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Die größten Händlerskandale Galerie

Kweku Adoboli muss sich vor Gericht verantworten

Kweku Adoboli, UBS, hat "Gott gespielt"

Es ist einer der größten Bankenskandale in der Geschichte des Finanzplatzes London: Der UBS-Börsenhändler Kweku Adoboli verzockt im Jahr 2012 2,3 Milliarden Dollar. Zwischenzeitlich waren die Risiken sogar bis auf zwölf Milliarden Dollar angeschwollen und hatten damit das Überleben der größten Schweizer Bank bedroht. Insgesamt hat Kweku Adoboli 2,3 Milliarden Dollar versenkt.

Adoboli war am Handels-Desk für Exchange Traded Funds (ETF) aktiv. Dort handelte er mit allen möglichen Spielarten von börsennotierten Papieren wie Aktien, Anleihen und Rohstoffen. Beim Handel mit ETFs auf den Dax, S&P 500 und den EuroStoxx 50 überschritt er allerdings massiv die Risikolimits seiner Bank. Zudem täuschte er Absicherungsgeschäfte nur vor, um die Gewinnaussichten weiter zu erhöhen.

Dafür wurde Adoboli im November 2012 von einer britischen Jury in erster Instanz des Betrugs für schuldig gefunden und von einem Richter zu sieben Jahren hinter Gittern verurteilt. Sasha Wass, die Chef-Anklägerin in dem Prozess, bezeichnete Kweku Adoboli als arrogant und rücksichtslos. Er habe mit dem Geld der Bank "Gott gespielt", um sein Ego zu nähren und mittels höherer Boni seine Geldbörse zu füllen.

Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war Adoboli 32 Jahre alt. Zuletzt kämpfte er gegen seine Abschiebung nach Ghana - erfolglos. Im November wurde Adoboli, der seit seinem 12. Lebensjahr in Großbritannien lebte, abgeschoben.

Die größten Händlerskandale Galerie

Kweku Adoboli muss sich vor Gericht verantworten

Kweku Adoboli, UBS, hat "Gott gespielt"

Es ist einer der größten Bankenskandale in der Geschichte des Finanzplatzes London: Der UBS-Börsenhändler Kweku Adoboli verzockt im Jahr 2012 2,3 Milliarden Dollar. Zwischenzeitlich waren die Risiken sogar bis auf zwölf Milliarden Dollar angeschwollen und hatten damit das Überleben der größten Schweizer Bank bedroht. Insgesamt hat Kweku Adoboli 2,3 Milliarden Dollar versenkt.

Adoboli war am Handels-Desk für Exchange Traded Funds (ETF) aktiv. Dort handelte er mit allen möglichen Spielarten von börsennotierten Papieren wie Aktien, Anleihen und Rohstoffen. Beim Handel mit ETFs auf den Dax, S&P 500 und den EuroStoxx 50 überschritt er allerdings massiv die Risikolimits seiner Bank. Zudem täuschte er Absicherungsgeschäfte nur vor, um die Gewinnaussichten weiter zu erhöhen.

Dafür wurde Adoboli im November 2012 von einer britischen Jury in erster Instanz des Betrugs für schuldig gefunden und von einem Richter zu sieben Jahren hinter Gittern verurteilt. Sasha Wass, die Chef-Anklägerin in dem Prozess, bezeichnete Kweku Adoboli als arrogant und rücksichtslos. Er habe mit dem Geld der Bank "Gott gespielt", um sein Ego zu nähren und mittels höherer Boni seine Geldbörse zu füllen.

Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war Adoboli 32 Jahre alt. Zuletzt kämpfte er gegen seine Abschiebung nach Ghana - erfolglos. Im November wurde Adoboli, der seit seinem 12. Lebensjahr in Großbritannien lebte, abgeschoben.

Börsenhändler Nick Leeson wird 1995 aus dem Frankfurter Gefängnis zum Oberlandesgericht gebracht

Nick Leeson: Im Alleingang die Barings Bank ruiniert

"Es tut mir leid." Diesen Zettel fanden die Mitarbeiter von Nick Leeson im Februar 1995 an dessen Computerbildschirm. Von dem jungen Heißsporn, der an der Börse in Singapur rund eine Milliarde Euro Verlust gemacht und damit die traditionsreiche britische Barings Bank ruiniert hatte – keine Spur. Die Flucht des damals 28-Jährigen sollte aber schon nach wenigen Tagen am Frankfurter Flughafen enden. In Singapur wurde Leeson zu sechseinhalb Jahren Gefängnis wegen Betrugs verurteilt.

