Apple-Gründer Jobs und Wozniak versteigert.

jz

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