Screenshot der Website You vs. Warren Buffett

Deprimierend, aber lehrreich Der große Warren-Buffett-Frustrechner

Stand: 11.07.2014, 13:58 Uhr

Auf einer US-Finanzseite können Anleger vergleichen, wie schnell die amerikanische Börsenlegende Warren Buffett ihr eigenes Einkommen erwirtschaftet. Wollen wir das wirklich wissen?!

Dieser Gehaltsrechner lässt sich mit einem Wort beschreiben: deprimierend. Wer nicht gerade zu den absoluten Großverdienern zählt, dürfte nach Eingabe seines Jahresgehalts (in Dollar) nur auf einen Wert von wenigen Minuten kommen.

2,1 Minuten etwa braucht Buffett, um das Jahresdurchschnittsgehalt eines deutschen Arbeitnehmers (40.000 Euro brutto) zu verdienen. Nachvollziehen lässt sich das auf der US-Finanzseite PennyStocks Lab.

Warren Buffett gibt Autogramme

Autogramm von Warren Buffett. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Ein Kaffee für Warren

Grundlage dieses perversen Vergleichs ist der Vermögenszuwachs von 13,5 Milliarden Dollar, der Buffett im vergangenen Jahr gelang. Auf dieser Basis erfährt der Nutzer dann noch einige andere "nützliche" Dinge: Etwa, was man sich von 13,5 Milliarden Dollar alles so kaufen könnte, zum Beispiel 3.000 Lamborghini Veneno Roadsters.

Wer die entscheidende Botschaft immer noch nicht verstanden hat, bekommt sie am Ende nochmals aufs Butterbrot gestrichen: 700.000 Dollar auszugeben ist für Buffett das Gleiche wie für Normalsterbliche, sich einen Kaffee zu kaufen.

Der Frustrechner steht übrigens nicht allen offen: Sollten Sie einige Millionen verdienen, werden Sie mit den Worten "Hello Mr. Gates" begrüßt – ein Vergleich ist nicht möglich.

Warren Buffett beim Tischtennis mit Bill Gates

Warren Buffett beim Tischtennis mit Bill Gates. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Ein Plädoyer für ETFs

So unterhaltsam dieser Gehaltsrechner auch sein mag: Er sollte über zwei Punkte besser nicht hinwegtäuschen. Erstens: Warren Buffett selbst ist alles andere als verschwendungssüchtig. Der lebenden Börsenlegende wird vielmehr ein eher bescheidener Lebensstil nachgesagt.

Zweitens: Auch wenn zwischen den Jahresgehältern eines durchschnittlichen deutschen Arbeitnehmers und dem aktuell viertreichsten Mann der Welt Welten liegen mögen, so können auch Privatanleger von Buffett einiges lernen. So warnt Buffett zu Recht regelmäßig, dass es nur den wenigsten gelingt, den Markt über einen längeren Zeitraum zu schlagen.

Anleger sollten daher besser einen kostengünstigen ETF als einen aktiv gemanagten Fonds kaufen, empfiehlt Buffett. In seinem Testament hat er verfügt, dass seine Frau das Geld, das er ihr vererben wird, zu 90 Prozent in einen Indexfonds auf den S&P 500 stecken und zu 10 Prozent in kurzlaufende Staatsanleihen investieren soll.

ag

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