Verna Oller

Millionengewinne mit Aktien Verna Oller - die Selfmade-Börsianerin

Stand: 26.06.2015, 16:33 Uhr

Sparen, sparen und alles in Aktien investieren – mit dieser Devise wurde die 98-jährige Amerikanerin Verna Oller reich. Aus 10.000 Dollar machte sie ein Vermögen von 4,5 Millionen Dollar.

Geld ausgeben war für Verna Oller ein Fremdwort. Sie baute ihr eigenes biologisches Gemüse an, aß kostenlos im Seniorenheim, heizte ihr Haus mit selbstgehacktem Brennholz und schnitt sich selbst die Haare. Zum Friseur ging sie nie.

Selbst an der Kleidung sparte sie. Oller machte aus einem alten Reißverschluss Schnürsenkel für die Schuhe. "Warum zwei Dollar für Schnürsenkel ausgeben?", fragte sie ihre Freundinnen.

Sparen, sparen... und Aktien kaufen

Sie sparte eisern wie eine schwäbische Hausfrau - mit einem Unterschied: Sie brachte das Ersparte nicht zur Sparkasse, sondern sie investierte ab 1979 das Geld in Aktien. Die Rechnung ging auf.

Die mit ihrem Mann gemeinsam ersparte Summe von 10.000 Dollar, die sie einsetzte, wusste sie äußerst geschickt zu mehren. Als Oller im Mai 2010 im Alter von 98 Jahren starb, hinterließ sie ein Vermögen von sage und schreibe 4,5 Millionen Dollar. Freunde und Angehörige trauten ihren Augen nicht. Sie hatten nicht gedacht, dass die Börsen-Investments der alten Dame so rentabel waren. "Ihr Geld war ein großes Geheimnis", erinnert sich Guy Glenn, ein Freund von ihr. "Sie wollte nie, dass jemand nach ihrem Geld guckt."

Ihre Informationen bezog sie aus der Finanzpresse. Freund Glenn gab ihr stets das "Wall Street Journal", das sie wie das Magazin "Barron's" begierig verschlang und ausschlachtete. "Sie hat enorm viel recherchiert und war ein absoluter Aktien-Investor."

Erfolg mit AT&T

Die Hobby-Börsianerin legte stets ihr Geld konservativ und vorsichtig an. Bei AT&T zum Beispiel stieg sie auf dem Höhepunkt der Krise ein und machte binnen weniger Monate einen Gewinn von 50 Prozent.

Die Millionen-Gewinne an der Börse hat Oller gespendet. Je eine halbe Million gab sie an Stiftungen für eine Schule und Schülerstipendien. Den Rest hinterließ sie ihrer Heimatstadt Long Beach für die Errichtung eines Hallenbads.

nb