Kinder Geld Sparen

Geldanlage für Kinder Rendite für die lieben Kleinen

Stand: 03.08.2018, 16:16 Uhr

Wohl in kaum einer Lebenssituation macht Vorsorge-Sparen so viel Sinn wie in jungen Jahren. Wer für den Nachwuchs frühzeitig die Weichen für den Vermögensaufbau stellen will, hat mehrere Optionen und sollte einige Anlageregeln beachten.

Eigentlich ist die vermögenstechnische Ausgangslage bei der Geburt eines Kindes günstig: Auf Sicht von einem oder zwei Jahrzehnten Sparbeträge arbeiten zu lassen, verspricht prinzipiell hohe Erträge - das "Wunder des Zinseszinseffekts" wirkt erst so richtig nach vielen Jahren; und gleichzeitig können tendenziell höhere Risiken bei der Anlage eingegangen werden. Denn am Aktienmarkt kann man bei einem langen Anlagehorizont auch die ein oder andere Kursdelle an den Börsen locker aussitzen.

Mehrfachbelastung zum Spar-Start

Oft ist allerdings die Lebenssituation der Vorsorge-Sparer fürs Kind nicht so günstig wie der lange zeitliche Vorlauf zur Anlage: Ein Haus oder eine Wohnung will abbezahlt, ein größeres Auto angeschafft werden. Dazu kommen oft Verdienstlücken durch die Kinderbetreuung gerade in den ersten Lebensjahren des Nachwuchses.

Ein Blick auf die Möglichkeiten, die regelmäßige und langjährige Sparraten eröffnen können, sorgt aber vielleicht doch für die nötige Motivation. Wer allmonatlich nur 100 Euro auf die hohe Kante pro Kind legt, schafft es, zum möglichen Abschluss 18 Jahre nach der Geburt, einen fünfstelligen Betrag zusammenzusparen. Wie groß dieser Betrag ist, und wie viel dabei die erzielten Erträge ausmachen, hängt natürlich vor allem von der Rendite beziehungsweise Verzinsung ab.

Die Rendite macht das Vermögen

Bei einem kargen Sparzins von 1,0 Prozent jährlich summiert sich die Summe nach 18 Jahren auf rund 23.000 Euro. Wer am Aktienmarkt durchaus erreichbare Renditen von sieben Prozent erzielt, kann mit 42.000 Euro rechnen. Das kann dann eine mehr oder weniger gute Basis für den Start des jungen Erwachsenen ins Studium oder Berufsleben sein. Im ersten Szenario machen die Kapitalerträge übrigens nur etwa 2.000 Euro aus, im zweiten Fall mit 20.000 Euro das Zehnfache.

Damit die Ersparnisse auch garantiert dem Junior zugute kommen, macht es schon psychologisch Sinn, ein eigenes Konto und Depot auf den Namen des Sprößlings einzurichten. Eine Reihe von Banken wie Comdirect, DKB oder auch der Sparkassen-Broker bieten dies kostengünstig an. Die Eltern haben bis zur Volljährigkeit hier allerdings stets Verfügungsgewalt.

Steuersparmodell Kind

Auch steuerlich lohnt sich ein eigenes Kinderkonto. Denn auch der Nachwuchs kann einen Pauschbetrag von jeweils 801 Euro jährlich geltend machen, Erträge bis zu dieser Höhe bleiben steuerfrei. Ein Kind, das eigenes (Kapital)-Einkommen hat, kann sogar bis zu 9.000 Euro im Jahr steuerfrei vereinnahmen, so hoch liegt der entsprechende Grundfreibetrag. Fehlen nur noch: Früher Start ins "Kinder-Sparen" (s. Spielregeln zum Kinder-Sparen) und die richtige Form der Anlage (s. Anlageformen für den Nachwuchs).

AB