Warren Buffett
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Power Lunch mit dem Orakel von Omaha Buffett gibt's jetzt billiger

Stand: 12.06.2017, 10:52 Uhr

Einmal im Jahr bietet sich der Warren Buffett per Online-Auktion für einen guten Zweck als Lunch Partner an. In diesem Jahr war ein Essen mit ihm deutlich günstiger als im Vorjahr. Bröckelt der Ruhm des Börsen-Gurus?

Ein Mittagessen mit Warren Buffett ist nicht gerade billig. Um sich den einmal im Jahr für den guten Zweck versteigerten "Power Lunch" mit dem 86-jährigen Starinvestor zu sichern, wurde beim Wettbieten zwar auch diesmal wieder tief in die Tasche gegriffen. Die Ebay-Versteigerung endete in der Nacht auf Samstag mit einem Spitzengebot von 2,68 Millionen Dollar, umgerechnet rund 2,4 Millionen Euro. Wer den Zuschlag erhielt, blieb zunächst unbekannt.

Auffallend ist aber, dass im vergangenen Jahr deutlich mehr gezahlt werden musste, um in den Genuss eines Mittagessens mit dem sympathischen Multimilliardär zu kommen. 2016 war Buffett immerhin noch 800.000 Dollar teurer.     

Schon 24 Millionen Dollar eingesammelt  

Bereits seit 18 Jahren findet die Aktion statt, deren Erlöse an die Wohltätigkeitsorganisation Glide fließt. Insgesamt hat Buffett auf diese Weise rund 24 Millionen Dollar eingesammelt. Der Gewinner trifft die Investorenlegende üblicherweise im New Yorker Restaurant Smith & Wollensky zu Steak und Rotwein. Dabei dürfen bis zu sieben Freunde mitkommen. Glide unterstützt mit dem Geld aus der Auktion Obdachlose und andere Bedürftige in San Francisco.

Smith & Wollensky-Restaurant in New York

Smith & Wollensky-Restaurant in New York. | Bildquelle: Imago

Warum das Geld in diesem Jahr nicht ganz so locker saß? Wer weiß. Die 3,46 Millionen des Vorjahres waren schließlich ein Rekord. Ob es an der Performance von Buffetts Anlagen liegt? Der Überschuss Berkshire Hathaways war im ersten Quartal zwar um 27 Prozent auf rund vier Milliarden Dollar zurückgegangen.

Allerdings war in der Vergleichszahl ein einmaliger Kapitalgewinn von 1,9 Milliarden Dollar enthalten. Das operative Ergebnis sank dennoch um fünf Prozent auf 3,56 Milliarden Dollar. Eines sollte man aber nicht vergessen: So gute Zahlen muss man erst mal liefern.     

Keine Tipps vom Orakel

Leisten können es sich die Mitbieter so oder so. Zu den früheren Gewinnern zählen unter anderem die Hedgefonds-Manager David Einhorn und Ted Weschler. Übrigens soll ein Thema Buffett zufolge verboten sein: Die nächsten Investment-Entscheidungen des mit rund 76 Milliarden Dollar viertreichsten Mannes der Welt.

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Warren Buffett

Langeweile kennt er nicht. Warren Buffett ist äußerst aktiv. Jüngst verriet der 86-Jährige, dass er mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway seit dem Wahlsieg von Donald Trump Aktien im Volumen von zwölf Milliarden Dollar gekauft hat. Bereits im vierten Quartal hat er damit gut verdient, jetzt kommt der Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC für das erste Quartal 2017.