Grauer Kapitalmarkt Petromove: 12 Prozent Rendite an der Zapfsäule?

Stand: 18.03.2014, 16:39 Uhr

Wer ist Petromove?

Ein Petromove-LKW auf dem Weg zum Kunden?

Ein Petromove-LKW auf dem Weg zum Kunden?. | Bildquelle: Unternehmen

Petromove? Eine kurze interne Bestandsaufnahme schafft schnell Klarheit: Noch nie hat boerse.ARD.de über den Schweizer Tankstellenmarkt, geschweige denn über Petromove berichtet. Auch die Kollegen aus Radio und Fernsehen haben noch nie etwas über den anscheinend aufstrebenden Tankstellen-Player gesendet.

Aber wir fragen uns natürlich: Wie kommt das Unternehmen darauf, mit unserem Namen zu werben? Zudem ist eine versprochene Rendite von zwölf Prozent in der heutigen Zeit alles andere als üblich. Bereits nach einer kurzen Recherche wachsen unsere Zweifel, ob ein solches Versprechen gehalten werden kann.

Die Zweifel beginnen bereits auf der Petromove-Website. Wie kommt Petromove zu den schönen Bildern auf seiner Homepage? Immerhin braust da ein riesiger Tanklaster im Petromove-Design über die Seite. Warum besitzt eine Firma, die selbst Experten kaum bekannt ist und in der offiziellen Tankstellenstatistik der Schweizer Erölvereinigung 2014 gar nicht auftaucht, so einen großen und modernen Tanklaster?

Tanklaster ist in Wahrheit ein Agenturfoto

Eine technische Analyse des Bildes zeigt, dass es niemals so aufgenommen worden ist, wie es auf der Petromove-Homepage zu sehen ist. Tatsächlich fuhr der weiße Laster ohne Schriftzug durch die malerische Berglandschaft und ist so auch unter anderem bei der Bildagentur "Shutterstock" zu kaufen. Um es als eigenen Tanklaster zu deklarieren, wurden dann nachträglich am Computer die Petromove-Logos auf den Laster gesetzt.

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Die Geschichte des Tanklasters

Der boerse.ARD.de-Grafiker Martin Brandt schaut sich die Petromove-Website genauer an.

Petromove-Website im Check

Was aber steckt in der Realität hinter hübschen Internet-Auftritten, bearbeiteten Agenturbildern und hochgesteckten Rendite-Zielen? Ein Trip durch das Baseler Umland mit den Kollegen des ARD-Magazins "plusminus" zeigt, dass die Wirklichkeit nicht so ist, wie es die Texte und Bilder im Internet suggerieren.

Da wir uns nicht auf den Eindruck der Website verlassen wollen, fahren wir in die Schweiz, um uns in Teil 3 der Geschichte das Unternehmen und dessen Tankstellen etwas genauer anzusehen.

Alle Kommentare (4)

Kommentar von "Vorbeifahrer" am 22.04.2014, 12:44 Uhr

Hatte, nach dem ich den Artikel schon vor einigen Wochen gelesen habe, das Vergnügen, in der Nord-West-Schweiz unterwegs zu sein. Echt lustig, da gibt's echt die Petromove-Tankstellen, jedoch mit Mini-Shop bis gar keinen. Die Zapfsäulen sehen zwar hübsch aus, los ist nix. Potential sieht anders aus :-).

Kommentar von "Alex" am 11.04.2014, 18:14 Uhr

Ich finde gar kein Impressum ?????? auf der Webseite von Petromove

Kommentar von "GeDi" am 24.03.2014, 18:03 Uhr

"Red Bull kann fliegen" Liebe Redaktion, nach dieser Werbung habe ich dieses Getränk getrunken und bin aus der 5 Etage gesprungen. Leider stimmte die Werbung nicht...Bitte klären sie die Bevölkerung darüber auf!!! Auf der einen Seite möchte der Mensch seine Freiheiten haben, zum anderen möchte er, wenn was schief geht, bedauert und gerettet werden. Also bei allem Respekt: Verantwortung übernehmen...

Kommentar von "Michael Wanger" am 20.03.2014, 11:16 Uhr

Wenn Sie das Impressum der Homepage überprüfen und zur Homepage der Firma APPAG gelangen, erleben sie ein weiters Wunder (http://www.appag.ch)!

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