Donald J. Trump

"Vermutlich" größter Geldgeber Deutsche Bank steht hinter Trump

Stand: 21.03.2016, 12:45 Uhr

Die Deutsche Bank steht einem Medienbericht zufolge in intensiven Geschäftsbeziehungen mit Donald Trump. Wall-Street-Banken sind deutlich zurückhaltender.

Kredite von mindestens 2,5 Milliarden Dollar soll Deutschlands bedeutendste Bank seit 1998 dem Unternehmer und republikanischen Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur bewilligt haben, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf öffentliche Dokumente und Angaben von mit den Geschäften vertrauten Personen. Damit sei die Bank "vermutlich" größter Geldgeber von Trumps Firmenimperium. Das Institut wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Andere Wall-Street-Banken seien hingegen schon seit Jahren vorsichtig mit Trump-Geschäften, schreibt das Blatt. In den 1980er und 1990er Jahren hätten sie ihm noch gern viel Geld geliehen. Doch das Verhältnis kühlte dann ab, was die Zeitung zum einem mit Trumps Geschäftsgebaren erklärt. Zum anderen hätte der Milliardär aber auch weniger Kredite benötigt.

Citigroup, JPMorgan und Morgan Stanley seien unter jenen Banken, die derzeit nicht mit Trump arbeiteten. Banker hätten Besseres zu tun, als sich um ein mit Trump verbundenes Geschäft zu kümmern, zitiert die Zeitung einen nicht näher genannten früheren Manager von Goldman Sachs.

Wall Street zieht Clinton vor

Ivanka Trump, Tochter von Donald

Tochter Ivanka Trump: Sie arbeitet für das Firmenimperium. | Bildquelle: Imago

Trumps Tochter Ivanka, die für das Firmenimperium des Milliardärs arbeitet, widersprach dem Eindruck, dass der Konzern kein Geld von den Investmentbanken bekäme. "Die größten Banken umwerben uns ständig", sagte sie der Zeitung. Die Wall Street soll dem Bericht zufolge aber auch nicht besonders begeistert von den Präsidentschaftsambitionen Trumps sein.

Derzeit hat die Trump-Kampagne aus der Finanzbranche gerade 17.255 Dollar als Spenden bekommen, bei Hillary Clinton sind es schon rund 19 Millionen. Beide Summen sind im Grunde Kleingeld und der richtige Wahlkampf hat auch noch nicht richtig angefangen. Schließlich stehen sie als Präsidentschaftskandidaten noch nicht fest. Zum Vergleich: Präsident Barack Obama hat für die Wahl 2012 mehr als 700 Millionen Dollar Wahlkampfspenden erhalten.         

Ein Golfplatz für Donald

Gebäude der Deutschen Bank an der Wall Street in New York

Die Deutsche Bank in NYC. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Auch das Verhältnis der Deutschen Bank zu Trump ist dem Bericht nach nicht spannungsfrei. So lieferten sich beide Seiten nach der Finanzkrise einen Rechtsstreit über die Rückzahlung eines Kredits für ein Hochhaus in Chicago. Seitdem seien die Investmentbanker in der Deutschen Bank nicht mehr gut auf Trump zu sprechen, schreibt das Blatt.

Doch die Vermögensverwaltungssparte der Bank, die sich um das Geschäft mit den Superreichen weltweit kümmert, sah das laut Zeitung anders und lieh Trump weiter mehr als 300 Millionen Dollar. Der Geschäftsmann habe damit unter anderem einen Golfplatz in Florida finanziert. Sollte Trump im November wirklich zum Präsidenten der USA gewählt werden, will er an diesem Ort seine Wahlparty veranstalten.

ts/dpa

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