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Die zehn provokanten Thesen der Saxo Bank Panik-Szenarien 2019

Saxo Bank Zentrale in Kopenhagen

Die “Outrageous Predictions”
Seit über zehn Jahren veröffentlicht der dänische Online-Broker Saxo Bank zehn Horror-Prognosen für das nachfolgende Jahr. „Unsere diesjährige Liste ist mal wieder schaurig-schön. Sie sollte alle Investoren ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Natürlich dürfen die “Outrageous Predictions” nicht als offizieller Marktausblick der Saxo Bank verstanden werden“, sagt Chefvolkswirt Steen Jakobsen. Dieses Jahr ziehe sich die Erkenntnis „Es reicht“ wie ein roter Faden durch die Thesen. Der Weltwirtschaft gehe die Puste aus und es sei allerhöchste Zeit für Reformen. Die Warnsignale seien nicht mehr zu übersehen, so Jakobsen.

Die zehn provokanten Thesen der Saxo Bank Panik-Szenarien 2019

Saxo Bank Zentrale in Kopenhagen

Die “Outrageous Predictions”
Seit über zehn Jahren veröffentlicht der dänische Online-Broker Saxo Bank zehn Horror-Prognosen für das nachfolgende Jahr. „Unsere diesjährige Liste ist mal wieder schaurig-schön. Sie sollte alle Investoren ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Natürlich dürfen die “Outrageous Predictions” nicht als offizieller Marktausblick der Saxo Bank verstanden werden“, sagt Chefvolkswirt Steen Jakobsen. Dieses Jahr ziehe sich die Erkenntnis „Es reicht“ wie ein roter Faden durch die Thesen. Der Weltwirtschaft gehe die Puste aus und es sei allerhöchste Zeit für Reformen. Die Warnsignale seien nicht mehr zu übersehen, so Jakobsen.

Apple Logo und Tesla Model S

Apple kauft sich bei Tesla ein
Sinkende iPhone-Verkäufe machen Apple derzeit schwer zu schaffen. Der Tech-Riese verdient aber dennoch weiterhin glänzend. Und: Das Unternehmen verfügt über einen Cashbestand von 120 Milliarden Dollar. Was also tun? Die Saxo Bank hat da eine Idee: Apple steigt beim Elektroauto-Bauer Tesla ein und kauft 40 Prozent der Aktien, für 520 Dollar pro Aktie. Aktionäre erhalten eine Prämie von fast 200 Dollar. "Die Übernahme passt perfekt", glauben die Dänen. Apple beendet damit die zuletzt aufgetretenen Finanzierungsprobleme von Tesla.

Trump feuert Powell

Trump feuert Fed-Chef Powell
Anfang des Jahres ernannte US-Präsident Donald Trump Jerome Powell noch selbst zum Chef der amerikanischen Notenbank. Nach mehreren Zinserhöhungen wetterte Trump jedoch immer häufiger über Powell, der seine Strategie auch 2019 fortsetzt. An der Börse reagieren die Anleger entsetzt, die Konjunktur dümpelt vor sich hin. Dann der Schlussstrich: Mit einem Tweet feuert Trump den Fed-Chef und ernennt Neel Kashkari zum Nachfolger. Dieser kauft sofort US-Staatspapiere für fünf Billionen Dollar. Die Börsianer jubeln und das Wirtschaftswachstum beträgt sechs Prozent. Zwar schnellt auch die Inflation in die Höhe, doch Trump scheint die Wähler überzeugt zu haben und gewinnt 2020 die Wiederwahl.

Schlapper Luftballon in Deutschland-Farben

Deutschland schlittert in die Rezession
Auf Wiedersehen, Mutti! Autozölle, der Nachholbedarf in Sachen E-Autos und die mangelnde Digitalisierung lassen Deutschland noch vor Ende 2019 in eine Rezession stürzen. Merkel lehnt eine weitere Kanzlerkandidatur ab und sorgt für einen politischen Machtkampf, der zur falschen Zeit kommt. Das Land braucht Stabilität und Sicherheit. 2019 wird laut Saxo Bank der Höhepunkt der Anti-Globalisierungsstimmung sein und den Fokus auf Kosten, Binnenmärkte, Produktion, Big Data und Umweltschutz lenken – genau das Gegenteil des Trends, von dem Deutschland seit den 1980er Jahren profitiert.

Britisches Pfund schmiert ab

Britisches Pfund schmiert ab
Und der Brexit? Natürlich beschäftigten sich die Dänen auch mit dem Ausstieg der Briten aus der EU. Die Verhandlungen mit Brüssel bleiben erfolglos, Theresa May scheitert und die Regierung wird gestürzt. Der linke Chef der Opposition Jeremy Corbyn wird neuer Premier. Das Ergebnis: Old-School-Politik und Sozialismus in Großbritannien mit verstaatlichten Eisenbahnnetze und Stromkonzernen sowie einer Vermögenssteuer. Die Reichen verlassen das Land, Investitionen stocken. Die Schulden klettern immer weiter und das Pfund befindet sich auf Talfahrt. Ein Pfund ist lediglich noch einen Dollar wert.

