Anleger beschweren sich

Schriftzug der Consors Bank

Consors und DAB betroffen Kein Anschluss unter diesem Depot

Stand: 24.06.2016, 11:45 Uhr

Der Brexit hat die Computersysteme des Online-Brokers Consorsbank zeitweise in die Knie gezwungen. Auch die DAB Bank ist betroffen.

Die Consorsbank, deutsche Tochter der französischen BNP Paribas, sei für die Kunden am Freitag zeitweise über das Internet nicht erreichbar gewesen, sagte ein Sprecher des Nürnberger Instituts.

Die Kunden hätten wegen der Vielzahl von Zugriffen auf das System keinen Zugang zu ihren Consors-Konten gehabt. "Wir hatten bis zum Zehnfachen der üblichen Last, vor allem wegen Aktien-und Derivate-Handelsgeschäften", sagte der Sprecher. Die Lage habe sich gebessert, das Problem sei aber noch nicht ganz behoben. Die Consorsbank hat rund eine Million Kunden.

DAB Bank-Logo an der Bankzentrale in München

DAB Bank. | Quelle: Unternehmen

Auch die ebenfalls zur BNP Paribas gehörende DAB Bank hat mit Problemen zu kämpfen und reagiert auf ungehaltene Nutzeranfragen bei Facebook mit folgender Antwort: "Aufgrund der aktuellen Situation an den Finanzmärkten liegt derzeit eine enorme Last auf unseren Systemen. Dies führt dazu, dass aktuell das Portal-Login nur eingeschränkt zur Verfügung steht und die Performance beeinträchtigt ist. Auch am Telefon kann es zu längeren Wartezeiten kommen, als Sie es von uns normalerweise gewohnt sind. Wir arbeiten an einer Ausweitung der Kapazitäten und bitten um Entschuldigung!“

Konkurrent Comdirect scheint sich besser auf den Brexit und die Reaktion der Kunden vorbereitet zu haben. Hier scheinen alle Systeme stabil zu laufen, was sich auch am Aktienkurs ablesen lässt: Auf Xetra steigen die Comdirect-Aktien am Mittag gegen den Trend um 0,5 Prozent.

bsch