Vor der Pleite galt Nick Leeson jedoch als brillanter "Mann mit goldenem Händchen", der forsch und dynamisch an Asiens Weltbörsen "zauberte". Mit nur 21 Jahren hatte ihn die Investmentbank Barings nach Singapur geschickt. Dort begann er 1993 unautorisiert zu spekulieren, vornehmlich mit Derivaten auf den Nikkei 225. Auf einem Konto mit der Nummer 88888 häufte er die Verluste an, die er eine ganze Zeit lang mit immer neuen Finanztricks vor der Londoner Zentrale geheim halten konnte. Bis die Bombe im Februar 1995 platzte. Er häufte Verluste in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar an.

Und so hatte ein einziger junger Mann nach mehr als 230 Jahren die Geschichte der Barings Bank mal eben beendet. Bankmanager auf der ganzen Welt hätten durch die Barings-Pleite ihre Lektion gelernt, sagte einst Simon Hills von der British Bankers' Association. Wirklich?

Lord Voldemort

Bruno Iksil, der "Voldemort" von JPMorgan

Über Bruno Iksil ist nicht viel bekannt, es existiert kein einziges Foto von ihm. Iksil soll in Paris leben und seit 2007 für JPMorgan gearbeitet haben. Dort handelte er mit sogenannten CDS, Kreditausfallversicherungen.

An und für sich nichts Besonderes, wenn da nicht die gewaltigen Volumina wären, welche besagter Banker bewegt haben soll. Daher auch sein Spitzname "Wal von London". Und weil er mit den großen Volumina wie durch magische Hand auch ganze Indizes bewegen konnte, handelte er sich überdies noch die Bezeichnung Voldemort ein - wie der dunkle Zauberer aus den Harry-Potter-Romanen.

Seine Meriten bei JPMorgan hatte sich Iksil mit einer riskanten Wette verdient. Er setzte darauf, dass der "CDX High Yield 11" – ein Index, der die Kreditwürdigkeit 100 verschiedener Unternehmen mit Ramschstatus widerspiegelte - in die Knie gehen würde. Iksil sollte Recht behalten. Als AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, 2011 Gläubigerschutz beantragte, ging seine Wette auf. Seine Positionen brachten JPMorgan rund 450 Millionen Dollar ein.

Doch 2012 verlegte sich Iksil auf eine optimistischere Strategie bei Unternehmenskrediten. Und diese Wette sollte nicht aufgehen. Im Gegenteil. Am Ende verbuchte JPMorgan dank Iksil einen Spekulationsverlust von 5,8 Milliarden Dollar. Von einem "Sturm im Wasserglas" wollte da selbst Bankchef Jamie Dimon nicht mehr sprechen.

Jerome Kerviel

Jérôme Kerviel: Frankreichs "Milliardenzocker"

Seit 2008 nennen sie ihn nur noch den "Milliardenzocker". Nach einem Milliardengewinn im Jahr 2007 wurde Kerviel plötzlich vom Glück verlassen. Bei Spekulationen auf die Entwicklung von europäischen Aktienindizes verbuchte der damals 30-Jährige immer höhere Verluste, die er mit noch höheren Einsätzen wettzumachen versuchte. Insgesamt verzockte er bei der Société Générale rund 4,9 Milliarden Euro.

Als der Skandal 2008 aufflog, hatte Kerviel eigenmächtig die unglaubliche Summe von 50 Milliarden Euro aufs Spiel gesetzt. Mehr Geld, als seine Bank, die Société Générale, damals als Eigenkapital veranschlagte. Damit brachte Kerviel die SocGen in Existenzschwierigkeiten und gefährdete zugleich die Stabilität des internationalen Finanzsystems.

Die Bank wickelte die Geschäfte mehrere Tage lang ab, konnte am Ende aber 4,9 Milliarden nicht mehr retten. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, kam jedoch im September 2014 bereits nach insgesamt fünf Monaten Gefängnis mit einer elektronischen Fußfessel frei.

Mehr zum Thema:
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Tom Hayes

Tom Hayes, der Kopf der Libor-Verschwörung

Im August 2015 wurde Tom Hayes, früherer Investmentbanker der Citibank und der UBS, zu 14 Jahren Haft verurteilt, die Strafe wurde per Berufungsverfahren auf elfeinhalb Jahre reduziert. Aktuell kämpft seine Anwältin darum, die Strafe weiter reduzieren zu lassen.

Der heute 39-Jährige soll von 2006 bis 2010 den Interbanken-Zinssatz massiv beeinflusst haben. Er habe im Mittelpunkt eines Händler-Kartells gestanden, das sich über mindestens zehn Banken und Brokerhäuser erstreckte, so das Londoner Gericht. Mehrere Banken wie Barclays, UBS, RBS, Rabobank und die Deutsche Bank mussten hohe Strafzahlungen an die Behörden in den USA und in Großbritannien leisten.

"Ich habe an einer branchenweiten Praxis teilgenommen, die vor meiner Ankunft bei UBS anfing und nach meinem Verlassen von UBS weiterging", sagte Hayes im Prozess. Der Libor regelt die Kosten, zu denen sich Banken untereinander Geld leihen. Er ist auch Grundlage etwa für Immobilienkredite.