Schild mit BaFin-Schriftzug in Frankfurt

Anlegerschutz ESMA und BaFin warnen vor ICOs

Stand: 13.11.2017, 15:16 Uhr

Die amerikanische SEC hatte vorgelegt, die deutsche BaFin ebenfalls - nun zieht die europäische Börsenaufsicht nach und warnt vor sogenannten ICOs: Wer in Kryptowährungen investiere, dem drohe ein Totalverlust.

Für Firmengründer sind sie ein Segen: Sie kommen durch ICOs (Inital Coin Offering) schnell und einfach an Kapital. Anleger erhalten jedoch weder Anteile am Unternehmen, noch andere Sicherheiten – sie hoffen allein auf den Kursanstieg der Kryptowährung. Und das ist hochriskant, warnte erst vor wenigen Tagen die BaFin.

Was ist ein ICO?

Das sogenannte „Initial Coin Offering“ (kurz ICO) ist eine neue Methode der Kapitabeschaffung basierend auf der Blockchain-Technologie. Unternehmen verkaufen dabei eine eigene virtuelle Währung an Investoren, die im Gegenzug mit echtem Geld für die neue Währung zahlen und darauf hoffen, dass die Kryptowährung im Wert steigen wird.

So sind die Preisschwankungen der durch ICOs erworbenen Tokens oder Coins häufig recht groß. Außerdem gibt es oft keinen Zweitmarkt, auf dem Anleger ihre erworbenen Tokens gewinnbringend verkaufen könnten. Da zudem die gesetzlichen Vorgaben und Transparenzvorschriften fehlen, seien ICOs anfällig für "Betrug, Geldwäsche und Terrorfinanzierung". Laut der BaFin drohe Anlegern ein Totalverlust.

Die europäische Börsenaufsicht warnt nun ebenfalls vor dem Kauf von digitalen Währungen. Sie folgt damit der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und der deutschen BaFin. Die hatte bereits Anfang November eine Warnung an Anleger herausgegeben, in der sie vor der Beteiligung an ICOs warnte.

Über 1.200 Krypto-Währungen kursieren mittlerweile auf dem Markt. Sie werden durch Berechnungen aus dem Nichts erschaffen – eine regulierende Zentralbank gibt es nicht. Das Risiko von ICOs ist so kaum kalkulierbar. China und Südkorea haben ICOs bereits verboten.

Bitcoin: Erholung nach dem Sturz

Die erfolgreichste Internetwährung bleibt der Bitcoin. Nach dem Rekordhoch von fast 7.900 Dollar vergangene Woche, sackte der Kurs am Wochenende auf 5.560 Dollar ab – der größte Kurssturz innerhalb einer Woche seit Juli.

Grund dafür soll Verschiebung der technischen Neuerung "SegWit2x"  gewesen sein. Sie sollte die Transaktionsgeschwindigkeit erhöhen und die Transaktionskosten verringern. Am Montagnachmittag stieg der Kurs aber wieder um fast 20 Prozent auf  6.800 Dollar an. Der kurze Fall also doch nur eine Verschnaufpause.  

jz

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Bitcoin, Ethereum & Co Kryptowährungen

Stratis

Platz 10: Stratis

Stratis ist für den Einsatz der Blockchain in Unternehmen gedacht. So gibt es ausgetüftelte Schnittstellen und zudem werden Programmiersprachen verwendet, die in Unternehmen üblich sind.

Marktkapitalisierung (25.7.2017): 507.244.079 Dollar

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