Schuldenerlass

Schuldenerlass in der EU
Der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU um den Schuldenstand zieht auch andere europäische Länder in seinen Bann. Italiens Krankheit steckt andere europäische Banken an. In Frankreich findet Präsident Emmanuel Macron keine Lösung gegen die anhaltenden sozialen Proteste. Die Eurozone gerät in eine Rezession und steht kurz vor dem Kollaps. Dann der drastische Schritt der EU: Die Zentralbank übernimmt alle Staatsschulden, die über 50 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandprodukts hinausgehen und bürgt für den Rest. Der Wachstums- und Stabilitätspakt wird weiter aufgeweicht, sodass die Mitgliedsländer fast unbegrenzt Geld ausgeben können.

Weltweite Transportsteuer

Globale Transportsteuer gegen den Klimawandel
Die Saxo Bank geht auch 2019 von einem extrem heißen Sommer und wildem Wetter mit Stürmen, Bränden, Dürren und Überschwemmungen aus. In den Hauptstädten der Welt bricht Panik aus. Wie stoppt man den Klimawandel? Als Antwort führt die Weltgemeinschaft eine globale Transportsteuer ein: hohe Abgaben für Luft- und Schifffahrtsindustrie. Darunter leidet allerdings der Tourismus, Billigflüge sind Geschichte und Tickets werden teurer. Auch der Warenverkehr bekommt durch die Strafsteuer Probleme und das globale Wachstum sinkt.

Ende des BIP

Ende des BIP
Überraschender Schritt des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank: Das BIP wird nicht mehr als wichtigstes Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft gewertet und stattdessen gar nicht mehr gemessen. Die Chefökonomen geben bekannt, dass das BIP die wirklichen Auswirkungen von kostengünstigen, technologiebasierten Diensten nicht erfassen konnte und Umweltprobleme nicht berücksichtigte. Als Nachfolger für die Kennzahl wird die Produktivität gewählt. Einfach erklärt: Die Leistung pro geleistete Arbeitsstunde.

Sonneneruption

Sonneneruption sorgt für Chaos
2019 trifft ein Sonnensturm die Erde, glauben die Dänen. Die meisten Satelliten in der westlichen Hemisphäre werden zerstört, sodass Chaos vor allem bei der GPS-abhängigen Luftfahrt entsteht. Die Eruption legt technische Systeme lahm und führt zu Kosten von etwa zwei Billionen Dollar. Ein solches Szenario ist nicht völlig abwegig. So hat 1989 ein Sonnensturm die Stromversorgung in Quebec für ganze neun Stunden lahmgelegt. 1859 hat das berühmte Carrington-Ereignis Telegrafenleitungen durchschmoren lassen. Ein solcher Sonnensturm hätte heute fatale Folgen für unsere industrialisierte Welt.

Australien: Straßenschilder weisen auf Zinsänderung, Wombats und Kängurus hin

Australische Notenbank startet expansive Geldpolitik
Auf der ganzen Welt beginnen die Preise auf den wichtigen Immobilienmärkten zu sinken. Auch in Australien hat der Boom in diesem Jahr spürbar an Schwung verloren. 2019 frieren die australischen Banken ihre Kredite ein, die Häuserpreise stürzen durch ein Überangebot in Down Under um 50 Prozent. Australien fällt zum ersten Mal seit 27 Jahren in die Rezession. Die Notenbank beginnt QE-Maßnahmen in Höhe von 300 Milliarden australischen Dollar.

Netflix im Abwärts-Strudel

GE zieht Netflix mit in den Kreditstrudel
Die letzte Horror-Prognose handelt von Siemens-Konkurrent General Electric. Demnach wird der US-Industrieriese 2019 von seiner Schuldenlast erdrückt. Grund dafür sind neben der verheerenden Bilanz global steigende Zinsen für Unternehmen. Tatsächlich befindet sich GE seit zwei Jahren in einem spektakulären Prozess des Niedergangs. Die GE-Insolvenz sorgt für heftige Schockwellen an den Finanz- und Kreditmärkten. Vor allem Netflix mit rund zehn Milliarden Dollar Schulden ist bedroht, die Refinanzierungskosten verdoppeln sich. Somit fehlt dem Streaming-Dienst Kapital für neue Inhalte, die für Netflix überlebenswichtig sind. Den Rest besorgt der Markteinstieg von Disney ins Streaming-Geschäft.