Anil Agarwal

Porträt Anil Agarwal - vom Schrotthändler auf die Forbes-Liste

Stand: 16.03.2017, 16:58 Uhr

Am 24. Januar 1954 in Patna in Indien geboren, hat es Anil Agarwal auf Platz 63 in der Forbes-Liste der reichsten Inder geschafft. Forbes schätzt sein Vermögen auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar.

Nachdem Anil Agarwal mit 15 von der Schule gegangen war, um im Geschäft seines Vaters zu arbeiten, verschlug es ihn mit 19 nach Mumbai (damals noch Bombay).

In den 1970er Jahren begann er mit dem Schrotthandel in Mumbai. Per Bankkredit übernahm Agarwal 1976 die Shamsher Sterling Corporation, einen Hersteller für Kupferlacke. Die nächsten zehn Jahre leitete er beide Unternehmen. 1986 wurde Shamsher Sterling dann von Sterlite Cabels übernommen und der Name in Sterlite Industries geändert. 1988 kam es dann zum Börsengang von Sterlite Industries.

Gründer von Vedanta Resources

Nach einigen Übernahmen ineffizienter staatlicher Minenbetreiber gründete Agarwal 2003 die Vedanta Resources Plc, um Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten zu erhalten. Vedanta war die erste indische Firma, die an der Londoner Börse gelistet wurde.

2004 gab Vedanta Resources Anleihen im Gesamtwert von 1,7 Milliarden US-Dollar aus. Dieses Geld sollte für weitere Übernahmen genutzt werden. 2012 fusionierte Sterlite Industries, als Teil der Konsolidierung der Vedanta-Gruppe, mit dem Eisenerz-Produzenten Sesa Goa Limited.

Wohltätigkeit: Bill Gates als Vorbild

1992 gründete Agarwal die Vedanta Foundation, eine Organisation, die sich für Bildung, Kinder aus armen Verhältnissen sowie Frauenrechte einsetzen soll. Im Geschäftsjahr 2013/14 investierten der Vedanta-Konzern und die Vedanta Foundation 49 Millionen US-Dollar in den Bau von Krankenhäusern, Schulen und Infrastruktur.

Agarwal möchte im Laufe seines Lebens 75 Prozent des Familienvermögens für wohltätige Zwecke spenden. Er sagt selbst, dass ihn Bill Gates dazu inspirierte.

fe