Deutsche Bank warnt vor Bitcoin

Schlimmer als exotische Währungen Deutsche Bank warnt vorm Bitcoin

Stand: 23.11.2017, 10:19 Uhr

Die Deutsche Bank warnt: Vom Bitcoin sollten Anleger die Finger lassen. Die Schwankungen seien zu groß und der Markt noch vollkommen unreguliert. Dennoch besteht Interesse bei den Anlegern – die Deutschen Bank verblüfft das.

Der Erfolg des Bitcoin - Chef-Anlagestratege Ulrich Stephan kann ihn nicht verstehen. Mittlerweile werde er sogar bei Kundengesprächen nach dem Bitcoin als Anlagemöglichkeit gefragt – ihn verblüffe das. Es sei doch alles bloß ein Hype.

Daher warnt die Deutsche Bank nun vor Kryptowährungen. Allein in den letzten sechs Monaten habe sie stärker geschwankt als exotische Währungen, so Stephan. Außerdem sei der Markt noch immer vollkommen unreguliert. Das mache Investitionen unsicher. Die Deutsche Bank rät Privatanlegern daher dringend von einem Engagement ab. Damit folgt sie zahlreichen Banken und Aufsichtsbehörden wie der BaFin – sie hatten bereits Anfang November vor Kyptowährungen gewarnt.

Trotz aller Kritik: Auch die Deutsche Bank wolle die Währung weiterhin genau betrachten, so Stephan. Die Terminbörse CME in Chicago will angeblich bis Ende des Jahres einen Future auf Bitcoin auflegen. Das könnte das Ansehen der Kryptowährung verbessern.

Den Bitcoin stört die Häme nicht: Er  ist noch immer auf Rekordjagd. Am Donnerstagmorgen lag der Kurs über 8.100 Dollar. Große Schwankungen gab es auch in dieser Woche: Am Dienstag stürzte der Kurs binnen zwei Stunden um rund 500 Dollar ab. Grund war die Meldung des Konkurrenten „Tether“: Dort hatte es einen Hackerangriff auf das System gegeben – 31 Millionen wurden entwendet. Der Bitcoin erholte sich aber noch im Laufe des Tages auf 8.200 Dollar.

jz