Die Ermordung des römischen Kaisers Julius Cäsar, Gemälde von Tancredi Scarpelli (1866-1937)

Warten auf die Trendwende Drohen dem Dax die "Iden des März"?

von Angela Göpfert

Stand: 15.03.2017, 11:23 Uhr

Der März ist ein Monat für bedeutende historische Wendepunkte, der berühmteste ist wohl die Ermordung Julius Cäsars. Auch an der Börse hat der März schon häufiger für Angst und Schrecken gesorgt.

"Hüte dich vor den Iden des März": Mit diesen Worten soll Julius Cäsar vor der Verschwörung gegen ihn gewarnt worden sein. Cäsar nahm die Warnung nicht Ernst.

Wie die Geschichte für ihn am 15. März des Jahres 44 vor Christus ausging, ist bekannt - und unter anderem bei William Shakespeare in mitreißender Dramatik nachzulesen.

Häufige Wendepunkte im März

Wie alle Welt ist auch die Börse fasziniert von finsteren Geschichten, von dunklen Omen - und natürlich von positiven Vorzeichen. Eine Wende zum Besseren gibt es schließlich ebenfalls.

Und dahinter steckt auch kein Glaube an Märchen. Die Suche nach gewissen Kursmustern kann den Anlegern bei der Orientierung helfen. In der Vergangenheit gab es im März am Aktienmarkt tatsächlich durchaus häufiger Wendepunkte.

Beispiel gefällig? Bitte schön!

Ein besonders auffälliges Beispiel ist das Dax-Hoch vom 7. März 2000. Kurz darauf platzte die Dotcom-Blase. Warum die Investoren in der Zeit rund um große Verfallstermine besonders achtsam sein sollten, ist schnell erklärt: Der Markt bildet in dieser Zeit häufig wichtige vorläufige Hoch- oder Tiefpunkte aus, die dann für viele Monate bestimmend sind.

Denn viele professionelle Anleger schließen an diesen Tagen ihre Long- oder Short-Positionen. Damit tritt eine Bereinigung ein, die durchaus den Boden für einen längerfristigen Trendwechsel bilden kann.